
Nachfolgend findet ihr Infos zu der seit 01.10.2026 (also seit 6 Tagen) in Rumänien eingeführten Streckenmaut für Fahrzeuge schwerer als 3,5 Tonnen.
So hatten wir es uns vorgestellt: Online eine Roviniete-Vigniette für LKWs (3,5 – 7,5 Tonnen) für 30 Tage zu einem Preis von 38 Euro kaufen und Rumänien unsicher machen. Doch es kam anders.
Ab dem 01. Oktober 2026 ist für Fahrzeuge schwerer 3,5 Tonnen auf den Straßen in Rumänien eine kilometerabhängige Straßenmaut zu zahlen. Eine Verschiebung des Starts bis in das nächste Frühjahr war beantragt, aber abgelehnt worden. Und so wurde zum 01.10.2026 die Streckenmaut für LKWs eingeführt. Die eigentlich für einen Zeitraum von vier Wochen angesetzte Testphase wurde auf zwei Wochen verkürzt, damit der Termin gehalten werden konnte.
Ende September überlegten wir noch, ob wir online eine LKW-Vignette mit Start Anfang Oktober (oder Start bereits im September) kaufen sollten. Doch die Internet-Recherche leitete zu einer offiziellen Seite von Roviniete, wonach die bereits gekauften Vignetten für Fahrzeuge schwerer 3,5 Tonnen mit dem Stichtag ihre Gültigkeit verlieren. Damit war uns also nicht geholfen (wobei die Webseite noch so programmiert war, dass wir problemlos Ende September eine Vignette mit Start nach dem 01.10. hätten kaufen können).
Wir vertagten das Ganze. Ein kleiner Hoffnungsfunke war da, dass das System am 01. Oktober zusammenbricht und doch wieder Vignetten verkauft werden. Doch so sollte es nicht kommen. Ärgerlich war, dass Rumänien noch nicht am EETS (Europe Electronic Toll Service) teilnimmt, so dass wir den Mautkontext „Rumänien“ nicht auf unserer UTA-Mautbox aktivieren konnten. Dies soll voraussichtlich im Januar so weit sein.
Die Möglichkeiten
Also mussten wir uns damit auseinandersetzten, welche Möglichkeiten uns zur Zahlung der kilometerbasierten LKW-Maut in Rumänien zur Verfügung stehen.
Klassisch eine Mautbox von TollRo – dem rumänischen Mautdienstleister:
Kostenhöhe unbekannt. Leihgerät oder muss die OBU gekauft werden? Wo ist diese Box erhältlich? Viele Fragen, aber keine Antworten.
Streckentickets:
Die genaue Strecke (über die TollRo App) vorbuchen von A (Start) nach B (Ziel), eventuell mit Zwischenstopps. Für Camper mehr als unpraktisch (das hat uns auch schon in Ungarn und Bulgarien abgeschreckt), weil man sich an die genaue Strecke halten muss und nicht mal eben ein paar hundert Meter irgendwohin abbiegen darf. Also für uns keine Option.
Tracking über die TollRo App:
Die für uns wohl beste Alternative. Zumindest hoffen wir das. Zu Beginn der Fahrt muss das Tracking in der App gestartet und am Ziel angekommen wieder gestoppt werden. Abgerechnet werden die über Satelliten ermittelten gefahrenen Kilometer.
TollRo App – so funktioniert’s
Eins vorweg: Die App „spricht“ zunächst rumänisch, kann dann aber auf Englisch umgestellt werden.
Im Playstore steht die App zum kostenlosen Download zur Verfügung. Anschließend muss eine personenbezogene (oder Firma) Registrierung in der App vorgenommen werden (Name, Adresse, Telefonnummer). Die angegebenen Mail-Adresse wird mit einem Bestätigungslink verifiziert.
Dann noch schnell das Fahrzeug anlegen (Fahrzeugart nach Gewicht, Kennzeichen, Fahrgestellnummer, Achszahl, Gewicht, Emissionsklasse). Eine Kopie vom Fahrzeugschein muss nicht hochgeladen werden (Pflicht bei in Rumänien zugelassenen Fahrzeugen). Und dann kann’s schon fast losgehen.



Guthaben aufladen – TollRo Credits
Doch halt, irgendwie muss noch Guthaben hinterlegt werden; Prepaid sozusagen. Dafür gibt es die Kachel „TollRo Credits“. Ich hatte das für ein Bonuspunkteprogramm gehalten, ist es aber nicht. Der Mindestaufladebetrag liegt bei 25 RON, maximal 10 Mio RON. Wir buchten erstmal 100 RON (umgerechnet ca. 20 EURO) auf unser TollRo Credits Konto. Die Zahlung ist per Kreditkarte möglich oder per GooglePay .
Weiteres Guthaben kann jederzeit hinzugebucht werden. Es gibt aber auch einen Rückzahlungs-Button („Refund“). Ob bei der Rückzahlung irgendwelche Gebühren einbehalten werden wissen wir noch nicht.
Nach dem erfolgreichen Aufladen erhielten wir eine Mail über die Aufladung und eine weitere mit der Rechnung.
My Services
Unter “My Services” ist das noch verfügbare TollRo Credit – also bei uns erstmal die 100 RON zu sehen.
Klickt man darauf sehen wir die Transaktionen:
- 100 RON Aufladung
- 0 RON unsere erste Tracking-Session
Payments
Wie der Name es sagt, sind dort die Zahlungen/Aufladungen aufgeführt.
Services
Der wichtigste Button überhaupt. Ganz oben auf der Seite und blau hinterlegt.
Hier muss man sein Fahrzeug auswählen.
Im nächsten Schritt werden die verfügbaren Services angezeigt.
Leichte Fahrzeuge (unter 3,5 Tonnen) könnten an dieser Stelle die Vignette buchen. Diese Option steht uns nicht zur Verfügung.
Unter „Route Toll“ kann man ein Streckenticket buchen. Von A nach B über C etc.
Oder aber das GPS Tracking starten, um die kilometerbasierte Maut zu ermitteln.
Start GPS Tracking
Beim ersten Mal musste ich diverse Zugriffe der App erlauben, bis endlich auf dem Bildschirm Tracking gestartet (bzw. ein ähnlicher Wortlaut in Englisch“ erschien. Das werde ich beim nächsten Mal als Screenshot festhalten und hier ergänzen.
Am Ende der Fahrt stoppte ich das Tracking.
Da wir nach der Grenze direkt nach rechts auf einen Feldweg abgebogen waren, blieb die Fahrt mautfrei.
Sobald wir weitere ErFAHRungen gemacht haben werden wir das hier ergänzen und beim nächsten Tracking auch entsprechende Screenshots anfertigen und hier einstellen.
Mautkalkulator
Über die Webseite www.loadhub.ro/en/romanian-road-tax-calculator-tollro/ könnt ihr die Maut für eure Strecken kalkulieren. So bekommt ihr ein Gefühl dafür, mit welchem Betrag die TollRo App geladen werden sollte. Wie gesagt, es kann jederzeit ein weiterer Betrag aufgeladen werden.
Fehlerbehebung
Es wird kein vefügbarer Service angezeigt:
Ende September hatte ich die App heruntergeladen und vor ein paar Tagen dann die Registrierung vorgenommen und Allmo als Fahrzeug angelegt. Mitten in Ungarn wurde mir unter „Services“ kein verfügbarer Service angezeigt. Dies schob ich darauf, dass Rumänien noch weit weg war.
Doch auch direkt hinter der Grenze zeigte mir die TollRo App keinen verfügbaren Service an. In der Tankstelle konnte man mir auch nicht weiterhelfen (App und Internet – ja so schlau war ich auch).
Kurzerhand Allmo gelöscht und neu hinzugefügt. Das Kennzeichen diesmal mit Bindestrichen erfasst – also Landkreis Bindestrich – Buchstaben Bindestrich – Zahlen inklusive H ohne Leerzeichen (dieser Hinweis wurde mir beim letzten Mal nicht angezeigt) und vorsichtshalber Emissonklasse Null eingegeben (anstelle von „keine vorhanden“) und schon wurden mir die verfügbaren Services angezeigt.
tbc














































































































































































































































































































































































































