Auf einem anderen Weg fuhren wir zurück in Richtung Meer. Die schmale Straße hatte ganz schön viel Gefälle und entsprechend musste Allmos Motorbremse fleißig arbeiten. Auf ungefähr halbem Weg war der Arco del Jurado, der auch Arco de la Linde genannt wird (bei Karten-Gockel lautet die Bezeichnung Arco facto), unser Ziel.

Wir parkten Allmo am linken Straßenrand, wo locker Platz für fünf Pkws war. Auf Karten-Gockel ist dort eine Bushaltestelle eingezeichnet, ein Schild war vor Ort allerdings nicht zu sehen.

Der Platz befindet sich in etwas auf einer Höhe mit dem Arco und parallel zu einem der vielen Windräder. Gegenüber vom Parkplatz führt ein geschotterter Weg in Richtung Barranco. An der linken Mauer hing ein windschiefer Briefkasten mit der Nummer 26.

Wir folgten dem Weg und ignorierten ein paar hundert Meter weiter die Kette, die über den Weg hing und das Schild mit „Prohibido el Paso“, denn einen anderen Weg konnten wir nicht erkennen. Es gab auch kein Schild, dass auf den Arco hinwies.

Also folgten wir weiter der geschotterten Straße, die recht steil bergab ging. Franks Knie, welches im wieder mehr Schmerzen bereitet, fand das ganze sehr unspaßig. Aber das Ziel war nicht weit entfernt.

Anstatt der Piste weiter um die Kurve herum zu folgen (geradeaus lag das Barranco de las Vigas o de Cera), bogen wir nach rechts ab und folgten einem kleinen Trampelpfad, der teilweise sichtbar war. Dann mussten wir ein wenig über Felsen klettern.



Ein Glöckchen, verbunden mit einem Meckern, war zu hören. Na wo steckt denn das Tier dazu? Und dann entdeckten wir die Ziege in einer waghalsigen Position auf der anderen Seite des Barrancos. Nun gut, sie wird hoffentlich wissen, was sie da tut.

Der Arco musste nun eigentlich genau vor uns liegen und als ich mir dann so bewusst die Landschaft ansah, stellte ich fest, dass wir auf gutem Weg waren über diesen Felsbogen drüber zu laufen. Das wollten wir ja nicht und hielten uns stattdessen rechts, wo dann auch wieder ein Trampelpfad sichtbar war. Dieser führte uns direkt neben den Arco del Jurado, so dass wir einen schönen Blick auf den großen Bogen hatten.

Natürlich konnte Frank es sich nicht nehmen lassen, weiter hinunter zu gehen, Knieschmerzen hin oder her. Wenn wir schon mal da sind … Also folgte ich ihm.

Wir konnten Kletterhaken am Felsen erkennen. Die Felswand des Barrancos, die sich hinter dem Arco befand, bestand aus interessanten Basaltsäulen. Auch der Arco del Jurado ist ein Basaltbogen. Mit einer Spannweite von 50 Metern und 25 Metern Höhe ist er der größte Basaltbogen der Insel.


Diese Ausmaße wurden uns so richtig bewusst, als wir unterhalb des Bogens standen und ich Mühe hatte, diesen ohne Weitwinkel überhaupt irgendwie aufs Bild zu bekommen. Wie klein wir doch waren, als wir unter dem Bogen standen.
Diese Ausmaße wurden uns so richtig bewusst, als wir unterhalb des Bogens standen und ich Mühe hatte, diesen ohne Weitwinkel überhaupt irgendwie aufs Bild zu bekommen. Wie klein wir doch waren, als wir unter dem Bogen standen.


Was den Blick auf diesen hübschen Bogen und das Barranco etwas trübt sind nicht nur die Foliengewächshäuser, sondern auch das Windrad, was sich dort unmittelbar befand. Erstmal sah es nicht schön aus, aber auch die Lärmbelästigung durch die Rotorblätter war enorm.

Auf dem Rückweg folgten wir dem eigentlichen Trampelpfad, den wir aus dieser Richtung gut erkennen konnte, außerdem kamen uns auch drei Leute von dort entgegen. Wir kamen kurz ins Gespräch und direkt einen Übernachtungs-/Stellplatz angeboten, wenn wir in den Norden von Teneriffa kommen.

Der „richtige“ Weg war also noch kürzer als der den wir auf dem Hinweg gegangen waren.

Gegenüber von unserem Parkplatz sahen wir hinter den – wie so oft – nicht mehr genutzten Terrassenfeldern, in den hellen Lavastein geschlagenen Höhlen.

Die weiteren beiden Tagespunkte (Reste einer Kirche – Ruinas Iglesia San Joaquin und die Fahrt vorbei an Wasserbecken, die für die Landwirtschaft angelegt wurden, aber nicht genutzt werden – also eigentlich so wie an vielen anderen Stellen auch), ließen wir ausfallen und fuhren direkt weiter bis ans Wasser.

Tbc

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