Sierra de Alhamilla



Dicke Wolken hingen am Morgen über Gador und in der Nacht hatte es ein klein wenig geregnet. Obwohl wir eigentlich weiter Richtung Norden in die Rambla de Tabernas wollten unternahmen wir zunächst einen kurzen Abstecher nach Roquetas de Mar.

Ich wollte einen Arzt auf meinen Zeh und die Ferse schauen lassen. Seit ein paar Wochen hampel ich schon mit einer Entzündung am Zeh und Schmerzen an der Ferse rum. Passenderweise am gleichen Fuß. Die Wahl eines Arztes bzw. einer kleinen Klinik gestaltete sich für mich sehr schwierig. Wohin geht man? Spricht dort irgendjemand zumindest englisch? Schließlich fiel meine Wahl auf die Policlinica in Roquetas, weil die wohl auch auf Podologie spezialisiert sind und ich hab ja was mit den Füßen.




Die Verständigung am Empfang verlief eher schlecht als Recht, doch dann waren wir uns einig, dass ich einen Medico konsultieren wollte. Ich musste auch gar nicht lange warten, da wurde meine Nummer schon auf dem Bildschirm angezeigt. Die Ärztin sprach leider auch so gut wie kein Englisch und wenn sie was sagte war ich mir leider gar nicht sicher ob es Englisch oder Spanisch war. Irgendwie klappte es dann mit der Verständigung über Gockel-Translator.

Anstatt das mir der Zeh aufgeschnitten und der Eiter rausgedrückt und der Störenfried in meiner Ferse rausgeschnitten wurde bekam ich ein Rezept für Antibiotika und eins für Ibuprofen. Danach sollte ich nur zur Krankenschwester, damit die meinen Fuß versorgen konnte. Bis ich dann mit einer neuen Nummer endlich aufgerufen wurde waren weitere 1,5 Stunden vergangen.

Die Krankenschwester sprach ein sehr gutes Englisch. Sie ging davon aus, dass kein Objekt in meiner Ferse ist. Naja, ich bin mir da nicht so sicher, aber nachdem ich darin vor zwei Tagen mit einer Nadel rumgeporkelt habe und jetzt auch noch Zugsalbe alles gelb gefärbt hatte, ist das vielleicht nicht so gut zu beurteilen. Auf jeden Fall sprühte sie mit Desinfektionsspray zweimal auf die Wunden und das war es dann auch schon. Nach über zwei Stunden war ich wieder entlassen und 46 Euro ärmer.

In der gegenüberliegenden Apotheke löste ich noch schnell die Rezepte ein und humpelte zurück zu Allmo.

Frank hatte in der Zwischenzeit schon bei Aldi eingekauft und wir fuhren wieder zurück, um dann ab Rioja in das trockene Flussbett Rambla de Tabernas einzusteigen.





Über Gravelroad fuhren wir ca. 5 km hautnah durch eine unglaubliche Landschaft der Rambla de Tabernas. Wir legten einige Fotostopps ein. Nicht nur an Ruinen, sondern auch an den Oasen von Lawrence von Arabien. Nach einem Stück Teer ging es am Oasys Mini Hollywood wieder auf die Piste.





Wir trafen uns nach wenigen Kilometern mit Jana und Ralf mitten im Nirgendwo der Sierra Alhamilla und verbrachten einen gemütlichen Abend mit Grillen und Lagerfeuer. Der fast volle Mond zauberte riesige Schatten. Ab und zu kam eine Wolke dazwischen.

In der Nacht herrschte eine so himmlische Ruhe. Kein Auto, Nichts war zu hören. Einfach unglaublich.

tbc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.