ehemalige Saline



Bereits von der Piste aus, waren an den Salinen von Los Cocoteros WoMo-Camper zu erkennen. Wobei sie sich farblich sehr gut integrierten. Denn die Bebauung in der Umgebung besteht auch aus weißen Gebäuden.

Frank fand’s nur so mittelprächtig, dass wir uns gleich unter die Womos mischen wollten. Wir zögerten ein Zusammentreffen hinaus, in dem wir uns noch die Überbleibsel der hinteren Salinen ansahen. Ein Windrad zur Wasserbeförderung war noch intakt, ein anderes zerbrochen. In dem kleinen gemauerten Gebäude stand eine verrostete Maschine. Welche Funktion sie wohl mal hatte?



Wir fuhren dann weiter auf die große Fläche bei der Bootsrampe, parkten Allmo abseits der anderen Camper (von denen niemand zu sehen war). Frank war wenig begeistert, dass wir nicht in erster Reihe mit direktem Meerblick stehen konnten. So würde er ja beim ins Wasser gehen Allmo nicht sehen … Was soll ich sagen!!! Die Hitze schien ihm nicht so gut zu tun, macht irgendwie das Gehirn matschig!

Allmo war’s egal wo er stand und Emma findet eh die ganze Fahrt in der Hitze besch… Läuft!!!

Wir schwangen uns in unsere Badesachen und gönnten uns ein erfrischendes Bad. Das tat gut. Welchen Nutzen wohl die kleinen Gebäude mit den großen Toren haben, die am Wasserrand in die Lavafelsen gebaut wurden? Ob Fischer dort ihre Ausrüstung drin lagern oder Badesachen für Einheimische Wochenendausflügler?


Anschließend spazierten wir noch an den Salinen direkt am Meer vorbei Richtung Los Cocoteros. Manche von den Becken scheinen noch bewirtschaftet zu werden.

Piscina Natural




Der Weg führte uns bis in das kleine Dorf Los Cocoteros. Schon beim näher kommen sahen wir, dass der natürliche Pool (mit einem gemauerten Beckenrand zum Meer hin) nur sehr wenig Wasser führte. Zwei dicke Rohre brachten nur sporadisch, angepasst an den Wellengang, etwas Wasser.

Zurück bei Allmo kamen wir mit einem neuseeländisch-französischem Paar ins Gespräch, die seit zwei Jahren auf Lanzarote wohnen. Sie hatten Allmo aus der Ferne gesehen und mussten unbedingt auf ihrer Hunde-Gassi-Geh-Runde bei uns vorbeischauen.

Zum frühen Abendessen blieb die Küche kalt. Die restlichen Hackbällchen, die wir am Abend vor der Fährfahrt gekocht hatten, machten sich auf dem Baguette von LIDL gut. Irgendwann verschwand die Sonne hinter dem Vulkan Tinamala und die spanischen Camper-Nachbarn erwachten zum Leben. Kann man sich nicht leise unterhalten?





Gegen halb 9 Uhr, es war schon eine Weile dunkel, fuhren weitere Womos und Pkws auf den Platz. Abgesehen von ein paar Badegästen im Laufe der letzten Stunden herrschte hier die ganze Zeit nicht so viel Betrieb.

Das neuseeländisch-französische Paar hatte vorhin angedeutet, dass die Camper hier teilweise länger stehen, mit Pkws weg sind und wieder zurückkommen. Es scheint also ein Platz mit Dauer-Campern zu sein.

Vermutlich hatten wir irgendeinem von den Rückkehrern den Standplatz weggenommen. Frank vernahm irgendwas mit „Bombero“, was ja bekanntlich Feuerwehr heißt. Wohl fühlten wir uns nicht, aber im Dunkeln und mit aufgebautem Dachzelt werden wir uns heute Abend nicht mehr wegbewegen.

Fürs Wochenende müssen wir schauen, dass wir einen angenehmeren Übernachtungsplatz finden.

Freitag, 6. Oktober 2023



Die Nacht verlief ruhig (abgesehen von Emma) und der Morgen startete mit einem schönen Sonnenaufgang. Wobei die Sonne sich durch Wolkenfetzen zwängen musste.

Nach dem Frühstück sahen wir uns noch an, was es mit den „Türmen“ hinter dem Lavafeld auf sich hat. Wie sollte es anders sein gehörten diese zu ehemaligen Salinen. Teile des Aquädukts – zur Wasserversorgung der Salzbecken – waren auch noch zu sehen.



Nach der kleinen Exkursion verließen wir den Platz, auf dem uns nicht willkommen fühlten. Dies bestätigte sich auch direkt. Denn kaum das Allmo sich vorwärts bewegte parkte einer der Camper seinen Pkw um, genau auf den Platz wo wir gestanden hatten. Wird den Deutschen nachgesagt, dass sie mit ihren Handtüchern Poolliegen reservieren, so können wir von den Spaniern behaupten, dass diese Womo-Parkplätze reservieren.

tbc

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