Unser erster Übernachtungsplatz in Rumänien lag nur 6 km hinter der Grenze. Wir folgten der geschotterten Straße, die rege von LKWs, die Sand, Kies, Erde transportieren, genutzt wird. Zwischendurch gab’s kleine Buchten zum Ausweichen.

Hinter der Brücke, die für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen befahrbar ist (die beladenen Lkws nutzten sie auch), fuhren wir hinunter ans Flussbett.Die nächsten Tage soll’s weiterhin sonnig und warm sein. Da ist so ein Platz am Wasser nicht verkehrt.

Eine Herde Kühe hatte sich selbständig gemacht und war durch den Fluss gelaufen. Der Hirte musste sie wieder einfangen und auf die richtige Spur bringen.

Der Rucola war leider nicht mehr zum Essen geeignet und so bestand unser Abendessen-Salat aus Avocado und Nektarinen. Dazu gab’s wieder die in Eier getunkten Toastscheiben.

Im Dunkeln besuchte uns eine riesige Schafherde. Einige Schafe unterzogen dem großen roten Ding einen Materialtest, was Allmo zum Wackeln brachte.

Tagsüber war es, abgesehen von den LKWs, sehr ruhig gewesen. Doch in der Nacht erwachten die Hunde zum Leben und hatten sich sehr viel zu erzählen. Hatten wir überhaupt ein Auge zugetan?




Mittwoch, 07. Oktober 2026

Noch im Dunkeln zogen die Schafe erneut an uns vorbei.

Der Tag startete sonnig und ich unternahm nach dem Frühstück einen Spaziergang ins Dorf Girisu de Cris. Meinen geplanten Rundweg hielt eine Dorfbewohnerin für zu gefährlich. Erst dachte ich bei “ ham, ham“, dass sie mir was zu essen andrehen wollte. Doch sie meinte, dass Hunde beißen könnten.

Also kehrte ich nach einer Runde um die beiden Kirchen auf dem gleichen Weg zurück und spazierte am Deich entlang zu der Fußgänger-Hängebrücke. Dort parkten zwei Camper.

Ich wollte eigentlich nur in Erfahrung bringen, ob die Nacht dort ruhiger gewesen war und verquatsche mich mit Silvia und Johannes.

Sie wollten uns besuchen kommen und waren kurz vor mir, mit ihrem ehemaligen tschechischen Postauto, bei Allmo angekommen. Die Zeit verflog und es war schon gegen halb vier, als die beiden sich auf den Weg nach Ungarn machten.

Wir wünschen euch eine gute Rückreise und danken euch für den interessanten Austausch.

Den Tag über fanden See-Kühe, See-Pferde und See-Hunde den Weg zum/ins Wasser. Schwäne flogen über uns hinweg. Ein ausgesprochen schöner/idyllischer Übernachtungsplatz.





Donnerstag, 8. Oktober 2026

In der zweiten Nacht waren die Hunde etwas weniger gesprächig.

Obwohl der Platz sehr schön ist und erneut bestes Wetter gemeldet war, wollten wir keine weitere Nacht bleiben. Wir hofften auf eine Nacht ohne Hundestimmen am nächsten Übernachtungsplatz.




Einkaufserlebnisse



Nach zwei Tagen am Fluss besorgten wir uns bei der Weiterfahrt erstmal rumänische Lei (RON). Der Geldautomat der BCR spuckte mir ohne zusätzliche Gebühren zu berechnen, den gewünschten Betrag aus. Jetzt können wir auch Kleinigkeiten ohne Karte bezahlen.

Weniger Kilometer später stoppten wir bei einem brandneuen Lidl. Bei G. waren dort noch Häuser und grüne Wiese zu sehen. Der Fortschritt war dort so groß, dass keine der vier normalen Kassen geöffnet war. Also mussten wir an eine der SB-Kassen. Das Wasser wollte der Scanner nicht als 6-Pack erkennen. Also erstmal alles andere gescannt und auf die rechte Seite gelegt. Was so lange gut war, bis Obst und Gemüse ohne Barcode an der Reihe waren. Bei den Backwaren unterstützte uns eine Mitarbeiterin, die sehr gut Englisch sprach. Und um die Getränke kümmerte sie sich auch. Puh! Für einen größeren Einkauf ist das mit den SB-Kassen eher nicht so geeignet.

Unsere Küchenseite ließ sich nicht mehr öffnen, so dass wir Mal eben die Kühlboxen umräumen mussten.

Bei Decathlon wollte Frank ein Reparatur-Set für das Kajak holen. Doch wie ihm ein Mitarbeiter (ebenfalls auf Englisch) erklärte, wäre die Saison vorbei. So kam er nur mit Kleber zurück.

Auf dem an den Einkaufsbereich angrenzenden Parkplatz standen unzählige Fahrschulautos und Menschen. Sogar Fahrschul-LKWs mit Anhänger. Dabei war die Zufahrt nur bis 3,5 Tonnen erlaubt… Zumindest in der Theorie.

Dann noch schnell zum Baumarkt Leroy Merlin (Hornbach hätte es auch gegeben), noch anderen Kleber kaufen. Als das alles erledigt war, waren zwei Stunden vergangen und wir nahmen Kurs auf unseren Übernachtungsplatz.

Sebes-Körös Fluss bei Groși



Der Highway Number 1 brachte uns raus aus Oradea und zu unserem Übernachtungsplatz bei Groși. Der Fluss Sebes-Körös war unser Ziel. Die letzten zwei Nächte standen wir am selben Fluss. Durch die Dörfer kamen wir gut voran.

Fünf mal startete und stoppte ich heute das Tracking über die TollRo App.  Für die rund 60 km zahlten wir umgerechnet 0,82 Cent Maut. Wobei 80 Cent auf der letzten Etappe (48 km) vom Baumarkt zum Übernachtungsplatz entstanden sind. Alles in allem also erstmal sehr überschaubar.

Der eigentlich ins Auge gefasste Platz am Fluss glich ein wenig einer Müllhalde und gegenüber lag ein Hirte mit seinen Schafen und Hütehunden im Schatten.

Frank ging auf die Suche nach einem anderen Platz. Ohne Müll und ohne Nachbarn. Dort ließen wir uns nieder. Genossen das warme Wetter (27 Grad). Ab Morgen wird’s etwas kühler.

Frank widmete sich gezwungenermaßen der Küchenseite, die sich nicht mehr öffnen ließ.



Zum Abendessen gab’s Asia-Nudel-Hähnchen-Pfanne. Auf den ersten Reisen hatten wir das sehr oft gekocht. Doch zuletzt war das etwas zu kurz gekommen.

So langsam machten sich zum Abend hin Wolken am Himmel breit. Ab morgen soll es nicht mehr so warm sein.

Freitag, 9. Oktober 2026

Am Abend und in der Nacht tröpfelte es etwas. Unser neu genähtes Dachzelt war dicht, was man vom Vorgänger nicht mehr sagen konnte.

Stark bewölkt war es am Morgen, als wir unsere Reise fortsetzten.

Leider funktionierte die TollRo App am Morgen nicht. Es lag eine Störung der Infrastruktur vor. Was tun? Screenshots von den Störinfos auf der Webseite und von der App angefertigt und losgefahren.

Ungefähr eine halbe Stunde später konnte ich das Tracking starten.

tbc

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