
In Gijon wollten wir eigentlich nur zu LIDL. Es gab Gartenscheren im Angebot. Doch durch die Lage im Nahen Osten steigenden auch in Spanien die Kraftstoffpreise. Vor vier Tagen hatten wir bereits in Zamora getankt (1,276 EUR Diesel). Nach dem Stadtbesuch war der Diesel 2 Cent den Liter teurer. An der Küste wollten wir als nächstes tanken. Eine günstige Tankstelle hatte ich in Gijon bereits rausgesucht. Nur dass wir dann ja erstmal für zwei Nächte unsere Fahrt in den Norden unterbrochen hatten. Eigentlich fatal, weil die Kraftstoffpreise weiter gestiegen waren. Die Tankstelle in Zamora nahm nun 1,599 Euro. Ganze 32 Cent mehr als noch vor 4 Tagen.
Als ich in Gijon nach den Dieselpreisen geschaut hatte (wir nutzen die App „123 Tanken“) stand da noch 1,31 Euro. Jetzt lag der Preis deutlich höher. Doch ich entdeckte noch eine andere Tankstelle die 1,407 Euro nehmen soll. Diese befand sich direkt bei LIDL. Und da wollten wir ja eh hin.
Auch wenn es wegen der Straßenführung besser gewesen wäre, zunächst einkaufen zu gehen, fuhren wir an LIDL vorbei und direkt zu Alcampo Tankstelle. Der Preis stimmte noch. Unsere Freude war groß. Und somit bekam Allmo so viel frischen Diesel wie hineinpasste. Günstiger wird es wohl nicht mehr werden.
Anschließend konnten wir in Ruhe einkaufen. Natürlich regnete es etwas mehr, als wir unsere Einkäufe verstauen wollten.
Wir fuhren anschließend noch 10 Kilometer weiter, an die Playa de Xivares. Dort scheint das Übernachten geduldet zu werden. Die Parkplätze waren schräg angelegt und Allmo hüpfte vorne auf Holzbretter, damit wir annähernd grade standen.
Am Nachmittag war es zwar irgendwann trocken, doch es wehte ein fieser Wind. Abgesehen von einem kurzen Abstecher an den Strand, unternahmen wir nichts. Leider waren die Aussichten für den kommenden Tag nicht gut (mehr Regen).
Zum Abendessen erwärmte Frank das restliche Hackbällchen-Mexiko-Gemüse. Für ihn mit Nachos, für mich mit Kritharaki-Nudeln.
Samstag, 7. März 2026
Es war ungewohnt mit Meeresrauschen einzuschlafen. Zumal das Meer sehr laut war. Doch irgendwann nickten wir ein. Abgesehen von einem Motorengeräusch in der Nacht, war es ruhig.
Der Morgen startete nass. Lange vor Sonnenaufgang hatte es angefangen zu regnen. Wobei ich erst gegen 7 Uhr von den Regentropfen geweckt wurde. Unsere Frühstücksutensilien holte Frank schnell rein. Auch bis zum Mittag sah es nicht besser aus. Im Gegenteil. Die Hafenmauer und Kräne verschwanden im Grau bzw. waren nur noch schemenhaft zu erkennen.
Nach 14 Uhr wurde es etwas heller und schließlich stoppte der Regen. Wir wagten es und schnürten unsere Schuhe. Von Nicole und Jörg (4×4 Himmelbett) wussten wir, dass es in Perlora eine „Antigua ciudad de vacaciones“, also einen Lost Place, eine ehemalige Ferienhaus-Siedlung gibt. Diese wollten wir uns ansehen und verbanden es direkt mit einem Spaziergang entlang der Küste.
Der Weg entlang der Küste ließ sich gut gehen. Was als Trampelpfad anfing, endete auf einer ehemaligen Bahntrasse, der wir ein gutes Stück folgten. Der Weg führte durch mehrere kleine Tunnel und über eine kleine Brücke. Fast immer mit Blick auf die sehr zerklüftete Küste.
Und dann hatten wir auch schon den östlichen der beiden großen Parkplätze erreicht. Auch wenn die Ferienhaus-Siedlung nicht mehr genutzt wird, ist das gesamte Gelände an der Küste frei zugänglich. Es gibt Strandbars, Toiletten, Strandduschen (sogar in Funktion), Picknickbänke, Aussichtspunkte, …
Wir liefen durch die Straßen und waren überrascht, wie viele Autos über das Gelände fuhren. Die kleinen Bungalows haben alle ein anderes Erscheinungsbild. Die Türen waren meist vernagelt. Manche Häuser waren von einem Bauzaun umstellt.
Mitten auf dem Gelände befinden sich Sportplätze (Tennis, Fußball). Gut in Schuss, also noch in Nutzung.
An der ehemaligen Rezeption befanden sich ein Kiosk, ein Tante-Emma-Laden und das Getränkelager. Der Kiosk war geöffnet bzw. durch die nicht mehr vorhandene Scheibe war der Zutritt möglich. Ein paar Geschäftsunterlagen lagen herum (Jahre 2002/2003). Kleine Espresso-Tassen samt Untertassen warteten auf ihre Verwendung. Unmengen leerer Eiskartons waren ineinander gestapelt. Der Bereich der als Lager diente, war versperrt. Uns hätte das Ablaufdatum der Flaschen interessiert.
Im angrenzenden Gebäude gab es einen großen Saal, mit einem kleinen Verkaufsschalter (für was auch immer). Es gab „Telefonzellen“, die Anlage stammt also aus einer Zeit, bevor es Handys gab. Zwei Gebäude werden bei Karten-Gockel als „Speisesaal“ bezeichnet. Eines davon verfügte über einen Außen-Treppenlift.
Wir gingen noch bis zu dem westlichen Parkplatz und bogen dann zur Küste ab. Schließlich landeten wir wieder auf unserem Weg. Folgten dem Verlauf der ehemaligen Bahntrasse (die neue Bahnstrecke verläuft im Übrigen beinahe parallel) entlang der Küste und waren nach 8,7 km bzw. 2:20 Stunden wieder zurück an der Playa de Xivares.
Weitere Infos zu der ehemaligen Ferienhaus-Siedlung (aus dem www):
Der Badeort Perlora wurde 1954 (zu Francos Zeiten) gegründet und diente als Badeort für die Arbeiter der wichtigsten öffentlichen Unternehmen oder für Tombola-Gewinner. Auf dem über 30 Hektar großen Gelände stehen 300 Bungalows. Diese wurden damals für umgerechnet 9 Cent pro Tag und Person vermietet (vier Mahlzeiten am Tag inklusive). 1982 ging die Anlage an das Land Asturien. Doch dieses konnte sich Perlora bzw. die laufenden Kosten nicht leisten. Seit nunmehr fast 20 Jahren ist das ehemalige Luxusresort dem Verfall gewidmet.
Am westlichen Parkplatz befindet sich ein Wächter. Die illegale Besetzung der Gebäude soll verhindert werden.
Im Wasser befand sich eine „Robbe“ (Wellenreiter) und am Strand standen drei weitere Robben mit ihren Surfbrettern. Auf dem Parkplatz standen einige Autos. Auch Hundegassi-Geher mögen die Playa de Xivares.
Das Wetter hatte sich während unserer Wanderung relativ gut gehalten. Nur zwischendurch hatte es etwas genieselt.
Frank war geschafft und hungrig und so bereiteten wir unser Abendessen zu. Weil den ganzen Tag Regen gemeldet war, hatten wir gestern Brötchen gekauft, die es als belegte Sandwiches gab. Im Kontaktgrill ließen sich diese super toasten.
Sonntag, 8. März 2026
Das Meer hatte sich beruhigt und war in der Nacht nicht mehr so laut. Gute Wellen, schönes Wetter und es war Sonntag. Drei gute Gründe, um das Surfbrett auszupacken. Das dachten sich zumindest einige Spanier und bereits um 8 Uhr düsten die ersten Autos auf den Parkplatz. Ich hatte schon Sorge, dass wir zugeparkt werden, und lief im Schalfanzug und mit zerzausten Haaren nach draußen. Aber beide Autos standen mit genügend Abstand vor und hinter uns.
Nach dem Frühstück gingen wir noch kurz an den Strand, der bei blauem Himmel direkt viel schöner aussah. Und dann machten wir uns auf den Weg.
Tbc














































































































































































































































































































































































































