
Eine schmale Nationalstraße führte uns von Mertola nach Beja. Vorbei an unzähligen bewohnten Storchennestern. Allerdings stand auf den meisten Nestern nur ein Storch. Der andere war wohl gerade auf Tour. Auch wurde vor Luchsen gewarnt. Doch wie sollen diese über den doppelten Zaun zu beiden Seiten der Straße hüpfen?
Auf dieser Reise ist alles anders als auf den vorherigen Reisen. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass wir a) auf einen Campingplatz fuhren und b) auch noch die Möglichkeit nutzen Landstrom zu tanken.
Letzteres das erste Mal seit Mitte November 2022!!! Zwingend notwendig war dies nicht. Auf der Fahrt hatten wir noch ein paar Prozent in den Akku bekommen und waren jetzt bei 35 Prozent. Ein wenig schien die Sonne. Doch für nur 2 Euro gönnten wir uns einen vollen Akku. Der Platz selbst kostet für eine Nacht in der Nebensaison 5 Euro, warme Duschen inklusive. Kein Wunder, dass bei dem Preis viele Camper (auch Dauercamper und welche mit Zelt) dort standen.
Frank musste erstmal basteln, bevor Allmo bereit für Landstrom war. Nach dem Allmo am Storm hing, spazierten wir in das historische Zentrum der Stadt. Auch in Beja sind die Museen kostenfrei. Es gibt einige Kirchen, wobei eine kleine Kirche (Igreja de Santo Amaro) zu einem Museum umgewandelt wurde. An der Festung waren wir zu spät. Zwischen 12:30 Uhr und 14 Uhr ist Mittagspause.
Zwischen der Festung und der Sé Catedral de Beja herrschte Hochbetrieb. Mich nervt eh der Autoverkehr in diesen schmalen Straßen. Manche meinen auch noch durchrasen zu müssen. Aber warum war an der einen Stelle viel los? Es lag zum einen an der Messe, die gerade stadtfand und zum anderen befand sich gegenüber der Kirche ein Wahlbüro. Heute sind Stichwahlen, um das Präsidentenamt. Das erklärte die vielen Pkws und das leichte Chaos.
Der Aussichtspunkt Miradouro do Terreirinho das Pecas gab nicht viel her. Interessanter als der Blick über die Dächer, war die Wäsche, die irgendwer auf eine Leine neben dem Freiluft-Fitnessstudio gehangen hatte. Also ich würde unsere Wäsche nicht neben parkenden Autos und Fitness-Geräten mit Blick auf die Stadt aufhängen. Die könnte ja jeder mitnehmen.
Weiter entlang der Festungsmauer und durch einen Park, kehrten wir zu Allmo zurück. Wir setzten uns nach draußen, doch ich entschied recht bald, unter die heiße Dusche zu hüpfen. Und das war sie tatsächlich. Was für ein Genuss. Wobei das Sanitärgebäude etwas in die Jahre gekommen ist und es eher zugig war. Kein Wunder, denn das Gebäude ist von zwei Seiten offen und entsprechend kann die Kälte hindurch ziehen. Frank ging nach mir duschen und kurz drauf begann es zu tröpfeln. So viel dazu, dass Regen erst für den Abend gemeldet war.
Leider verpassten wir am Nachmittag das trockene Zeitfenster, um draußen unser Abendessen zuzubereiten. Also musste die Herdplatte nach innen geholt werden. Es gab Hackbällchen mit Mexiko-Gemüse, Tomatensauce und dazu Nachos.
Gegen 21:30 Uhr begann es stärker zu regnen. Dennoch schafften wir es mit dem Prasseln der Regentropfen auf dem Dach einzuschlafen.
Montag, 9. Februar 2026
Alles grau und Nieselregen. So sah es am Morgen aus und sollte sich auch tagsüber nicht wesentlich ändern. Die Dame an der Rezeption war nicht so freundlich wie der Herr gestern. Ich bezahlte die 7 Euro, während Frank Allmo auf die Entsorgung gestellt hatte. Jetzt sind wir wieder leichter unterwegs.
tbc














































































































































































































































































































































































































