Luxemburg weckte uns mit Sonnenschein. Nun gut, davon sahen wir in Allmo nicht wirklich was. Nachdem wir am Donnerstag zuletzt geduscht hatten, erfreuten wir uns heute an sauberen Duschen mit warmem Wasser. Nach dem Hot Breakfast, zu dem es auch ein paar Scheiben von unserem frisch gebackenen Brikett-Brot gab, musste Frank zunächst noch Computerprobleme lösen, bevor es endlich losgehen konnte.

Wir hatten uns letztlich gegen das Fahrrad und für den Bus entschieden. Die Linie 18 hielt direkt an der Ecke bei der größeren Straße an. Von einem niederländischen Pärchen, das ebenfalls an der Bushaltestelle stand, erfuhren wir, das die Busse umsonst fuhren, weil Kirmes ist. Jetzt echt? Tatsächlich. Der Bus kam und der Fahrer bestätigte, alles frei wegen des „Oktoberfestes“. Na dann…. Wobei ein Tagesticket für 4 Euro p. P. auch nicht wirklich teuer gewesen wäre. Tagsüber fuhr der Bus alle 10 Minuten, was er sehr einfach macht in die Stadt zu kommen.



Wir stiegen an der Station Hamilius aus und gingen zu Fuß durch die (Einkaufs-)Straßen von Luxemburg Richtung Bock Kasematten. Da nicht nur Kirmes war, sondern auch noch Braderie (nur heute), hatten viele Geschäfte Stände vor den Türen aufgebaut und verkauften die Waren mit deutlichen Prozenten. Braderie ist so etwas wie Schlussverkauf.

Verteidigung der Stadt

Wir bahnten uns den Weg zu den Bock Kasematten, die der Verteidigung der Stadt dienten. Schauten jedoch zunächst von oben auf den Fluss Alzette, eine große Kirche in der Unterstadt und Teile der alten Festungsmauer. Eher per Zufall kamen wir bei dem Eingang zu den Kasematten aus, zahlten die 7 Euro Eintritt p. P. und passierten das Drehkreuz.



Wir gingen durch ein teilweise verworrenes Wirrwarr an Gängen und Höhlen, dass sich über verschiedene Etagen zog. Von den Schießscharten hatten wir schöne Ausblicke auf die Kirche in der Unterstadt und die Brücke auf der anderen Seite. Die steilen Wendeltreppen waren nicht sehr angenehm zu begehen. Alex und Heini waren natürlich dabei und hatten ihren Spaß auf der Kanone zu reiten.



Danach gingen wir an der Alzette entlang zurück in die Stadt und in das Braderie-Getümmel. Frank gönnte sich eine Bratwurst. Ich bekam später eine Waffel mit Nutella.



Volksfeststimmung in Luxemburg



Nach dem wir die Siegessäule besichtigt hatten gingen wir zu Fuß bis zu dem Festplatz des D’Schueberfouer (Fouerplaatz). Neben jeder Menge Fahrgeschäften, Schießbuden o. ä. und Versorgungsständen gab es auch zwei große Zelte. Eines davon von RTL Luxemburg, wo laut Aushang jeden Abend eine bekannte deutsche Partygröße zu Gast war.



Zu dieser frühen Uhrzeit, es war so gegen 14:30 Uhr, war auf dem Festplatz noch nicht sehr viel los. Von den Buden drohnte die Musik, natürlich hatte jeder seine eigene. Wir verzichteten darauf, uns an irgendeinem Getränkestand für eine Weile niederzulassen. Die Beschallung war uns einfach zu laut.



Mit der Buslinie 18 fuhren wir zurück bis eine Station vor dem Central Bahnhof (Rousegaertchen). Von dort gingen wir zu Fuß über die Avenue de la Liberté weiter in dessen Richtung. Ein ganzer Straßenzug war für den Verkehr gesperrt. Ob dies nun an der Braderie oder der Baustelle lag, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall waren auf der Straße viele Stände aufgebaut.

Heute kochen wir nicht selber



Vorbei an Obst und Gemüseständen, an denen wir nach dem frühen Abendessen bei Vapiano, noch einkaufen wollten. Vapiano wollte allerdings nicht den deutschen Gutschein akzeptieren. Daher wollten wir auch nicht dort essen. Wir gingen wieder auf die Straße zurück, vorbei an den Obst- und Gemüseständen und kehrten beim Kebap House ein. Für Franky gab es Kebap für mich Falafel Sandwich.

Nach dem noch Tomaten, Gurke und Süßkartoffeln in unseren Besitz übergingen, fuhren wir zunächst einen Stopp mit der Linie 2 und dann weiter mit der Linie 18 zurück zu unserem Campingplatz in Kockelscheuer. Ganz einfach und unkompliziert ging das.

Wir nutzten die Sonnenstrahlen, bis die Sonne hinter den Bäumen verschwunden war. Richtig schön war das. So ließ es sich wunderbar aushalten. Laut Wetter App sollen es nur 20 Grad gewesen sein. Es fühlte sich jedoch bedeutend wärmer an. Bis auf eine kurze dunkle Wolke hatten wir den ganzen Tag nur Sonne. Bereits von der Mosel waren wir so gut vorgebräunt, das man denken könnte wir wären tief im Süden gewesen. Zumindest was Gesicht und Arme betraf.

tbc

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