Christmas Street



Von Aldi war es bis zum Parkplatz am El Bufadero nicht mehr weit. Dort waren wir Anfang letzter Woche bereits, um uns das Blasloch anzusehen. Der Grund, warum wir heute dort übernachten (was letzte Woche so gar nicht in Frage kam), war die „Christmas Street“ im angrenzenden Wohnviertel. Die weihnachtlichen Dekorationen entlang der Straße wollten wir uns unbedingt im Dunklen ansehen.


Nachdem wir uns für die Nacht vernünftig eingeparkt hatten, wollte ich mir die Dekorationen schon mal bei Tageslicht ansehen. Bei unserem letzten Besuch war kaum etwas zu sehen. Jetzt waren schon deutlich mehr Häuser dekoriert. Aber längst nicht alle.

Mit einer Anwohnerin, die den Orient-Express an der Hauswand entlang aufbaute, kam ich ins Gespräch. Mit schlechtem Englisch und Spanisch kamen wir halbwegs klar. Sie erklärte mir, dass erst zum Lichterfest am 10.12. alle weihnachtlichen Dekorationen fertig sind. Wie schade. Ein weiteres Mal werden wir dafür jedoch nicht an den Ort zurückkehren.

Frank verbrachte die Zwischenzeit mit Blick auf das Meer und ich setzte mich eine Weile zu ihm. So ohne Sonne und nur im T-Shirt war es dann doch recht schnell zu frisch, so dass wir uns in Allmo verkrochen. Regen ist nicht gemeldet, also steht eine Nacht im Dachzelt an.

Abends gingen wir gemeinsam zur „Christmas Street“, auch wenn noch nicht die ganze Nachbarschaft geschmückt ist. Die Dame, mit der ich vorhin gesprochen hatte, war noch fleißig gewesen. Inzwischen hingen auch drei Personenwaggons des Orient-Express. Für den vierten Wagen war an der Mauer kein Platz mehr.



Ein paar Nachbarn standen auf der Straße und waren fleißig mit am Werkeln. Eine Nachbarin sprach sehr gut Englisch und übersetzte, wo es kleine Stolpersteine gab. Wir erfuhren, dass die Dekorationen jedes Jahr unterschiedlich sind. Es wäre aber kein Wettkampf innerhalb der Nachbarschaft, sondern ein Miteinander. An Halloween wird die Straße ebenfalls dekoriert.

Als wir uns mit den Worten „feliz fiestas“ verabschiedeten, erwähnte die Nachbarin, dass wir zum Ende der Wochen nochmal wiederkommen müssten, dann würde die ganze Straße leuchten. Wir erzählten, dass wir weiter in den Süden und dann wieder in den Norden fahren, und vermutlich nicht nochmal hierhin kommen werden. Aber wer weiß …

Zurück bei Allmo verspeisten wir noch die Reste vom Mittagessen und gönnten uns zum Nachtisch ein Eis. Interessanterweise war es nun gefühlt viel wärmer draußen als am späten Nachmittag, als wir auf der Bank saßen. Merkwürdig.

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Happy Nikolaus!
Happy Nikolaus!



Auf einem Parkplatz am Rande einer Bebauung zu übernachten, wenn am nächsten Tag ein Feiertag ist, war wohl keine ganz so schlaue Idee. Bis nach 2 Uhr fuhren immer wieder Autos auf den Parkplatz, Musik war zu hören, Menschen unterhielten sich lautstark. Als Ruhe einkehrte war es dafür aber wirklich sehr ruhig.


Tanken und Einkaufen



Am Morgen war es zunächst noch stark bewölkt, was uns nicht weiter störte. Viel auf dem Programm stand eh nicht. Allmos Durst stillten wir unterwegs für sehr günstige 1,075 Euro/Liter. Lidl öffnete wie immer erst um 9 Uhr, so dass wir noch ein paar Minuten auf dem Parkplatz warten mussten. Heute ist war „Tag der Verfassung – Dia de la Constitucion“, wodurch wir uns nicht sicher waren, ob die Geschäfte überhaupt geöffnet haben. So waren wir froh, noch ein wenig bei Lidl einkaufen zu können. Zumal wir ja immer schauen müssen, dass die Parkplätze keine Höhenbeschränkungen aufweisen, was sich auf Gran Canaria als ein großes Problem herausgestellt hat.

ein noch ein altes Teil
noch ein altes Teil
ein historisches Flugzeug
ein historisches Flugzeug


Waschtag



Anschließend ging’s über die Autobahn weiter in den Süden. Die Camper freundlich BP-Tankstelle in El Doctoral war unser Ziel. Dort waren wir letzte Woche zum Entsorgen und um Allmo mal so richtig mit dem Hochdruckreiniger an den Lack zu gehen.


Heute war der Hauptgrund unsere Wäsche. Auf dem Gelände der Tankstelle gibt es neben der Waschstraße für Pkws und den Waschboxen für Pkws und LKWs auch eine Waschanlage für Hunde und einen Bereich mit Waschmaschinen und Trockner. Fehlen nur noch Duschen für den Menschen.

Nachdem die Waschmaschine gefüllt war und ihre Runden drehte, füllten wir zunächst Allmos Frischwassertank auf. Für 1 Euro soll es ungefähr 70 Liter Wasser geben. Wobei die Wasserzapfsäule 400 Sekunden freigegeben ist. Je nach Fließgeschwindigkeit gibt’s halt mehr oder weniger Wasser.

Den Reifendruck überprüfte Frank auch noch. Dann ging’s noch zum Entsorgung und eine Runde mit dem Hochdruckreiniger bekam Allmo auch noch spendiert.

Währenddessen wechselte ein Teil der Waschladung von der Waschmaschine in den Trockner. Den nicht Trocknen geeigneten Teil der Wäsche legte ich zusammen. Das kommt dann gleich auf die Wäscheleine.



Nach 18 Minuten im Trockner waren die Waschlappen zwar noch nicht ganz trocken, der Rest jedoch schon (später sollten wir feststellen, dass unser Spannbettlaken die mittlere Trocknertemperatur wohl nicht so gut fand. Es hatte an einer Ecke Brandlöcher. So ist es halt.

Ich hatte uns einen Platz am Meer ausgesucht, wo wir (hoffentlich) in Ruhe die Wäscheleine aufspannen können. Auf der geschotterten Fläche, hinter Gewächshäusern, an einer nur sehr wenig befahrenen Straße, stellten wir Allmo mit etwas Sichtschutz zur Straße hin, ab.

Die Wäscheleinen waren schnell einsatzbereit. Heute Morgen hatten wir noch den Eindruck, dass es windstill war. Jetzt wehte es ganz gut. Schnell hing ich alles was noch nass war in den Wind. Bis das trocken ist wird es bei Sonne und Wind ja nicht sehr lange dauern.

Anschließend schwang ich mich unter unsere Dusche. Frank duschte später auch noch. Bis auf Emma sind heute alle und alles sauber geworden.


Während ich duschte, zogen aus der Windrichtung dunkle Regenwolken auf uns zu. Für den Nachmittag war eigentlich erst Regen gemeldet. Alles was an Kleidung trocken war nahm ich nach und nach von den Wäscheleinen herunter. Bloß kein Risiko eingehen, dass irgendetwas wieder nass werden könnte. Doch das war unnötig. Noch zogen die Regenwolken an uns vorbei.

Einen Mittagssnack gönnten wir uns auch noch. Danach packten wir alles zusammen und verließen den nicht schönen Platz. Die Rotoren der Windräder waren dann doch etwas zu laut, und hübsch war die geschotterte Fläche auch nicht.

Wir fuhren aber nur wenige Kilometer weiter, auf die südliche Seite von Pozo Izquierdo.

Tbc

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