
Bei Abrantes fuhren wir auf die A23 in Richtung Portalegre. Doch anstatt dieser weiter zu folgen, fuhren wir an der ersten Ausfahrt ab und über Land weiter. Das erschien uns landschaftlich reizvoller als ein längeres Stück auf der Autobahn zu bleiben.
Die Nationalstraßen N358, N118 und N18 (IP2) bis Portalegre. Die Straßen waren alle gut zu befahren. Natürlich waren wieder ein paar umgefallene Bäume und kleine Erdrutsche entlang des Weges zu sehen. Aber aktuell (also gestern) schienen keine neuen Schäden dazugekommen zu sein. Auf den Wiesen lagen teilweise massive Felsbrocken und boten ein interessantes Bild.
In Portalegre steuerten wir den Parque de Estacionamento para Autocaravanas an. Dieser befindet sich direkt am Fußballstadion, mit Blick auf die Stadt (Kirche, Festung).
Portalegre soll die Hochburg des portugiesischen Barocks (17. und 18. Jahrhundert) sein. Das heißt es gibt viele prunkvolle Architektur (ja, dass stimmt), vergoldete Schnitzereien (nicht gesehen) und blaue Fliesenbilder (ja, die gab’s).
Recht bald machten wir uns auf den Weg in die Stadt. In den schmalen Gassen der Innenstadt durften auch wieder Autos fahren. Gefühlt befand sich vor jedem alten Gebäude ein Parkplatz, auf dem natürlich auch Autos parkten. Viele Ladenfenster sind leer. Die Innenstadt stirbt aus.
Vor und in dem Eingangsbereich des Museums für Wandteppiche (Museu da Tapecaria de Portalegre) knubbelte sich eine Reisegruppe. Der Samstag ist wohl nicht so ideal. Wobei es sich um Rentner handelte, die ja auch an jedem anderen Wochentag Zeit hätten.
Das Castilo hatte wegen des schlechten Wetters der vergangenen Wochen geschlossen.
Bevor wir zu Allmo zurückkehrten, kam Frank auf die Idee einen Döner essen zu wollen (was sonst 😉) und so nahmen wir Kurs auf einen Döner Imbiss. Der Dönerteller war okay (Frank war happy), die Portion meiner Meinung nach überschaubar.
Gut gestärkt gingen wir dann noch zum Kloster Mosteiro de Sao Bernardo. Es handelt sich um ein ehemaliges Kloster, welches als Militärakademie genutzt und von der GNR bewacht wird.
Das besondere an diesem Kloster sind die blauen Azulejos, die religiöse und weltliche Abbildungen zeigen. Eine Angestellte der GNR ging mit uns zum Kloster. Allein darf es nicht besichtigt werden. Normalerweise ist auch die Kapelle zugänglich, doch wegen Wasserschäden war dies aktuell nicht möglich. Wir durften uns noch zwei Kreuzgänge ansehen, deren Säulen alle mit unterschiedlichen Motiven verziert sind.
Zurück bei Allmo hatte sich die Zahl der Camper vermehrt. Als wir kamen war einer da. Als wir losliefen ein zweiter und jetzt waren noch zwei dabei gekommen. Doch alle drei fuhren recht bald. Ob es denen zu windig war? Der Wind pfiff schon ganz gut, was wohl auch der exponierten Lage geschuldet ist.
Sonntag, 15. Februar 2026
Um 21:30 Uhr kam dann doch noch ein Camper. Diesen begann ich bereits vor halb 8 Uhr am Morgen zu verfluchen. Gefühlte 30-mal klatschten irgendwelche Türen und Klappen. Ein Blick nach draußen: Es war gar nicht der 21:30 Uhr Camper, der so unruhig war. Direkt rechts neben uns stand ein Womo, die Fahrertür geöffnet. Kurz drauf fuhr derjenige. Natürlich mit spanischem Kennzeichen. Wen wundert’s? Auf der anderen Seite vom 21:30 Uhr Camper, stand ein Indi Camper. Als wir fuhren, hatte der Indi-Camper den Motor laufen. War ja auch sehr frisch. Was für unangenehme Zeitgenossen.
Der Wind hatte sich im Übrigen bereits am Abend gelegt. Allerdings war am Morgen alles grau in grau. Das Thermometer am Motor zeigte 7,5 Grad. Nach dem Frühstück fuhren wir weiter. In Portalegre hatten wir (fast) alles gesehen. Zum Wandteppich-Museum wollte ich nicht mehr laufen.
tbc














































































































































































































































































































































































































