Von Castelo de Vide waren es nur rund 10 Kilometer bis Marvao. Dort befand sich unser nächstes Ziel. Es war weiterhin grau in grau, als wir von Portagem die schmale fünf Kilometer lange Straße nach Marvao hinauffuhren.

Auf dem ausgewiesenen Platz wir Camper stand niemand. Kein Wunder, denn der Platz ist leicht abschüssig und ausgewaschen. Ein paar Äste hatte es in den letzten Wochen von den Bäumen geholt. Die lagen jedoch zersägt am Rand. Einfach ist das Einparken auch nicht, weil die Begrenzungsbalken relativ hoch sind, die Zufahrt schmal und daher etwas rangieren notwendig ist. Deswegen standen die Womos alle unten in Portagem.

Wir parkten nicht in den vorgesehenen Boxen, sondern am Rand. Nachdem wir uns gestärkt hatten, warteten wir auf besseres Wetter und wurden belohnt.




Ein spanischer Camper hatte zusätzlich wegen uns etwas Schwierigkeiten in eine dieser Parzellen zu kommen. Dann fuhren sie ganz dicht an einen Baum heran. Frank ging direkt hin und erklärte, dass er an ihrer Stelle nicht unter dem Baum parken würde. Das wäre auch der Grund, warum wir so „komisch“ standen. Sie bemühte sich mit uns Englisch zu sprechen. Er verstand wohl etwas englisch, konnte es aber nicht sprechen. Als wir uns auf dem Weg hinter die Festungsmauern von Marvao machten, standen sie noch am Baum. Später hatten sie sich vor uns gestellt. War ihnen wohl doch etwas bedenklich.



Ebenso wie Castelo de Vide ist auch Marvao eine mittelalterliche Stadt, die von dicken Festungsmauern umschlossen ist. Durch mehrere Stadttore und Wälle mussten wir gehen, um in das Innere zu gelangen. Ein Stück gingen wir an der Festungsmauer entlang, beobachteten große Vögel (vermutlich Geier), die in einer größeren Schar ihre Runden drehten.



Wir schlenderten durch die kleinen Gassen, die in einem Einbahnstraßensystem befahren werden können. In einer Kirche befindet sich ein Museum. Kostenlos ist es nicht. Es gibt ein Kombi-Ticket zusammen mit der Festung und noch einem Museum. Wir verzichteten darauf. In Marvao gab es auch so genügend interessante Dinge zu betrachten.



Leider zog es sich während unseres Rundgangs ein wenig zu. Es blieb jedoch trocken und der Himmel war deutlich freundlicher als heute Morgen in Castelo de Vide.



Zurück bei Allmo waren wir hungrig und Frank bereitete uns die letzte Portion der vorgekochten Kartoffeln zu. Diesmal als Kartoffelecken mit Käse überbacken. Dazu die restlichen panierten Hühnchenschnitzel und Romana-Salat und Tomaten.

Weil’s immerhin schon 9 Grad waren, aber ein frisches Lüftchen auf rund 750 Metern wehte, aßen wir nicht auf einer der Picknickbänke, sondern in Allmo.

Hatte Castelo de Vide uns schon begeistert, so gefiel uns Marvao noch ein wenig besser. Was auch am Wetter gelegen haben kann.

Unsere spanischen Nachbarn fuhren dann doch noch, stattdessen kam ein anderer spanischer Camper, der sich brav in eine der vorgesehenen Lücken stellte.

Das Castilo wurde nachts schon angestrahlt. Wobei wir später nichts mehr davon sahen. Wolken hatten die Festung eingehüllt.

Montag, 16. Februar 2026

Nach Mitternacht wurde der Wind böiger. Ich hoffte nur, dass wir weit genug von den Bäumen wegstanden, so dass uns kein Ast oder Baum treffen würde. Der Wind legte sich wieder, um dann gegen 6 Uhr wieder aufzufrischen. Doch es blieb alles gut.

Wolken versperrten auch am Morgen den Blick auf das Castilo und ins Tal. Auf rund 750 Metern war es mit ca. 9 Grad frisch.

Nach dem Frühstück fuhren wir den Hügel runter, nach Portagem. Von den vielen Campern waren nur noch zwei übrig geblieben. Wir parkten Allmo und gingen das kurze Stück zum Fluss Rio Server. Im Sommer bestimmt ein wunderschöner Ort zum Planschen und entspannen. Picknickbänke stehen bereit. Wir sahen uns die Ponte Quinhentista und den Torre Medieval an. Das es erlaubt war, so nah an dem Turm ein Haus zu bauen wunderte uns. Eine Infotafel zeigt einen Wanderweg an. Doch das ist heute nichts für uns. Uns zieht es weiter.



Von der spanischen Grenze trennten uns nur 8 Kilometer. Diese waren schnell gefahren und schon waren wir zurück in Spanien. Unsere Uhren stellten sich automatisch eine Stunde vor. Jetzt war ich wieder im richtigen Rhythmus. Mit der Stunde Zeitverschiebung in Portugal war ich nicht gut klar gekommen.

Tbc

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