Embalse de Negratin bei Zujar



Die Landschaft, besonders auf den letzten Kilometern (hinter der Ortschaft Zujar) entlang des Embalse de Negratin, war sagenhaft beeindruckend. Die Berge, der blaue See, einfach traumhaft! Selbst dafür hatte sich die Fahrt schon gelohnt.

Am Ziel angekommen sahen wir unten an der heißen Quelle Fahrzeuge stehen und auch auf der mittleren Etage standen welche. So viel also dazu, dass heute Bauarbeiten beginnen sollten und daher der Platz geräumt wurde. Für uns natürlich von Vorteil, dass dem nicht so war.

Franky wollte es sich natürlich nicht nehmen lassen und somit fuhren wir bis auf die untere Ebene, quasi direkt an die heiße Quelle. Vier Fahrzeuge standen bereits dort.

Während Franky noch telefonieren musste grub ich meine Badeschuhe aus dem Heck aus (was sich im Nachhinein als unsinnig herausstellte) und gönnte mir ein Bad in der heißen Quelle. Das Wasser war mit 40 Grad angenehm warm. Nachdem Franky sein Telefonat beendet hatte kam er auch ins Wasser.

Wir kamen ins Gespräch mit Christina, Hannes und Simon aus Mittenwald. Christina und Hannes hatten wir bereits vor ein paar Tagen/Wochen auf der Vorbeifahrt gesehen.

Es war schon ein klein wenig was los in der heißen Quelle. Auch Tagesausflüger kamen für ein Schlammbad dort hin.

Unser frühes Abendessen bestand aus Pommes mit Schweinefilet und Zwiebeln. Uns geht es schon gut.






Murmeltours stellte sich ein Stück abseits von uns hin und in der Dämmerung kamen noch zwei italienische Vans angefahren. Später, als wir im Dunkeln am Lagerfeuer mit den Mittenwaldern zusammen saßen kam sogar noch ein PKW die Strecke herunter geholpert.

Es war bereits halb 12 Uhr als wir uns in Allmo verkrochen. Dadurch, dass es recht windstill gewesen war, konnten wir es ganz gut am Lagerfeuer aushalten. In Allmo war es natürlich kalt und die Heizung war nicht lang genug an, um mir ein kuscheliges Gefühl zu geben. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich einschlafen konnte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir heute das erste Mal mit dem Kopf an den Füßen schlafen. Emma schien darüber leicht verwirrt, nahm dann jedoch – zum erstenmal seit Wochen – auf meinem Kopfkissen Platz.


Donnerstag, 20. Januar 2022



In der Nacht war es erstaunlicherweise sehr ruhig, was wir bei der Menge an Fahrzeugen und Hunden nicht erwartet hätten. Eine Dunstschicht lag am Morgen über der heißen Quelle von Zujar und dem Embalse de Negratin. Es hatte gefroren. Unser Duschsack  produzierte in der Doka Eis.

Nachdem Frühstück tauchten wir wieder in die heiße Quelle ein. Das Wasser war glasklar, weil der Schlamm noch nicht von den Menschen aufgewühlt wurde. Nur zwei andere Leute waren schon im Wasser.




Heißer Dampf stieg von der Oberfläche auf, nicht verwunderlich, war die Umgebungstemperatur mit vermutlichen Minusgraden deutlich kühler als das Wasser in der heißen Quelle bei Zujar.

Frank war so lieb zwischendurch die Standheizung im Koffer zu aktivieren, so dass ich später in einen warmen Koffer zum Umziehen gehen konnte. Dennoch kostete es ein klein wenig Überwindung das warme Wasser zu verlassen.

Langsam kam die Sonne hinter den Bergen hervor und der Nebel lichtete sich. In der Sonne war es direkt angenehm warm. Wir entschieden dennoch weiter zu fahren, denn Frank brauchte zum Arbeiten Netz und das war an der heißen Quelle wenig bis gar nicht vorhanden.

Nachdem wir uns wieder die Holperpiste hochgequält hatten fuhren wir nur um die Kurve, um uns auf dem Berg die Höhlenwohnungen anzusehen. Gleich merere Wohnungen waren in den Berg gebaut worden. Kaum das wir eine der Höhlen betreten hatten  war es direkt wohlig warm. Jede der Höhlenwohnungen verfügte über mehrere Zimmer. Die Zimmer hatten Stehhöhe, nur bei den Übergängen mussten wir uns ducken. In einer Höhle lagen sogar Elektrokabel und es gab einen Schaltkasten.




Im Laufe der Zeit brökelte der Fels an der ein oder anderen Stelle von der Wand oder Decke. Auch schienen durch Regenfluten die Eingangsbereiche und Böden teilweise zugeschüttet bzw. verschlammt zu sein.

Anschließend fuhren wir nur ein kurzes Stück am Stausee entlang (Richtung Zujar) , bis wir an einem Parkplatz Netz hatten und Frank sich um sein Gewerbe kümmern konnte. Den Tag verbrachte er mit Fluchen, weil das Internet so „schnell“ war und er nur langsam vorankam.

Einen kurzen Besuch erhielten wir von einem schweizer MAN Truck mit 3 Achsen und 18 Tonnen. Das war vielleicht ein riesiges Teil.

Anstatt noch runter an den See zu fahren blieben wir wo wir waren.




Das Abendessen war schnell zubereitet bzw. aufgewärmt (Reste von gestern und vorgestern).

Die Sonne ging leider  an Allmos Hinterteil unter. Beim Einparken waren wir nicht davon ausgegangen, dass wir auch über Nacht dort stehen bleiben würden.



Freitag, 21. Januar 2022


Bitterkalt war es am Morgen. Allmos Frontscheibe war mit einer leichten Frostschicht überzogen. Die Sonne versteckte sich noch irgendwo hinter den Bergen. Es geht doch nichts über funktionierende Standheizungen. Ohne die würden wir glatt erfrieren.

Nach dem Frühstück fuhren wir weiter. Zum einen weil es so schattig war, zum anderen weil Franky besseres Netz haben wollte. Rund vierzig Kilometer weiter sollte er beides bekommen.

tbc

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