Saladi Beach Hotel



Schon von Weitem ragte das Salidi Beach Hotel am Salanti Beach aus der Landschaft heraus. So groß und hässlich hatten wir uns den Komplex des ehemaligen FKK-Hotels nicht vorgestellt. Kein schöner Anblick, wenn man auf die grünen Hügel und das blaue Meer blickt und mittendrin ein Betonklotz steht.

Erstaunlicherweise befand sich kein einziger Camper auf dem weitläufigen Strandareal, dabei war in der Park4Night App noch vor wenigen Tagen zu lesen, dass 10 – 15 Camper sich (anscheinend auch länger) dort niedergelassen hatten. Vermutlich gab es eine Räumungsaktion der Polizei, anders können wir es uns kaum erklären, dass dort niemand war. Später kam noch ein weiteres Fahrzeug hinzu, was mit uns auf der Bergstraße unterwegs war und auch bei den Dolinen.



Einen ersten Spaziergang unternahmen wir noch zu den Außenanlagen des ehemaligen Hotels. Wir besuchten das Theater, spielten Tennis und Volleyball. Anschließend gönnten wir uns eine Partie Minigolf und zum Abschluss machten wir es uns an der Pool-Bar gemütlich. Nein … Da geht die Phantasiewohl mit mir durch.

In den 1970er Jahren erlebte das damalige FKK-Hotel seinen Boom. Doch die freie Körperkultur missfiel der griechischen Bevölkerung und auch der Bischof von Idra wurde 1980 in die Proteste mit einbezogen. Der Besitzer führte das Hotel dann bis Mitte der 90er Jahre als normales Hotel weiter, konnte jedoch nie an die Glanzzeiten der 70er Jahre anknüpfen. Seit dem steht das Gebäude leer und ist Plünderungen, Vandalismus und dem allgemeinen Verfall ausgesetzt.





Viele der Wege in der Anlage sind überwuchert. Die Pinien- und Eukalyptusbäume sind über die Jahre ungehindert gewachsen, die Natur holt sich eifrig alles zurück.

Den Hotel-Komplex und die im Wald gelegenen Bungalows werden wir uns am nächsten Tag näher ansehen.

Der eh schon frische Wind frischte am späten Nachmittag/Abend noch weiter auf. Allmo geriet bei den Böen mächtig ins Wackeln.



Freitag, 10. Februar 2023




Und täglich grüßt das Murmeltier bzw. eine dicke Wolkendecke. Was nicht weiter tragisch war, wollten wir uns doch nach dem Frühstück ein wenig im Saladi Beach Hotel umsehen. Vieles an Mobiliar aus den Zimmern war entweder gestohlen oder zerstört worden. Hinter der Rezeption und in der Zwischenetage lagen in diversen Räumen alte Geschäftsunterlagen auf den Böden verteilt. Selbst die Badewannen fehlten in den unteren Etagen. Wo eigentlich die Motoren für die Aufzüge standen, fanden wir nur noch leere Betonsockel vor. Die Aufzugtüren selbst waren in den jeweiligen Etagen nicht mehr vorhanden und garantieren freien Fall.



Mehrere Reihen an Bungalows mit jeweils um die fünf Zimmer standen im Wald verteilt. Alle mit kleiner Terrasse und Blick auf das Meer bzw. die schattenspendenden Bäume.




Insgesamt soll die Anlage über 600 Betten auf die acht Stockwerke des Hotels und die Bungalows verteilt, verfügt haben.

Im Keller fanden wir noch einen ganzen und zwei halbe Figuren eines großen Schachspiels. Das dazugehörige Schachfeld hatten wir auf dem Außengelände nicht gesehen.




Nachdem wir noch ein wenig mit unseren Nachbarn plauderten, fuhren wir ganz drei Kilometer weiter.

Franchthi Cave



Am Lampagianna Beach parkten wir Allmo direkt passend für die Nacht ein. Für eine Weiterfahrt war es nämlich viel zu Schade. Vom Ende des Strandes aus führt ein ungefähr 750 Meter langer Wanderweg zur Franchthi Cave.

Damit Emma nicht noch mehr einrostet, zwangen wir sie zu ihrem Glück und steckten sie in den Body. Natürlich sagte ihr Instinkt, dass sie nicht nach vorne, sondern sich umdrehen und zurücklaufen muss. Denn dort befand sich ihr sicherer Hafen = Allmo.

Also trugen wir sie auf dem Hinweg über die Felsen, Steine und schmalen Wege. Kurz vor dem Eingang der Höhle befand sich ein kleiner Bootsanleger (für das Wassertaxi aus dem angrenzenden Dorf).





Zum Meer hin hat die Höhle eine riesige Öffnung. Auch auf der gegenüberliegenden Seite hatte es vor Urzeiten mal einen Einbruch der Decke gegeben. Wir gingen durch das Tor, das abends vermutlich wieder abgeschlossen wird. Schön angelegte Bretterwege führten Emma und uns einmal durch die Höhle durch.

Fundstücke in der Höhle sollen aus einer Zeit bis zu 40.000 Jahre vor Christus stammen.

Drei Viertel des Rückwegs lief Emma dann tatsächlich auf ihren eigenen Pfoten zurück zu Allmo. Als ich sie einmal hoch hob, um sie wieder auf die richtige Spur zu setzen, hatte sie nichts besseres zu tun, als ihre Blase zu entleeren. Bis Frank mich daraufhin wies, dass es aus der Katze rausplätschert, war meine Hose bereits etwas vom warmen Katzenpipi getroffen worden. Zurück bei Allmo, war die Hose wieder trocken 😉





Tatsächlich blieben wir für die Nacht am Lampagianna Beach stehen. Am Abend gingen die Lichter auf der uns gegenüberliegenden kleinen Insel Kiladia an.



Samstag, 11. Februar 2023



Zum Frühstück gab es für jeden nur ein halbes Brötchen. Auch unabhängig davon, dass unser Brotvorrat erschöpft war, wären wir auch so weitergefahren.

tbc

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