Purullena Badlands



Als wir vor rund einer Woche schon mal in Guadix waren, hatten wir im Nachbarort Purullena Badlands gesehen. Dort wollten wir zu einem Aussichtspunkt wandern. Das Ende der Welt (Fin del Mundo) war uns dann aber doch zu weit weg und somit begnügten wir uns mit anderen Aussichtspunkten.

Mit den Rädern fuhren wir die 4 km bis zu einem unscheinbaren Waldstück, wo es in die Purullena Badlands ging. Zu Beginn stellten wir die Räder unter einem Baum ab und gingen los. Wie wir feststellten hätten wir auch mit Allmo ein ganzes Stück fahren können (wäre er denn fahrbereit), aber die Füße taten es auch. Später verließen wir die Fahrspur und bogen in den Wald bzw. auf den Bergrücken ab, um dann am anderen Ende wieder auf eine Fahrspur zu treffen. Und dann hatten wir auch schon den ersten Aussichtspunkt, den Mirador de Marchal erreicht. Wir blickten auf die Purullena Badlands und auf ein kleines Dorf. Wieder fühlten wir uns ein klein wenig wie in Amerika.





Am Rim entlang gingen wir mit fantastischen Ausblicken bis zum Mirador de Purullena. Ein bisschen erinnerte uns der Blick hinab zwischen die Badlands mit den Bäumen dazwischen an den Bryce Canyon. Nur die Farbe passte nicht so ganz. Zwischen den Purullena Badlands sahen wir ganz kurz einen Fuchs und schwupp war er davon gehuscht.

Durch den Wald und entlang der Fahrstrecke ging es zurück zu den Rädern. Etwas mehr als 6 km hatten wir zu Fuß zurückgelegt. Eine Herde Bergziegen erschreckten wir bei ihrem Mittagsspaziergang.




Mit der letzten Power aus den Batterien ging es mit einem Zwischenstopp bei Lidl zurück zu Allmo.

Besuch im Waschsalon



Es war erst kurz nach 14 Uhr, so dass ich entschied heute noch zum Waschsalon zu fahren. Schnell die Wäsche noch sortiert und die Betten abgezogen. Bis der riesige Korb dann mit zwei Spanngurten auf Allmos Gepäckträger geschnallt war vergingen noch ein paar Minuten und dann konnte ich losradeln.

Natürlich waren zwei von zwei Waschmaschinen belegt, als ich den Korb vom Fahrrad runter gewuchtet und in den Salon geschleppt hatte. Wie gut, dass die schnellen Programme nur 30 Minuten laufen, dennoch war es unnütze Wartezeit. Die Dame, die die erste Maschine belegt hatte, kam irgendwann rein und befüllte die Maschine anschließend erneut. Na super.

Glücklicherweise kamen die Leute mit der zweiten Maschine nicht schnell genug wieder. Ich holte deren Wäsche (zum Glück nur Decken) schnell aus der Maschine und stopfte unseren ganzen Kram hinein. Nach 30 Minuten landete das meiste der frischduftenden Wäsche in den Trockner, wobei mir das Pärchen quasi ihre letzten 5 Minuten Trocknerzeit schenkte. Die waren wohl etwas ungeduldig. Worauf ich allerdings nicht geachtet hatte, war, dass der Trockner auf ganz heiß trocknen stand. Nun gut, es waren ja nur fünf Minuten. Danach fütterte ich den Trockner für 35 Minuten neu und stellte ihn auf die kleinste von den drei Trocknerstufen.

Jetzt aber mal raus aus den Laden, durchatmen. Die letzten 10 Minuten stellte ich den Trockner von der kleinsten auf die mittlere Stufe, weil die Bettwäsche doch noch feucht war. Und dann war die Trocknerzeit vorbei. Bis ich dann alles schön zusammengefaltet und ordentlich in den Wäschekorb verstaut hatte verging noch eine ganze Weile.

Auch wenn ich den Korb nicht so schön festgebunden bekam wie Frank zuvor, so schaffte ich es doch die Wäsche heile den einen Kilometer zurück zu transportieren. Frank hatte in der Zwischenzeit schon angefangen zu kochen.

Nach dem Essen ging er zu dem Mechanico, denn es war schon deutlich nach 17 Uhr. Der hatte zwar ein Ersaztteil geliefert bekommen, allerdings das Falsche. Während ich mich um den Abwasch, die Müllentsorgung und ums Betten beziehen kümmerte, fuhr Frank mit meinem Rad und seinem etwas geladenen Akku zu Deutz (da waren wir heute Morgen vorbei gekommen). Leider waren die und auch noch ein paar andere Mechaniker die er abklapperte, nicht in der Lage diese blöde Gummimanschette zu besorgen bzw. ignorierten ihn einfach.



Mittwoch, 26. Januar 2022


Tatsächlich begrüßte uns am Morgen kein blauer Himmel, sondern ein grau und grau und es regnete sogar etwas. Der Wind, der gestern bei Sonne noch zu ertragen war, war heute zum Abgewöhnen.

Nachdem wir gestern Abend noch Franks Vater mit dem Paketschein ausgestattet hatten, damit wir die Ersatzteile per DHL Express schnellstmöglich hier haben (das wäre dann Freitag)  und dieser direkt um 9 Uhr bei der Post mussten wir nur noch auf die Zustellung warten.

Das Kupplungsproblem ist behoben



Dennoch gab Frank nicht auf und radelte dann doch noch mal zu Iveco, wo man ihn gestern Abend ignoriert hatte. Und siehe da: irgendwo im hintersten Regal wurde aus dem Lager das passende Ersatzteil gefischt.

So schnell wie er wieder zurück war und das gut gelaunt, hatte ich nicht mit ihm gerechnet. Ich hatte gerade damit angefangen unser Aufbewahrungssystem ein wenig in der Doka zu optimieren. Damit war nun Schluss, die Doka musste wieder gekippt werden.

Der Berliner-Sauerländer-Schweizer-Frank unterstützte uns mit dem Einbau bzw. dem Entlüften, stellte uns noch einen kleinen Schlauch zur Verfügung, so dass wir auch wirklich keine Luftblasen mehr in der Kupplung hatten und siehe da: Die Kupplung funktionierte wieder. Man was waren wir glücklich.

Nur ein klein wenig ärgerten wir uns, dass wir für teures Geld (fast 60 Euro) das Paket per Express aufgegeben hatten. Aber das war nun nicht mehr zu ändern.

Zur Mittagszeit waren wir also rund um glücklich und zufrieden und fahrtüchtig.


jetzt können wir den Kupplungsnehmerzylinder reparieren
jetzt können wir den Kupplungsnehmerzylinder reparieren
der Kupplungsnehmerzylinder ist wieder zusammengebaut
der Kupplungsnehmerzylinder ist wieder zusammengebaut



Frank nutzte die frühe Stunde und widmete sich Büroaufgaben, während ich im Koffer noch etwas umräumen und verstauen musste.

Anstatt des angedachten Budenfutters (Döner) gab es selbstbelegte Sandwiches, denn der Döner öffnete erst wieder in zwei Stunden. Die Öffnungszeiten von Restaurants sind in Spanien echt zum Abgewöhnen.



Donnerstag, 27. Januar 2022


Nachdem Frank gestern tatsächlich noch in Guadix das passende Ersatzteil bekommen hatte waren  wir wieder fahrtüchtig. Nur doof, dass das Paket aus Deutschland per Express bereits auf den Weg gegeben war. Jetzt mussten wir bis Freitag in Guadix bleiben und hätten uns 60 Euro Versandkosten sparen können.

Auch heute war es wieder windig und bewölkt. Dennoch wollten wir ein wenig mit Allmo die Umgebung erkunden und schauen wie die Kupplung sich macht.

Wir quatschen noch eine ganze Weile mit unseren Nachbarn (Ralf und Jana, ein Schweizer Pärchen und ein Pärchen aus Scotland), bevor es dann erst nach Mittag auf die Straße ging.

tbc

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