
Letztlich landeten wir zum Übernachten in Coruche. Dort gibt es neben dem Supermarkt unseres Vertrauens einen Bereich für Camper. Nur von Freitagmittag bis Samstag darf dort niemand parken (Markt).
Insgesamt 150 km legten wir heute zurück. Die Nationalstraßen waren mal etwas schmaler (kaum LKW-breit) und hatten manchmal eine vernünftige Breite. Neben Seen, Sumpflandschaft und Bachläufen sahen wir heute auch viele Bäume, die es niedergestreckt hatte. Kein ganzer Wald, den es umgehauen hatte. Nur vereinzelte Bäume. Frische Schnittkanten waren zu sehen, wenn der Baum über die Straße gefallen und dann zur Seite geräumt worden war. Störche waren heute Mangelware.
Kurz bevor wir Coruche erreichten, wurden wir das erste Mal so richtig mit den Folgen der Atlantiktiefdruckgebiete konfrontiert. Ganze Felder waren überflutet. Die großen Beregnungs“Maschinen“ für die Felder, standen im Wasser. Einzelne Halme ragten aus dem Wasser hervor. Land unter, soweit das Auge blicken konnte. Der eigentlich relativ schmale Fluss Sorraia war mehr als ausgeufert.
Unser ausgesuchter Übernachtungsplatz neben LIDL grenzte mit einer Seite direkt an eines der vielen überfluteten Felder an. Wälle aus Sand waren aufgeschüttet worden, um zu verhindern, dass das Wasser in die Stadt Coruche hineinläuft.
Wir suchten uns einen guten Platz mit Blick auf das Wasser. Die Stromsäule funktionierte leider nicht. Wie gut, dass wir gestern den Strom für 2 Euro dazugebucht hatten. Und morgen fahren wir ja auch wieder ein Stück.
Es war mal wieder trocken, so dass wir ein wenig Coruche erkunden wollten. Zunächst am Wasser entlang (der Wasserpegel muss in den letzten Tagen noch ein wenig höher gewesen sein). Viele Häuser- und Gebäudeeingänge waren mit Sandsäcken oder Schutzblechen gesichert. Ganz extrem waren Eingänge, die zugemauert und dann noch mit PU-Schaum ausgespritzt waren, um ganz sicher zu gehen, dass kein Wasser ins Gebäude läuft. Nun kam es uns oder zumindest mir, doch ein wenig wie Katastrophen-Tourismus vor, den wir hier betrieben. Was ja nicht stimmt. Sobald wir die Feder haben und wissen, wo wir sie getauscht bekommen, müssen wir raus aus den überfluteten und betroffenen Gebieten.
Wir drehten irgendwann vom Ufer ab, in die Stadt hinein. Gingen über eine Treppe nach oben zur Kirche Igreja de Nossa Senhora do Castelo, von wo aus wir über Coruche und das Umland blickten.
Über einen eigentlich gesperrten Fußgängerweg gingen wir wieder hinunter in die Stadt und zurück zu Allmo. Inzwischen fing es leicht zu tröpfeln an. Frank entdeckte, dass die Glocken vor einer kleinen Kirche aus Kork waren. Etwa 10 Kilometer vor Coruche waren wir an Kork-Farbriken vorbeigekommen. Neben Kork scheint auch die Eule ein besonderes Symbol für die Stadt zu sein. Im portugiesischen bedeutet Coruje Eule. Also ist es wohl daher abgeleitet.
Mein Handyakku hatte sich in der Zwischenzeit verabschiedet, so dass wir an LIDL vorbei liefen und erstmal den Akku laden mussten. Später kauften wir Brötchen und ein paar Kleinigkeiten ein.
Zum Abendessen bereiteten wir uns Brötchen mit dem Hack-Mexiko-Gemüse von gestern und Käse überbacken zu.
Dienstag, 10. Februar 2026
Nachts blieb es trocken. Doch gegen 6 Uhr setzte der gemeldete Regen ein und das nicht zu knapp. Nach dem Frühstück flitzten wir noch schnell zu LIDL, Teilchen und neues Brot kaufen.
Tbc














































































































































































































































































































































































































