Safaripark Beekse Bergen



Abgesehen vom TÜV-Termin hatte sich Allmo nach der 4×4 Messe Rhein-Waal letztes Jahr im August kaum fortbewegt. Daher waren nicht nur Allmo, sondern auch wir, voller Freude, als wir mit unserem Neffen in die Niederlande zum Safaripark Beekse Bergen fuhren.

Geplant war der Ausflug eigentlich schon für das letzte Jahr als Kommuniongeschenk. Doch Corona machte uns 2020 einen Strich durch die Rechnung. Obwohl der Vakantiepark/Safaripark sehr kulant war und unseren Gutschein um weitere 13 Monate verlängert hatte (bis Mai 2023), wollten wir nun endlich das Geschenk einlösen.


Wir behielten die Wettervorhersage im Auge und buchten spontan mit drei Tagen Vorlauf unseren Stellplatz in der Parzelle „Panter“ im angrenzenden Vakantiepark. Mit dem dazu gebuchten Attraktionspass konnten wir während unseres Aufenthalts nicht nur den Safaripark Beekse Bergen, sondern auch das Speelland Beekse Bergen und weitere 4 Parks besuchen.

Am Freitagmorgen holten wir unseren ahnungslosen Neffen mit Allmo ab und machten uns auf den Weg in das ca. 100 km entfernte Hilvarenbeek. Nach ungefähr 1,5 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht und schlugen direkt den Weg in den Safaripark ein. Am Eingangsbereich besorgte ich uns noch schnell ein Ausfahrticket für 5 Euro, denn das war nicht im Attraktionspass enthalten.


Allmo (gefühlt) in Afrika



Aus Sorge, dass unser Allmo von der Höhe und der Breite nicht durch die „normale“ PKW-Zufahrt zur Auto-Safari passen würde, durften wir die Busspur nutzen und schon konnte unser Abenteuer Afrika beginnen. Zu Beginn liefen uns direkt Wasserböcke und Oryx-Antilopen über den Weg. Bei den Raubtieren hatten wir tatsächlich Glück zwei Geparden im Gras liegen zu sehen. So ein hoher Sitzplatz war doch sehr von Vorteil. Wobei sich auch das ein oder andere (kleine) Tier erschreckte als unser Allmo angerumpelt und zum Stehen kam. So eine Luftdruckbremse kann wirklich furchterregend sein.



Praktischerweise ist der Fahrweg im Safaripark so angelegt, dass er an Futterstellen vorbei führt, so dass wir viele Tiere hautnah sehen konnten. Nach der Hälfte der Strecke legten wir oben im Norden des Parks im Kongoplein eine Allmo-Pause ein. Nun wollten wir uns zu Fuß auf Wandersafari begeben. Wir sahen u. a. Okapis, Hyänen, Erdmännchen, Flamingos, Gorillas, Nashörner, … 




Ein kleines Schimpansen Baby spielte Fangen mit den Größeren und hatte sichtlich seinen Spaß. Das Klappern der Storche lag überall in der Luft. Allmählich begannen die Füße zu qualmen, kurzerhand bogen wir im Afrikadorp mit seinen runden Lehmhütten wieder in Richtung Norden zum Kongeplein ab.






Mit Allmo hatten wir schneller als erwartet die restliche Autosafari absolviert. Lediglich bei den Giraffen, die es wohl mögen Autodächer anzuschlecken (es gibt sogar ein Warnschild) und den Zebras reihten wir uns eine Weile in die Schlange der kleinen Autos ein.




Übernachtungen im Vakantiepark Beekse Bergen



Nachdem wir den Safaripark verlassen hatten (der Schalter für das Ausfahrticket war nicht für unseren Allmo ausgelegt, somit sprang ich kurzerhand raus und lief einmal um Allmo rum), führte uns der Weg direkt in den Vakantiepark Beekse Bergen. Schnell war unsere Parzelle im Panter Camp gefunden. Wie sich zeigen sollte, hatten wir den Bereich, der über vier Stellplätze verfügt, ganz für uns alleine. Es dauerte eine Weile bis wir die Zeltplane an Allmos Reling befestigt hatten, dabei bruzelten wir ganz gut in der Sonne. Im Anschluss begannen wir direkt mit dem Kochen, denn so eine Safari machte uns ganz schön hungrig. Nach dem frühen Abendessen gingen wir noch an den Strand, der direkt gegenüber auf der andere Straßenseite lag. Das Wasser war angenehm erfrischend und die Sonne trocknete und wärmte uns im Anschluss. Während Florian und ich Federball spielten hörten wir von irgendwo Musik. Wir ließen Frank bei Allmo und machten uns auf die Suche wo die ganze Zeit die Live-Musik her kam. Neben den Hüpfburgen waren Tische und Bänke aufgestellt, es gab eine Bühne und einen Bier-/Eiswagen. Leider wurde gerade die Luft aus den Spielgeräten gelassen, so dass wir wieder zu Frank und Allmo zurückkehrten. Nun durfte sich auch Frank sportlich betätigen. Zum Frisbee spielen war ausreichend Platz und wir hatten unseren Spaß. Mit Kartenspielen ging der Abend sehr schnell rum.




Am nächsten Morgen beobachteten wir am Strand mehrere Gänse die mit ihren Jungen in See stechen wollten. Auf dem Weg zum See attackierten sich plötzlich zwei der Gänse. Sie bissen sich gegenseitig in die Flügel und dann rannten beide quer über den Strand, wobei sich die hintere bei der vorderen Gans im Gefieder festgebissen hatte. Was für ein Spektakel!

Zu Fuß unterwegs im Safaripark



Nach dem Frühstück ging es gut gestärkt mit den Rädern zum Safaripark. Zu Beginn ließen wir uns mit dem Boot in den Norden des Parks fahren. Dort begeisterten uns zunächst die Kattas, die unsere Nähe suchten, was sie allerdings nicht sollen. Der Ranger Talk zu den Kattas und Roten Varis fand leider nur auf Niederländisch statt, so dass wir nicht sehr viel verstanden.






Auch die Greifvogel-Show war nur auf Niederländisch. Wir begnügten uns damit die großen und kleinen Greifvögel zu bewundern. Besonders der Weißkopfseeadler und ein kleiner bunt schimmernder Vogel – dessen Namen wir nicht verstanden – hatten es uns angetan.






Wir wanderten immer weiter Richtung Süden bzw. zum Parkeingang zurück und waren vom vielen Laufen schon ganz erschöpft und konnten uns nur noch wenig für die Tiere begeistern.  Dabei gab es viel spannendes zu sehen. Tiger, die müde waren, Hippos, die uns kurz ein Lächeln schenkten, neugierige Mangusten, …







Die Elefanten taten uns sehr leid und irgendwie sahen sie auch traurig aus. Wenn man überlegt wieviele Kilometer sie in freier Wildbahn zurücklegen konnte das Freigehege einfach nicht aureichend groß sein. Wobei es den Hippos auch nicht wirklich besser ging.





Mit dem Rad ging es zurück zu Allmo. Etwas Erfrischung bekamen wir wieder am See – den wir mit vielen Gänsen teilen müssten-, bis wir hungrig wurden. Nach einem frühen Abendessen gingen wir bewaffnet mit Tischtennisschlägern zunächst Richtung der Hüpfburgen. Diesmal waren wir früh genug dort und Florian konnte sich austoben. Leider setzte Nieselregen ein und wir machten uns nach einer Weile auf den Rückweg.

Regen am Abend



Aus einem gemütlichen Spieleabend unter der Zeltplane wurde heute nicht sehr lange was. Der Regen wurde heftiger und dadurch wurde es auch etwas ungemütlich. Wir zogen in die Doka und quatschten noch eine ganze Weile bevor es später zum Schlafen in den Koffer ging. Da es eigentlich schon viel früher regnen sollte hatten wir eigentlich noch Glück mit dem Wetter.

Der Sonntag war zunächst noch bewölkt, was sich jedoch im Laufe des Morgens schnell ändern sollte.
Bis 11 Uhr mussten wir den Vakantiepark verlassen, was wir auch schafften. Bevor es wieder nach Hause ging hielten wir noch am Speelland an, dessen Eintritt beim Attraktionspass eingeschlossen ist.


Für kleine und größere Kinder gibt es dort allerlei Attraktionen mit und ohne Wasser. Insbesondere die Wasser-Donuts hatten es uns angetan. Danach waren wir drei patschnass. Die beiden Jungs wagten sich auch auf die Bob-Wasserrutsche. Ich begnügte mich damit den Bob für unseren Neffen den Turm hochzuschleppen. Nach drei Stunden reichte es uns dann und wir machten uns auf den Heimweg.

Auch wenn uns das richtige Afrika lieber ist, hatten wir dennoch eine schöne Zeit mit unserem Neffen. Das Wetter war besser als vorhergesagt, was uns sehr freute. Für Allmo war es nach Luxemburg, Belgien und Frankreich ein weiteres Land in seiner Ländersammlung. Ja, wir stehen mit ihm gerade noch am Anfang.

tbc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.