
Zum Übernachten hatte ich einen Picknickplatz in der Nähe von El Portil herausgesucht. Auf unserer ersten Reise hatten wir mehrere Nächte an der Küste um den Ort herum verbracht. Doch ich wollte mir den Bereich im Wald ansehen und schauen, ob es dort vertretbar wäre Wäsche aufzuhängen. An der Küste wäre dies sicher nicht möglich. Ob das frei stehen dort überhaupt noch geduldet wird, ist eine andere Sache.
Den Übernachtungsplatz gegenüber der Area Recreativa La Norieta, an der kleinen Ermita de Santa Cruz hatte ich auf Polarsteps bei „Rudi rollt rum“ entdeckt. Aber da dieser Platz auch bei P4N gelistet ist, waren wir natürlich nicht die Einzigen. Insgesamt vier weitere Camper standen schon auf dem Gelände. Wir parkten etwas abseits, zwischen den Bäumen (die werden hoffentlich alle stehen bleiben).
Frank wollte eigentlich noch weiter durch fahren und war wenig begeistert, dass ich ihn davon abhielt. Es war Wasser zu sehen und die Böden sind aufgrund des vielen Regens mehr als gesättigt. Zähneknirschend akzeptierte der den Platz auf halbem Weg.
Als dann ein SUV, mit zweimal aufsetzen an uns vorbei fuhr, war das für Frank ein gefundenes Fressen. Schließlich wäre der nicht so geländegängig wie wir. Es war schon Dunkel, als ein kleiner Abschlepper angefahren kam und im Wald verschwand. Einige Zeit später kam er, den SUV im Gefolge (nicht am Haken), wieder an uns vorbei. Der SUV hatte sich wohl irgendwo versenkt und musste gerettet werden. Er konnte dann aber aus eigener Kraft weiterfahren.
Seit heute Morgen hatte es tatsächlich nicht mehr geregnet. Doch für den Abend/die Nacht, sollte es wieder nass werden. Zum frühen Abendessen kochte ich mir Ravioli mit Ricotta-Spinat-Füllung und Frank bastelte sich aus dem noch vorhandenen Schweinefilet-Resten einen Burger.
Donnerstag, 29. Januar 2026
Der gemeldete Regen blieb in der Nacht aus, was gut war. Eigentlich wollten wir nach dem Frühstück Wäsche waschen fahren und dann zum Platz zurückkehren, um die nicht für den Trockner geeignete Wäsche zwischen den Bäumen aufzuhängen.
Für ein schönes Abfahrtvideo meinte Frank rückwärts setzen zu wollen und versenkte dabei Allmo. Meine Begeisterung hielt sich, vorsichtig ausgedrückt, sehr in Grenzen.
Unsere neuen kleinen Helfer (Schüppe und Spaten) wurden eingeweiht und wir legten die hinteren Reifen frei. Mit abgefallenen Ästen, vor die hinteren Reifen gelegt, klappte es auch nicht. Die Äste weg und dafür die Kunststoff-Sandbleche vorgelegt, brachten auch nichts. Allmo grub sich noch etwas tiefer ein.
Wir funkten Uwe und Claudia an, die mit ihrer ex-Feuerwehr Max, einem Mercedes, gestern laut Polarsteps in Huelva waren. Die beiden eilten sofort zu uns (ca. 10 Kilometer).
Damit die Bergungsaktion erfolgreich war, mussten wir die Achse anheben, denn Allmo war bis zur Achse versenkt. Die Hebekissen kamen zum Einsatz und dadurch war die Achse frei. Die Hebekissen haben sich schon bezahlt gemacht.
Im ersten Versuch schaffte Max es nur Allmo einen Meter vorzuziehen. Eins der Hebekissen flog nach hinten weg. Die Achse musste erneut angehoben werden. Und im zweiten Anlauf schaffte Max es Allmo zu befreien. Jippieh!
Tausend Dank an Uwe und Claudia, dass sie so schnell unserem Hilferuf gefolgt und zu unserer Rettung geeilt waren. Ohne die beiden hätten wir noch eine ganze Weile länger schaufeln müssen.
Unser Wiedersehen mit Uwe und Claudia hatten wir uns so nicht vorgestellt. Letztes Jahr auf Kreta hatten wir die beiden erstmals getroffen. Aber gut, dass die beiden in der Nähe waren.
Wir behoben den Flurschaden und „sicherten“ die Stelle mit abgebrochenen Ästen der Pinien.
Fast drei Stunden später als gedacht ging’s dann nach El Portil zum Waschsalon. Zur Mittagszeit war im Waschsalon die Hölle los. Alle drei Waschmaschinen liefen und die Trockner waren auch heiß begehrt. Zig Menschen kamen mit ihrer nassen Wäsche, um diese dort zu trocknen.
Die 9 Kilo-Waschmaschine war die erste die frei wurde und die Wäsche passte knapp hinein. Bezahlen musste man diese Maschine mit einer App oder man konnte eine Nummer anrufen. Das mit der Nummer erledigte ein Spanier für mich. Wobei ich nicht sicher war, ob er tatsächlich anruft. Also beschäftigte ich mich mit der App, was auch nicht schwierig war. Doch bevor ich fertig war, stand ein Englisch sprechender Mann vor mir (ein Schwede), der mich freischaltete. Ich gab ihm das Geld in bar.
Es war ein kommen und gehen (nur wegen der Trockner). Irgendwann war unsere Wäsche durch und ich konnte den nächsten freien Trockner nehmen. Dieser war auf 18 Kilo ausgelegt und daher so gut wie leer. Dennoch reichten die 3x 7 Minuten nicht aus, um die Wäsche trocken zu bekommen. Länger wollte ich in dem Trubel aber nicht verweilen und Frank kam auch kurz drauf, so dass wir das Feld räumten.
Auf dem Weg zu Allmo holten wir uns beim Bäcker Brötchen und drei Teilchen.
Zurück an unserem Übernachtungsplatz spannte Frank beide Wäscheleinen, denn neben der Wäsche, die nicht für den Trockner geeignet ist (diese hatten wir auf ein Minimum reduziert), musste ja noch die übrige Wäsche getrocknet werden.
Es war zwar trocken, dennoch lag eine gewisse Feuchtigkeit in der Luft. Der Wind schaffte es nicht die Wäsche trocken zu bekommen. Also lief unsere Heizung in der Doka, um den Job des Trockners zu vollenden.
Was für ein Tag! Da will man nur mal eben „Wäsche waschen“ und dann wird eine Rettungsaktion daraus.
Zum Abendessen gab’s für mich die zweite Portion Ravioli und für Frank die restlichen Hamburger.
Abends, es war schon Dunkel, hatten wir die Vermutung, dass sich ein Allrad-Sprinter oder ähnliches Fahrzeug im Wald festgefahren hatte. Zumindest fuhr der Camper erst auf einer der Wege neben uns in Richtung der Senke mit dem Wasser und dann waren nur noch Motorengeräusche zu hören und Lichter zu sehen. Ein Van kam gefahren, parkte zwischen den Wegen. Stirnlampen leuchteten.
Irgendwann später kam Bewegung in die Lichter und beide Fahrzeuge verließen das Gelände. Am Morgen gingen wir auf Spurensuche. Schnell fanden wir die tiefen Spuren, die unseren sehr ähnelten (das Fahrzeug hatte sich auch bis zur Achse versenkt). Der Camper war also geflüchtet, ohne den Flurschaden zu beheben.
Es zeigt, dass der Boden nach dem ganzen Regen durchtränkt und tückisch ist. Selbst wenn man nichts sieht, kann sich unter der Oberfläche eine weiche Schicht befinden und schon steckt man im Schlamm(assel).
Freitag, 30. Januar 2026
Am Morgen schafften wir es unseren Übernachtungsplatz pannenfrei zu verlassen. Wir fuhren die wenigen Kilometer zur Playa de la Bota. Dort parkten wir Allmo in erster Strandreihe. Nach einem Abstecher ans Meer, setzten wir uns mit etwas Abstand zu Allmo in die Sonne. Ja, es war tatsächlich die Sonne zum Vorschein gekommen. Was für ein schönes Gefühl. Doch die Freude währte nicht ewig. Wolken schoben sich immer wieder vor die Sonne und verdrängten sie schließlich ganz. Der Wind frischte auf. Der Himmel wurde dunkler. Doch der gemeldete Regen blieb aus (bis auf 26 Tropfen).
Ich unternahm einen kleinen Strandspaziergang, sah mir die anderen möglichen Plätze an. An dem Strandzugang, an dem wir vor vier Jahren zwei Nächte standen, war das Dünengebiet nun zu beiden Seiten durch einen Holzzaun geschützt und ein Bretterweg führte zum Strand. Stehen kann man dort nicht mehr so schön.
Übernachten wollten wir an der Playa de la Bota nicht. Zum einen wussten wir nicht, ob es toleriert wird oder nicht und zum anderen war der Platz im Wald La Norieta eindeutig ruhiger. Also fuhren wir nachmittags wieder zurück (insgesamt 9 Kilometer). Diesmal stellten wir uns auf die Fläche zu drei anderen Campern (weit verstreut), was Frank dennoch wenig freute. Aber immerhin schien dort die Sonne, denn diese war wieder zum Vorschein gekommen und hatte strahlend blauen Himmel dabei.
Wir genossen die Sonne, kochten uns zum Abendessen Nudeln mit Carbonara Sauce und verkrochen uns dann in Allmo.
Samstag, 31. Januar 2026
An unserem neuen Platz im Wald La Norieta war die Straße besser zu hören, was aber auch an dem Dachzelt (zur Straße ausgerichtet) liegen konnte. Dafür konnten wir dem Froschkonzert aus der kleinen Lagune nicht mehr so gut lauschen.
Es blieb nachts bei den drei vorhandenen Campern, damit hatte ich nicht gerechnet. Nachts wurde ich wach und dachte, dass kann doch nicht sein: die Müllabfuhr meinte um 1:30 Uhr die Container leeren zu müssen. Frank war im Tiefschlaf. Dafür hörte er am Morgen unseren unfreundlichen französischen Nachbarn wegfahren (gegen 8 Uhr). Ich war zu dem Zeitpunkt im Tiefschlaf.
Um 9 Uhr waren wir auch schon auf den Rädern. Unsere Aufbaubatterien hatten nur noch 10 %. Wir benötigten somit dringend Energie. Es war endlich viel Sonne gemeldet, so dass wir wieder zur Playa de la Bota fuhren.
Die vier Störche, die in unserer Nähe grasten (gefühlt befindet sich auf jedem Strommast ein Storchennest), wurden bereits durch den ausgesetzten Podenco aufgescheucht. Die Einfangaktion gestern Morgen durch drei Tierschützer war demnach nicht gelungen.
Der Parkplatz an der Playa de la Bota war noch leer. Wir parkten – wie gestern – wieder hinter dem eigentlichen Parkplatz, zum Meer hin. Wir frühstückten und ich machte mich anschließend auf den Weg nach El Portil, um bei der bereits bekannten Bäckerei Panaderia El Delfin del Rio Brötchen und Teilchen zu kaufen.
Auf dem Hinweg lief ich am Strand entlang, über El Portil hinaus und entlang der Straße zurück zur Bäckerei. Die Verkäuferin (eine andere als vorgestern) wusste meine spanisch Sprachversuche zu schätzen, doch wir unterhielten uns dann ein wenig mir auf Englisch. Sie kommt aus Venezuela, was es erklärte, warum sie sehr gut englisch sprach.
Zurück lief ich über den Fußgänger-/Radweg, der neben der Straße im Wald verlief. Und nach rund 7,8 km war ich zurück bei Allmo.
Allmo stand nicht mehr an der Stelle, wo ich ihn verlassen hatte. Er parkte jetzt auf dem Parkplatz am hinteren Ende. Frank saß auf seinem Stuhl, wo Allmo vorher stand. Was war geschehen?
Ein Spanier meinte, dass das Parken hier verboten wäre, wegen Schutzgebiet. Das würde auch den vorderen Bereich betreffen. Woraufhin Frank dann meinte, dass die PKWs dort dann ja auch nicht parken dürften. Daraufhin ruderte der Mann etwas zurück. Im vorderen Bereich, zur Straße hin, wäre es okay. Frank parkte also um. Wobei gestern ein Herr von einer Behörde vom Strand aus an uns vorbeigefahren war und nichts gesagt hatte. Naja …
Wir saßen eine Weile in der Sonne, was einfach nur schön war. Doch leider nahmen die Wolken wieder zu und auch der Wind frischte etwas auf. Ein Mann einer Gleitschirmflieger-Firma inspizierte den Gleitschirm (Parapente) eines Spaniers und unternahm einen Probeflug. Der Wind war nicht ideal.
Mehr und mehr Wolken ließen uns die Flucht zurück in den Wald von La Norieta ergreifen. Der Franzose, der so früh gefahren war, stand wieder an seinem Platz. Auch unser Platz war frei. Also stellten wir uns dort hin. Wobei wir nicht die exakte Spur fanden und mehr Hölzer zum Unterlegen benötigten.
Die Sonne kam noch etwas raus und wir setzten uns nach draußen. Ich ging noch eine kleine Runde spazieren. Zum Abendessen gab es für mich die Reste der Nudel-Carbonara und für Frank bereits vorgegarte Burger. Dann wurde es auch schon etwas frischer, die Sonne hatte keine Leistung mehr und wir verkrochen uns in Allmo.
Einige Geländewagen, Motorcross-Bikes und sogar ein ATV fuhren heute durch den Wald. Anscheinend wird das Wochenende zum Crossen genutzt. An der gegenüberliegenden Area Recreativa hatten sich mehrere Familien zum Grillen eingefunden. Auch am Strand war heute mehr los als gestern.
Sonntag, 1. Februar 2026
Es war gutes Wetter gemeldet, doch das interessierte den Himmel nicht. Bereits in den frühen Morgenstunden fielen die ersten Tropfen und zum Frühstück regnete es schon etwas mehr. Aus einem weiteren Tag am Strand oder zumindest in der Sonne in La Norieta wurde nichts.
Immerhin hörte der Regen bald auf. Wir entschieden uns dennoch zu bleiben. Die Aussichten für Portugal sind alles andere als gut. Für Spanien ist es leider nicht viel besser. Eine größere Schar Iberischer Elstern (Blauelstern, wegen der blauen Schwanzfedern) freute sich über das nasse Gras und „hüpfte“ vergnügt durch die Wiese und die Bäume. Immerhin irgendjemand, dem das Wetter gefiel.
Wir wechselten unseren Platz. Bei dem Wind, der für die Morgenstunden gemeldet war, wollten wir etwas geschützter stehen. Wir kundschafteten die Möglichkeiten aus. Neben der Ermita furh in dem Moment ein anderer Camper. Also weiter suchen.
Hinter dem kleinen geschlossenen Toilettenhäuschen lag bereits ein umgefallener Baum. Perfekt für uns. Was einmal unten liegt, kann nicht erneut umfallen. Allmo kuschelte sich mit dem Heck an den Baum ran.
Etwas Sonne kam auch noch raus und verschaffte uns wenige Prozentpunkte in die Batterien. Für die Nacht wird’s reichen. Frank dichtete noch ein wenig den Koffer von oben ab. Bei dem, was es in nächster Zeit an Regen geben soll, kann das nicht schaden. Zuletzt war aber nicht mehr so viel Wasser in den Koffer gelaufen.
Das frühe Abendessen musste daher auf dem Raketenofen zubereitet werden. Über zwei Jahre war dieser nicht mehr im Einsatz, aber die wenige Sonne und die wenigen gefahrenen Kilometer machten es notwendig. Danke Spanien, dass dein Wetter so sch… ist.
Das Ergebnis (Süßkartoffeln mit Schweinefilet und Zwiebeln, dazu Salat) schmeckte sehr gut. Wir sollten wieder viel öfter mit dem Raketenofen / Dutch Oven kochen.
Montag, 2. Februar 2026
Ab vier Uhr war schlechtes Wetter gemeldet. Eine Stunde später weckte uns der Regen. Der Wind drehte zwar etwas auf, blieb jedoch harmlos. Keine drei Stunden später war alles ruhig. Wir hatten wieder mal Glück. Und nach dem Regen kam Sonnenschein. Die Guardia Civil drehte eine Runde, wollte bestimmt nur schauen, ob alle Camper in Ordnung sind, drehte um und fuhr wieder.
Die Vorhersage für diese erste Februarwoche ist in Portugal alles andere als gut. Wir wollen den Grenzübertritt noch nicht wagen. Stattdessen fuhren wir nur Einkaufen. Frank wollte zu Leroy Merlin, einem Baumarkt. Also fuhren wir nach Huelva.
Wir taten es den Spaniern gleich und parkten Allmo im absoluten Halteverbot. Bei der Planung des Baumarktes wurde an Fläche gespart. Es gab nur eine Tiefgarage. Das wäre wohl etwas knapp geworden 😊
Frank kaufte ein paar Dinge und wir fuhren weiter zu Mercadona. Vorbei am Lidl, bei dem alle Parkplätze belegt waren. Bei Mercadona war die Parkplatzsituation etwas entspannter. Eigentlich wollten wir nicht viel kaufen und dann wird’s doch immer etwas mehr.
Dann fuhren wir wieder zurück auf unseren Platz bei La Norieta. Wir parkten nicht ganz auf der gleichen Spur an dem umgefallenen Baum.
Viel Sonne und wenig Wolken wechselten sich ab. Tatsächlich konnten die Regenwolken mal nicht gänzlich verschwinden. Wir dafür aber schnell in Allmo, als es anfing zu regnen. Und dann, minutenspäter, strahlend blauer Himmel. Als wenn nichts gewesen wäre. In der Sonne und so ohne Wind war es richtig warm. Das zeigt, wie schön es sein könnte, wenn es mal beständig gut wäre.
Frank entdeckte, dass das Kabel unserer Starlink-Antenne durchgescheuert war und behob dies. Wie gut, dass wir mit diversem Werkzeug und Material gut ausgestattet sind.
Ich kam mit unseren Nachbarn aus Kempten im Allgäu ins Gespräch. Zum frühen Abendessen gab es panierte Hähnchen. Diese waren schon vorgegart und das Braten ging entsprechend schnell/energiesparend. Mit dem Verlesen und zubereiten des Spinat-Avocado-Mango-Kürbiskern-Salat war ich länger beschäftigt.
Dienstag, 03. Februar 2026
Nach etwas Regen am Abend bzw. in der Nacht, war am Morgen wieder Sonnenschein pur angesagt. Schnell die Dächer aufgeklappt, um möglichst viel Energie zu tanken. Ab dem Abend bzw. der Nacht waren wieder Regen und Wind gemeldet. Das nächste Sturmtief war auf dem Weg.
Nachdem wir gestern bei der Rückkehr aus Huelva bereits eine tiefere Furche in den Rasen gefahren waren, wollten wir bei dem gemeldeten Dauerregen, nicht auf sacknassen Boden stehen.
Wir nutzten die Sonne voll aus und als es sich am Nachmittag zuzog, fuhren wir – nach einigem hin und her – neben die Ermita. Dort standen wir sogar halbwegs gerade. Um gewappnet für den Regen zu sein, holten wir alles, was wir zum „Überleben“ benötigten nach innen.
Wir entschieden uns dann allerdings für ein frühes Abendessen (eigentlich war es eher Zeit für Kuchen, aber damit konnten wir nicht dienen). Noch war es trocken und Frank wärmte unsere Essensreste (Schweinefilet, panierte Hähnchen und noch ein wenig Süßkartoffeln) im Backofen auf. Schnell noch Tomaten und etwas Gurke dazu geschnibbelt. Fertig war das Abendessen.
Wir beobachteten vier Störche, die durch den Wald spazierten. Waren es zwei Pärchen oder vier einzelne Störche, weil der andere Partner auf dem Nest hockt? Vor Einbruch der Dunkelheit folgen sie in die gleiche Richtung davon. Frank warf die Frage in den Raum, ob Störche ein Nachtflug-Verbot haben.
Und dann fing es auch so langsam an zu tröpfeln.
Mittwoch, 4. Februar 2026
Bereits nach 22 Uhr kamen vereinzelt ein paar kräftigere Böen, aber nichts Dramatisches. Es regnete in der Nacht immer wieder, mal mehr, mal weniger. Immer begleitet von ein paar stärkeren Böen. Aber auch diesmal kamen wir wieder glimpflich davon.
Der Morgen startete grau in grau, mit einer winzigen Regenpause und einem einzelnen Storch auf dem Zufahrtsweg. Vielleicht wollte der Abkassieren. Durchlass nur gegen „Zahlung“ eines Frosches. Quak!
Ein Feuerwehr-Pritschenwagen hielt mit Blaulicht neben uns. Frank ging raus. Die beiden konnten sich mangels gemeinsamer Sprache nur mit Gesten verständigen. Der Polizist wollte nur mal schauen, was da vor der Ermita stand. Also Allmo. Frank zeigte in Richtung der 2 Kilometer entfernten Feuerwache. Ja, da kam der Mann her. Und dann fuhr er auch schon wieder.
Wir nahmen Kontakt zu Eurospring in Cartaxo auf. Dort wird unsere Feder hin geliefert. Wir wollten uns einfach mal von unserer Seite aus melden und gleichzeitig nachfragen, ob die jemanden kennen, der uns beim Schrauben hilft. Der Kontakt (per Telefon und Mail) zu Nuno war sehr nett. Frank brachte von DFF noch die Trackingnummer in Erfahrung und wie sich zeigte, wurde Die Feder am folgenden Tag (Donnerstag) bereits zugestellt. Mit der Werkstatt kamen wir noch nicht weiter. Weil wir nicht wissen, ob Frank mithelfen kann oder nicht.
Der Tag blieb grau und regnerisch. Wir machten nicht viel. Ich drehte eine kleine Runde durch den Wald und prüfte, ob noch alle Bäume stehen. Frank ging zu unserem Nachbarn, der sich für eine PV-Anlage interessiert. Bereits gestern hatten Frank und Jürgen darüber gesprochen.
Zum Abendessen gab es Couscous (mit Tomate, Gurke, Feta) und Brühwürstchen. Beides konnte mit Hilfe des Wasserkochers zubereitet werden. Sehr stromsparend zubereitet und innen kochbar.
Donnerstag, 5. Februar 2026
Es wurde bereits am Abend noch etwas böiger und regnete immer mal wieder. Am Morgen war es fast trocken, aber noch grau. Wir hatten bereits gestern entschieden, dass es heute weiter geht. Egal, was das Wetter sagt. Und somit verließen wir nach acht Nächten (der Rekord von der Playa de Camposoto ist somit eingestellt) den Wald La Norieta. Das Abfahrtvideo gelang, ohne dass Frank den Allmo versenkte. Später erfuhren wir von unserem Camper-Nachbarn Jürgen, dass in La Norieta schönstes Wetter war. Von den Unwettern, die Andalusien heimgesucht hatten, war in de Umgebung von Huelva nichts zu spüren gewesen.
Tbc
La Norieta
tbc














































































































































































































































































































































































































