Internet-Karte Ultra Tourist 2



Um auch auf Reisen den Kontakt zur Außenwelt nicht zu verlieren, ist für uns die Beschaffung einer lokalen SIM-Karten meist das Erste, worum wir uns in einem neuen Land kümmern. Klar funktionieren unsere deutschen SIM-Karten auch im EU-Ausland. Allerdings haben wir nur kleine Verträge (also mit wenig GB-Datenvolumen), was für mich knapp reicht, aber womit Frank bei Weitem nicht auskommt. Nur verständlich, schließlich benötigt er das Internet zum Arbeiten.

Nachfolgend führen wir auf, von welchem Anbieter wir eine Internet-Karte in welchem Land gekauft haben. Mit allen Karten war die Einrichtung eines Hot Spots möglich.


Länder in alphabetischer Reihenfolge


Albanien

Achtung: Nicht-EU

Touristenkarte von Vodafone (das Netz soll besser sein als das von One) mit 35 GB für 21 Tage zu 2000 LEK bzw. 17 Euro

Erhältlich in kleinen kioskähnlichen Lebensmittelläden. Am besten nur dort kaufen, wo es auch eine Übersicht von Vodafone über die Tarife gibt. Im ersten Laden wollte der Typ uns abzocken.

Die richtige APN zog sich nicht von selber, aber die Ladenbesitzerin konnte schnell die Karte ans Laufen bringen.

(Stand November 2022)

Bosnien

Achtung: Nicht-EU

Bei bh telekom gibt es für 40 Mark die Ultra Tourist 2 Sim Karte, mit 30 GB mobiles Internet für 30 Tage. Die Karte musste nicht registriert werden, einfach einlegen und loslegen.

Alternativ gibt es auch eine Karte Ultra Tourist 1 Karte: 15 GB – 10 Tage – 20 Mark

Wir kauften unsere Karte an einem Stand in einem Einkaufszentrum bei Bihac. In der Stadt selber sahen wir einen Kiosk, an dem die Karte von bh telekom auch verkauft wurde. Die Dame im Kiosk war uns mit der Einstellung der APN behilflich, denn automatisch hatte sich nicht die richtige APN gebildet. Danach waren wir online.

(Stand Oktober 2022)


Frankreich

Handykarte von free.
Gültig für einen Monat mit 150 GB Datenvolumen für 19,99 Euro zzgl. 10 Euro für die SIM Card.

Erhältlich an Automaten in Zeitschriftenläden  (z. B. Dif presse). Eine Auflistung der Standorte gibt es auf der Internetseite von free.

Einziger Haken: Es muss eine Adresse in Frankreich eingegeben werden. Wir gaben die Anschrift von dem Zeitschriftenladen ein, in dem der SIM-Karten-Automat stand.

Im EU-Ausland hätten wir mit reduziertem Datenvolumen weitersurfen können (ich meine es sind 25 GB). Für uns war es nicht relevant, weil wir nach genau einem Monat Frankreich verließen.

Eine Anleitung zum Kauf der SIM-Karte am Automaten gibt es hier.

(Stand Oktober 2021)

Griechenland

Wind simplify on the go:
30 GB für 25 Euro – Gültigkeit: 60 Tage

Alternativ: 20 GB für 20 Euro – Gültigkeit: 60 Tage

Erhältlich im WIND Store. Eine Verlängerung ist über die Internetseite mit ein bisschen suchen möglich. Die Bezahlung erfolgt mittels Kreditkarte. Entsprechend der geleisteten Zahlung wird das Paket verlängert.

Von einem anderen Camper erfuhren wir, dass er für 30 Euro unlimited Internet für 60 Tage hatte. Ob dies eine Aktion war wissen wir nicht.

WIND ist zum 01.01.2023 mit Nova fusioniert.

(Stand Dezember 2022)

Italien

W3 Wind Tre:

Eigentlich war der Plan den Italy Tourist Pass, bei dem es 20 GB für 30 Tage für 25 Euro (10 Euro für die SIM-Karte und 15,00 Euro für den Tourist Pass) zu erwerben.

Für das gleiche Geld bot die Dame im Store 200 GB Datenvolumen für einen Monat an. Und die Prepaid Karte könnte auch verlängert werden, wenn wir das Konto wieder auffüllen. Die Karte haben wir nicht verlängert, da wir nach Ablauf des Monats in der nicht-EU unterwegs waren.

Das EU-Roaming war begrenzt. Bei dem Tourist Pass wären dies 13,7 GB gewesen. Wie das bei unserer Karte limitiert war wissen wir nicht.

Besorgt in einem Laden in einem kleinen Einkaufszentrum hinter der Grenze.

(Stand September 2022)



Montenegro

Achtung: Nicht-EU

Es gibt Internet-Karten mit einer Gültigkeit von 15 Tagen (10 Euro – 500 GB) bzw. 30 Tage Gültigkeit (15 Euro – 500 GB) von One Telenor.

Ein identisches Angebot bietet auch die Telekom an.

Abgesehen von den entsprechenden Läden gibt es die Karten auch in kleinen Kiosken, die am Straßenrand zu finden sind.

Mit der Netzabdeckung von One Telenor waren wir zufrieden. Ob Telekom besser oder schlechter ist, wissen wir nicht.

(Stand November 2022)

Portugal

Aus der Not heraus (wir hatten vor dem Grenzübertritt von Spanien nach Portugal nicht daran gedacht unsere Digi-Mobil Karte aufzuladen) kauften wir in einem Einkaufszentrum an einem Handyladen eine günstige Internetkarte, damit wir die wenigen Tage in Portugal mobil sind. Mit Übertritt der Grenze nach Spanien war die Karte sofort ohne jegliche Funktion.
Bei einem längeren Aufenthalt in Portugal würden wir uns vorher genauer erkundigen, was für uns die beste Wahl ist.

Schweiz

Eine etwas längere Story. Um es kurz zu machen: Einfacher ist bei einem kurzen Aufenthalt über den deutschen Tarif ein Paket für die Schweiz zu buchen.


Schweizer Aldi Talk Karte:

Zum Erwerb der Karte mussten wir einen Bogen ausfüllen und es wurde eine Ausweiskopie angefertigt, damit die Karte registriert werden kann. Die reine SIM-Karte kostet 10 CHF und enthält 20 CHF Start-Guthaben. Wir wollten die Tarif Smart M wählen, bei welchem wir 20 GB für 24,90 CHF zur Verfügung hätten.

Für uns unglücklicherweise, für die Schweizer natürlich ganz schlau, gab es nur die Möglichkeit zusätzlich 20 CHF als Guthaben aufzuladen. Wobei uns 5 CHF gereicht hätten. Kleinere Stückelungen gab es nicht. Na super … Aber es half ja nichts.

Wie sich am nächsten Tag zeigen sollte, hatten wir mit diesem Aufladebetrag Glück im Unglück. Als ob wir nicht schon in Deutschland genug Bürokratie gewohnt sind, so scheint es in der Schweiz noch bürokratischer zuzugehen. Zumindest was die Handykarte anbelangt.

Denn eine Freischaltung kann bis zu zwei Tage in Anspruch nehmen. Gefühlt wären wir dann schon fast wieder aus der Schweiz raus.

Im free-Wifi in Vaduz, Liechtenstein, empfing Frank eine E-Mail zur Verifizierung. Er bestätigte den Link und irgendwann später tat die Schweizer Karte tatsächlich ihren Dienst. Doch wie soll man ein Datenpaket bzw. einen Prepaid-Tarif buchen, wenn man kein Internet hat? Das Einbuchen ins Netz, um das Problem irgendwie zu lösen, war ein teuer Spaß, denn mal eben waren 15,11 CHF weg. Mit dem verbleibenden Guthaben von 24,89 CHF bekämen wir den Smart M-Tarif nicht gebucht. Super!!!

Kurzerhand rief Frank die Service Hotline an. Der freundliche Mitarbeiter erkannte unser Dilemma und war sehr hilfsbereit. Von einem Sammelkonto buchte er 3 CHF um, und hinterlegte zu der Schweizer Rufnummer auch gleich das passende Datenpaket. Nun hatten wir quasi noch ein paar Franken zu viel auf dem Guthabenkonto, was uns nicht weiter störte.

Über die App konnte Frank nun, mit einem Passwort, welches der Hotline-Mitarbeiter für uns hinterlegte, auch selbst in die App gehen.

(Stand September 2022)



Spanien

Wir liefen uns in Pamplona die Hacken ab, um den kleinen Laden zu finden, an dem es laut der Internetseite von Simyo eine SIM-Karte gab. Mit Händen und Füßen verständigten wir uns mit dem jungen Typen und erwarben letztlich eine Prepaid-Karte von Digi-Mobil.

Für 20 Euro erhielten wir 40 GB für 30 Tage. Für die Registrierung der Karte wird der Personalausweis benötigt. Mangels Kommunikationsmöglichkeit wurde leider keine E-Mail-Adresse von uns hinterlegt, was eine Kontrolle des Datenvolumens und ein eigenständiges Aufladen leider nicht möglich machte.

Über die Digi-Mobil-Hotline erfuhren wir, dass auch an den Repsol Tankstellen, die es gefühlt überall gibt, die Karte aufgeladen werden kann. Was während der weiteren Reise problemlos funktionierte. Ob wir dort auch eine SIM-Karte hätten kaufen können wissen wir nicht.

Ich glaube beim dritten Aufladen konnten wir plötzlich anstatt über 40 GB über 100 GB. Vermutlich war das eine Sonderaktion.

Ein reduziertes Datenvolumen steht im EU-Ausland zur Verfügung (ich meine es waren 15 GB). Dummerweise hatten wir vor unserem Grenzübertritt nach Portugal nicht darüber nachgedacht die Karte wieder aufzuladen. Auf dem Rückweg in Frankreich konnten wir mit der spanischen Karte problemlos surfen.

(Stand November 2021 – März 2022)

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