Emma im Garten



Befragt man verschiedene Internetseiten sind die Auskünfte vielfältig, die man zum Reisen mit Haustier außerhalb der EU zu dem jeweiligen Land erhält. Gefühlt kocht jedes Land sein eigenes Süppchen. Letztlich versuchen wir halbwegs auf Nummer sicher zu gehen und frischten Emmas Tollwut-Impfung auf, die sie erst letzten Sommer erhalten hatte und eigentlich drei Jahre gültig ist.


Frühestens 30 Tage nach der Tollwut-Impfung darf eine Bestimmung der Tollwut-Antikörper erfolgen. Diese Frist hielten wir ein und warteten dann noch ungefähr eine Woche, bis Emmas Zertifikat vor lag. Der Antikörpertiter lag mit 7,13 IU/ml deutlich über dem erforderlichen Wert von 0,5 IU/ml.


Ob uns ein nicht vorhandenes amtstierärztliches Gesundheitszeugnis bei irgendeinem Grenzübertritt zum Verhängnis wird, werden wir dann sehen. Da dies meist eh aktuell, d. h. wenige Tage alt, sein darf, werden wir uns dann drum kümmern, wenn es für die Weiterreise verlangt wird.

Doch die Reise mit Emma in nicht EU-Länder sollte bei der Reisevorbereitung nicht die einzige Schwierigkeit mit unserer alten Katzendame werden.

Seit unserer Rückkehr zeigte Emma ein verändertes (Fress)Verhalten. Sie mochte kaum noch ihr Futter fressen, schleckte die Sauce weg und ließ die Fleischstückchen liegen. Egal welches Futter wir ihr hin stellten, nichts schien sie zu überzeugen. Neben dem bisherigen Tütchen kaufte ich neue/andere Sorten, aber nichts half. Von Tütchen-Futter versuchten wir auf Schälchen umzusteigen. Doch einige verschiedene Futtersorten waren notwendig, bis wir nach Monaten des Ausprobierens nun hoffentlich an einem Punkt angekommen sind, an dem Emma fast Alles frisst, was wir ihr vorsetzen. Auch wenn wir es ihr teilweise im Haus hinterhertragen müssen.



Starrsinn oder Demenz



Das nicht-fressen-wollen bzw. mit dem Futter unzufrieden sein, wurde von lautstarkem Maunzen begleitet. Sehr penetrant terrorisierte sie uns mit ihrem massiven lauten Maunzen, auch gerne mitten in der Nacht. Sie schien teilweise richtig Hunger zu leiden, und das vor gefüllten Näpfen. Wir leideten mit ihr und freuten uns über jeden leer geschleckten Napf. Das laute Maunzen blieb jedoch weiterhin nicht aus. Sie maunzt aber auch, wenn sie von der offenen Terrassentür steht. So viel hat sie seit 2015 nicht mit uns gesprochen, wie in den letzten Monaten.

Das laute Schreien könnte das Anzeichen einer beginnenden Demenz sein. Die Tabletten, die die Durchblutung im Gehirn fördern sollen, wollte Emma nach ein paar Tagen nicht mehr nehmen. Recht schnell hatte sie raus, dass sich in der großzügig angebotenen Multivitaminpaste etwas drin versteckt hatte. Gezielt spuckte sie die Tablette wieder aus. Und über das normale Futter können wir ihr keine Tabletten geben, weil sie eine schlechte und wählerische Esserin ist. Ob die Tabletten etwas an ihrem ungewohnten Verhalten geändert hätten werden wir somit nie erfahren.


In den Sommerferien fing Emma an, den Vorgarten der Nachbarn für sich zu vereinnahmen. Dummerweise legte sie sich auch gerne unters Auto bzw. vor einen Reifen, anstatt nur im Beet zu liegen. Emma scheint auf ihre alten Tage sehr wunderlich oder lebensmüde zu werden. Oder es ist tatsächlich Demenz.

Blieb nur noch Emmas Schilddrüsen-Wert, der sich zwischenzeitlich deutlich außerhalb des Normbereichs befand. Zur Regulierung des Schilddrüsen-Wertes erhöhten wir die abendliche Medizin-Dosis.

Sind wir letztens Jahr auf unserem Roadtrip ins Ungewisse gestartet, weil wir nicht wussten, wie Emma das Reisen mit Allmo gefallen wird, so standen wir nun vor einer eher gesundheitlichen Schwierigkeit.

tbc

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