Unsere 5. Überwinterung startete mit dem Signallicht-Treffen in Keltern und endete mit der 4×4 Rhein Waal in Kalkar. Das unsere Reise in Kalkar endet, wussten wir zu Reisebeginn noch nicht. Erst Ende Februar hatten wir uns dazu entschieden. Ein paar unsere IVECO-Freunde wollten kommen und für uns war das ein Grund die Rückreise zwei Wochen früher als ursprünglich geplant zu starten. Das Wetter war zu der Zeit in Spanien auch nicht so, wie wir es uns gewünscht hatten. Somit war es schließlich eine leichte Entscheidung früher Kurs auf den Niederrhein zu nehmen.

Wir stoppten in Goch noch beim Getränkesupermarkt und fuhren dann die restlichen 19 Kilometer nach Kalkar. Dort waren Gerd und Katja mit ihrem Kabenzmann bereits gelandet. Persönlich kannten wir die beiden noch nicht.

Am Donnerstagnachmittag trafen bei bestem Wetter noch unserer IVECO-Freunde ein. Und so verbrachten wir am Lagerfeuer einen sehr schönen Abend.



Der Freitag startete frisch und ich unternahm nach dem Frühstück einen Spaziergang nach Kalkar. In der Stadt gibt es sehr viele ältere Gebäude, teilweise denkmalgeschützt und neu hergerichtet. Ein lohnenswerter Rundgang. Ich flitzte noch bei Aldi rein, und hatte letztlich 12,6 km zurückgelegt, als ich im 4×4 Camp eintraf.



Inzwischen war es sehr sonnig und nach und nach trudelten noch weitere unserer Freunde ein. Mit der Entscheidung, früher zurück zu fahren, und die 4×4 Rhein Waal als letzte Station unserer Reise mitzunehmen, hatten wir alles richtig gemacht.

Ganz besonders freuten wir uns Sascha und Judith wiederzusehen. Auf unserer ersten „Probefahrt“ mit Allmo, im September 2019 hatten wir die beiden spontan in Frankreich getroffen. Hoffentlich gibt es ein Wiedersehen auf Sonjas Fernwehtreffen in Weeze.



Samstag war es lange stark bewölkt und entsprechend sehr frisch. Bereits morgens wurde das Lagerfeuer entzündet. Abends verkrochen wir uns alle relativ früh in unsere Fahrzeuge. Sonntag war wieder Sonne satt angesagt. Es war sehr angenehm draußen.

Bereits das ganze Wochenende war ich emotional etwas angeschlagen. Bisher war Emma immer mit bei den Treffen und (fast) jeder wusste, dass wir nun ohne Emma unterwegs sind. Und nun rückte das Unvermeidbare immer näher: eine Rückkehr ohne Emma. Wie hatte sie sich immer gefreut, nach Hause zu kommen! Dieser Blick, die Augen weit aufgerissen, und die Erkenntnis: Ich bin wieder zu Hause. Jetzt werden wir nur ihre Urne ins Haus tragen.

Und dann im Haus: Kratzbaum, Höhlen, ihre Sprungkisten, um aufs Bett und Sofa zu kommen, … Ein ganzes Haus voller Erinnerungen. Bereits auf den letzten 45 km, die wir noch vor uns hatten, flossen die Tränen.

Auch wenn ich dieses Jahr das erste mal wirklich froh war nach Hause zu kommen, so wollte ein Teil von mir am liebsten an Straelen vorbeifahren. Doch es half nichts. Und so endete unsere Reise nach 188 Tagen, wo sie angefangen hatte.

Tbc

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