Was hatten wir uns für einen Kopf gemacht, um alles richtig zu machen. Unter welchen Bedingungen bekommen wir ein H-Kennzeichen? Ist eine Umschlüsselung zu einem WoMo möglich und wenn ja: Was ist dafür zu tun? Welche Versicherung versicht überhaupt so ein ehemaliges Löschgruppenfahrzeug? Und was kostet der Spaß? Und wird das Straßenverkehrsamt uns auch die passende Zulassung erteilen? Das waren die wesentlichen Fragen. Antworten bzw. Lösungen mussten her.

H-Kennzeichen


Das H-Kennzeichen hatte für uns oberste Priorität, um Steuern zu sparen. Denn mit einem H werden gerade mal 192 EUR pro Jahr an Steuern fällig.

Das entsprechende Gutachten für eine H-Zulassung erhält man in der Regel allerdings nur, wenn das Fahrzeug in dem zeitgenössischem Zustand bleibt. Für uns kein Thema, da der Koffer drauf bleiben wird, und Allmo von außen wie ein über 30 Jahre altes Feuerwehrauto aussieht. Somit stand dem H-Gutachten nichts im Wege.

Umschlüsselung zu einem WoMo


Die Umschlüsselung zu einem Wohnmobil ist hingegen nicht ganz so einfach und theoretisch nicht möglich, sofern diese Umschlüsselung nicht in den ersten zehn Lebensjahren eines Fahrzeugs erfolgte. Nun ja, über dieses Alter ist Allmo schon lange hinweg. Ab und an liest man im Internet, dass so eine Umschlüsselung auch erst im historischen Alter vorgenommen wurde. Ist wohl alles eine Auslegungssache. Wir denken und hoffen, dass wir auch ohne die Umschlüsselung zu einem WoMo klar kommen werden. Wenn es doch noch Ecken und Kanten gibt, die wir jetzt noch nicht geblickt haben, werden wir berichten.


Sonstige Umschlüsselungen


Als So.-Kfz. Löschfahrzeug war Allmo bisher eingeschlüsselt. Dies musste für die neue Zulassung geändert werden. Schließlich ist das nun endgültig ein Teil von Allmos Vergangenheit und somit historisch. Allmo läuft nun als Fahrzeug zur Güterbeförderung. Emissionsklasse „Oldtimer“.

Gleichzeitig mit der Umschlüsselung wurde auch die Vorbaupumpe ausgetragen (physisch erfolgte dies erst 5 Tage später), Allmo folglich ein paar Zentimeter kürzer. Gleichzeit war Frank allerdings so geistesgegenwärtig schon den geplanten Heckträger eintragen zu lassen.
Breite und Höhe veränderten sich nicht. Somit hat Allmo nun folgende Maße: L 647 cm + 35 cm Heckträger x B 250 cm x H 297 cm.


Die Blaulichter sind mit schwarzen Hauben abgedeckt, die wir bei der Sattlerei Korn im Internet (lederstuff.de) bestellten. Die Sirene hatte Frank abgeklemmt.

Wer versichert unseren Allmo?


Je nach dem wie so ein Fahrzeug zugelassen wird, benötigt die Versicherungsgesellschaft natürlich andere Infos für ihr Angebot.

Folgende Fakten hatten wir:

– ehemaliges Feuerwehrauto, das sich nun im Privatbesitz befindet
– H-Kennzeichen
– Fahrten ins Ausland sollten mit versichert sein
– Alltags-PkW vorhanden (Versicherungswechsel nicht gewünscht)


Telefonisch und schriftlich (Webseite, Mail) wurden Angebote angefragt. Wir machten folgende Erfahrungen:

– Nicht jede Versicherungsgesellschaft kann oder will ein Feuerwehrauto versichern, auch wenn sie damit auf der Webseite werben solche Fahrzeuge als Oldtimer zu versichern.
– Nicht jede Versicherungsgesellschaft hat Auslandsfahrten mitversichert (auch ohne unsere Lage in unmittelbarer Nähe zu den Niederlanden ein No-Go).
– Online-Versicherungen sind mit Ihren Antworten nicht die schnellsten und haben nicht die schlauste Internet-Präsenz um Angebote ordentlich anzufordern.
– Die Preise für Haftplicht und Kasko können stark variieren und das Leistungspaket sollte auch genauer geprüft werden.
– Je nach dem wie das Fahrzeug versichert wird (nur Haftpflicht, Teil- oder sogar Vollkasko) werden unterschiedliche Gutachten (Kurz- oder Vollgutachten) oder sogar gar kein Gutachten benötigt. Das variiert aber auch von VG zu VG.
– Manchen VG genügt der Nachweis, dass auf den Versicherungsnehmer bzw. Ehegatten/Lebenspartner eine Kfz-Versicherung für ein Alltagsauto besteht. Bei anderen VG ist die Versicherung des privaten PKW Voraussetzung für die Versicherung des Oldtimers.

Ungefähr eine Woche setzten wir uns etwas intensiver mit dem Thema Versicherung auseinander, und entschieden uns letztlich für die Versicherungsgesellschaft, die nicht nur schnell ein Angebot zur Verfügung gestellt hatte, sondern auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbot. Vorab mussten wir zwar Fotos von Allmo per Mail übermitteln, um zu prüfen, ob eine Versicherung grundsätzlich möglich ist, dann folgte aber unverzüglich die Übermittlung der eVN. Das Kurzgutachten war innerhalb von 4 Wochen nachzuliefern.

Alle Weichen standen auf Grün


Somit waren alle Voraussetzungen für eine Zulassung erfüllt. Und nach dem wir die Qual der Wahl mit dem Kfz-Kennzeichen auch noch getroffen hatten, lag alles nur noch an Allmo. Im zweiten Anlauf klappte es dann auch mit der Hauptuntersuchung. 🙂

tbc

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