ehemalige Flugzeugkaverne Zeljava



Einen letzten Stopp in Kroatien legten wir am ehemaligen Flugzeugkaverne Zeljava ein. Vor dem Gelände steht noch eine alte DC 3, die auch schon beim D-Day in der Normandie im Einsatz war. Diese Information erhielten wir von einem Bosnier, der vor dem Balkan-Krieg auf dem Flughafen als Boden-Monteur für die Wartung der MIGS zuständig war.





Dadurch erfuhren wir auch, dass keine 50 Meter von uns entfernt, hinter den Bäumen, Gebäude standen, die zum Luftwaffenstützpunkt gehörten. Er gab uns noch den guten Rat, nicht die asphaltierten Wege zu verlassen, da er nicht wusste, inwieweit das Gebiet von Minen geräumt wurde.

Wir warfen nur kurz einen Blick in die ersten zwei Gebäude. Lustigerweise waren in dem ersten Gebäude zwar die Türen verschlossen, die Glasscheiben jedoch komplett zerschlagen worden.





Beim zweiten Gebäude waren wir uns nicht sicher, ob es sich beim Loch im Dach und den kaputten Wänden um Kriegsschäden handelte.

Danach fuhren wir mit Allmo die wenigen hundert Meter (vielleicht war es auch ein Kilometer) zur Flugzeugkaverne Zeljava, die seinerzeit von der jugoslawischen Armee genutzt wurden. Zeitweise scheinen die Start-/Landebahnen mit Strohballen und alten Autoreifen abgesperrt zu sein, so dass niemand mit einem Vierrädrigen Fahrzeug auf das Airfield kommt. Heute war dies nicht so. Ein paar Ballen und Reifen waren verschoben worden und ermöglichten den Zugang.

Wir wollten jedoch zunächst einen Blick in die Tunnel werfen, in denen Flugzeuge geparkt und repariert wurden. Um die 3 km beträgt die Strecke in den Tunneln. Sehr gute Taschenlampen und etwas wärmere Kleidung sind für einen Besuch unerlässlich.




Vor dem zweiten Tunnel parkte ein Reisebus und die Gesellschaft stieg gerade aus. Daher parkten wir Allmo vor dem ersten Tunnel. Der Bosnier erzählte uns, dass im Sommer dieses Jahres täglich 2000 bis 3000 Leute zur Zeljava Flugzeugkaverne kamen. Von Lost Place ist da also gar nichts mehr, sondern Bustourismus pur.

Bewaffnet mit drei Taschenlampen gingen wir also in den rechten Tunnel hinein. Im Eingangsbereich hingen riesige Betonklötze an den Armierungseisen halb von der Decke. An einigen Stellen fehlen im Boden die Revisionsdeckel, ein Blick auf den Boden kann somit nicht schaden. Wir liefen eine Weile durch den Tunnel, schauten ab und zu in kleine Nischen und hielten uns an einer Kreuzung links. Und dann waren wir auch schon bei dem linken Tunnel. Ungefähr 20 Minuten benötigten wir für die Erkundung.

Auf dem Weg kam uns natürlich die Reisegruppe mit Führer entgegen. Daher wussten wir, dass wir an dem anderen Tunnel auskommen würden. Andere Abzweige führten unterwegs weiter in den Tunnel hinein, worauf wir jedoch verzichteten.

Eine Fahrt über die Start- und Landebahnen konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir fragten vorsichtshalber einen Polizisten mit einem Zivilen Fahrzeug, ob es in Ordnung ist, über das Gelände zu fahren. Kein Problem. Ja dann!!! Frank fuhr mit Allmo mit Vollgas über die Bahn. Ich durfte zwischendurch aussteigen und die beiden dabei filmen.

Nachdem ich auf Krk vor ein paar Tagen bei dem Steinbruch-Gelände wenige Minuten hinter dem Steuer gesessen hatte, musste ich jetzt auch ans Steuer. Frank meinte, dass ich so mal etwas schneller fahren und auch bremsen üben könnte. Bis auf 70 kmh schaffte ich es. Nun gut, es war kein weiteres Fahrzeug unterwegs und die Fahrbahn war breit genug. Da konnte ich nicht all zu viel kaputt machen 😉 Auch die Löcher in der Fahrbahn schaffte ich zu umrunden.

Bevor es von dem Areal hinunter ging, wechselten wir wieder die Plätze. Nun war es bis zur kroatisch-bosnischen Grenze nicht mehr weit. Unsere Handys befanden sich mittlerweile schon im bosnischen Netz.

Wer an weiteren Informationen zur ehemaligen Flugzeugkaverne Zeljava interessiert ist, findet diese hier.

tbc

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