
Mit der frisch getauschten Feder fuhren wir nur noch acht Kilometer und stoppten dann in Salvaterra de Magos an einem Parque Autocaravanas. Direkt an der Nationalstraße und einem Kreisverkehr gelegen. Nicht der ideale Ort für eine ruhige Nacht.
Doch im Ort gab es noch etwas anzuschauen, was wir heute nicht mehr machen wollten. Irgendwie war ich total geschafft. Was aber daran lag, dass ich zu früh wach war und dann doch nicht mehr richtig einschlafen konnte.
Das Abendessen war schon fertig (die Reste der Hack-Mexiko-Gemüse-Pfanne), musste nur noch erhitzt werden. Doch was war das: Kein Strom. Weder in der Küche noch in der Doka. Der Wechselrichter war an. Der FI draußen. Blieb er auch. Den Backofen ausgesteckt: der FI blieb drin. Problem erkannt. Frank dachte schon, ob beim Einbau der Feder irgendein Kabel beschädigt worden wäre. Das konnten wir jetzt ausschließen.
In der Doka lief der Backofen. Also könnte es an der Mehrfachsteckdose in der Küche gelegen haben. Dem gingen wir jedoch nicht mehr auf den Grund, weil’s wieder regnete.
Mittwoch, 11. Februar 2026
In der Nacht und in den frühen Morgenstunden regnete es etwas stärker. Der zunehmende Verkehrslärm ging am Morgen im Regenprasseln unter. Zum Frühstück war es trocken, doch dunkle Wolken waren über Salvaterra de Magos zu sehen.
Um kurz vor 9 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Falcoaria Real, der königlichen Falknerei. Gegründet wurde diese um 1750 bzw. entstand das Gelände zu der Zeit. Der König brauchte Beschäftigung und in Salvaterra de Magos entstand die Falcoaria Real und ein Theater.
Die Falknerei ist jetzt städtisch. Führungen finden zur vollen Stunde statt. Wir waren zu dieser frühen Stunde (also um 9 Uhr) die einzigen Besucher. Nach einem 12 minütigen Video (auf Portugiesisch, mit englischem Untertitel) über die Bedeutung der Falken, die Aufzucht, … gingen wir zu den Falken, Adlern und einer Eule.
Eine Mitarbeiterin erklärte uns vieles, wir konnten Fragen stellen und da wir die einzigen Besucher waren, war es ein angenehmes und informatives Gespräch. Die Falken und Adler waren etwas aufgekratzt. Morgens sind sie wohl immer etwas unruhiger. Und im Moment ganz besonders, weil sie nicht rauskönnen. Zum einen sind die Wiesen, auf denen sie sonst zum Ausflug mitgenommen werden überflutet, zum anderen wurde der kleine Rasen in der Mitte des Innenhofs gedüngt und daher dürfen sie dort im Moment auch nicht hin. Daher waren ein paar der Vögel etwas schlecht gelaunt. Verübeln können wir es ihnen nicht. Uns schlägt das schlechte Wetter auch auf’s Gemüt.
Wir besuchten noch einen kleinen Ausstellungsbereich und den ehemaligen Nistturm. Über 300 Nester fasst dieser. Allerdings sind die Zugänge vergittert, damit sich jetzt niemand mehr darin einnistet.
Es gibt noch einen separaten Bereich in denen Greifvogel-Pärchen leben. Diesen besichtigten wir nicht. Die Vögel leben monogam und lassen außer dem Partner niemanden in ihre Umgebung. Auch die eigenen Kinder werden „verstoßen“, sobald sie flügge sind. Ein geselliges Sozialleben findet nicht statt. In der Regel werden die Jungen von ihren Eltern großgezogen. Nur wenn ein Junges verstoßen wird oder es für einen bestimmten Zweck, zum Beispiel an andere Tiere (Pferde) gewöhnt werden soll, wird ein Vogel von Hand großgezogen. In der Regel versucht man dies zu vermeiden, weil nichts über die Nestwärme und die Versorgung durch die Eltern geht.
Nach rund einer Stunde war unser Rundgang durch die Falcoaria Real beendet. Der Besuch ist kostenfrei. Montags ist – wie bei den anderen Museen auch – Ruhetag.
Wir kehrten zu Allmo zurück und machten uns auf den Weg.
Tbc














































































































































































































































































































































































































