In Llamas de Pria fuhren wir zum südlichen Wanderparkplatz für die Bufones de Pria. Ein paar Autos waren auf dem großen Platz geparkt, doch keine Camper. Wir stellten uns ans hintere Ende in die Sonne.

Ich setzte schnell einen Brotteig an und suchte mir eine Wanderung bei Wikiloc heraus. Frank wollte nicht mitlaufen (auch nicht mit zu den Bufones). Zum Glück war noch etwas vom Brötchen übrig, so dass ich mich stärken konnte und nicht warten musste bis der Brotteig gegangen und das Brot fertig gebacken war.

Der Weg zu den Bufones de Pria ist ausgeschildert. Eine Zufahrt ist nur für Anwohner und autorisierte Fahrzeuge erlaubt. Alle anderen parken auf dem Parkplatz auf dem wir stehen oder dem anderen Parkplatz im Dorf.

Bufones, auf Englisch Blowholes, sind Löcher im Boden (in Küstennähe) aus denen Meerwasser gepustet wird. Die Felsen sind unterspült bzw. gibt es Kanäle, durch die das Wasser fließt und dann über das Loch nach oben gedrückt wird. Eigentlich ein interessantes Schauspiel. Nur das davon im Moment nichts zu sehen war. Vermutlich lag es daran, dass Ebbe war und die Wellen heute nicht stark genug. Es gab mehrere Bufones. Aber alle waren nicht in Wasser-spuck-Laune.



Die meisten Touristen begnügten sich mit dem Spaziergang zu den Bufones, die von Drachenzähnen umgeben sind, nur wenige liefen weiter. Ich folgte meinem Weg, der ein wenig die Küste entlangführte. Steil gehen die Felsen hinunter bis ins Meer.



Zu Anfang gab es nicht wirklich einen Weg. Die Fläche war breit und gut begehbar. Dann kam Vegetation hinzu (niedriges Gestrüpp mit Stacheln, lange Hosen sind sehr von Vorteil) und der Weg glich einem Trampelpfad (mal schmaler, mal etwas breiter, manchmal etwas matschig). Ich schlug mich durch das „Dickicht“ staunte über die bizarren Felsen und Felsbögen (Formacion de Las Grallas, Pozo de las Grallas, Bufon Pozo las Grallas).



Ich kürzte etwas ab, in dem ich nicht der Wikiloc-Strecke an der Küste entlang folgte, sondern ging querfeldein. Den Abstecher zur Playa de La Canal hob ich mir für den Rückweg auf. Zunächst wollte ich zur Playa de Cuevas del Mar.

Mein Weg führte ich vorbei an einem Lost Place, bei dem es sich um eine Fischfarm gehandelt haben könnte. Die vielen Betonbecken und Rohre lassen dies vermuten. Hinter den Becken befanden sich zwei Gebäude, wovon das mehrstöckige als Büro diente. Ein paar Ordner mit Geschäftsunterlagen lagen auf dem Boden. Aufgeschlagen war ein Ordner mit Telefonrechnungen aus 2008. Fenster fehlten und Kupferleitungen konnte auch jemand gebrauchen. In der Fabrikhalle hatten sich diverse Graffiti-Künstler ausgetobt.



Über einen Trampelpfad gelangte ich an den Strand Playa de Cuevas del Mar. Ich befand mich auf der Seite mit den Höhlen. An dem Zugang zu einer kleinen Höhle hatte jemand mit kleinen Kieselsteinen den Boden schön angelegt, Wände und einen Bogen verziert.



Ein Wasserzulauf trennte mich von dem größeren Strandbereich auf der östlichen Seite. Eine Möglichkeit trockenen Fußes auf die andere Seite zu gelangen, gab es nicht. Half nur eins: Schuhe aus. Das Wasser war sehr erfrischend. Nein, es war kalt und ich konnte nicht schnell laufen, wegen der vielen Steine.

Die vorderen Höhlen auf der westlichen Seite waren von der einlaufenden Flut schon etwas geflutet und auch der interessante Felsbogen, der sich mittig in der Bucht befindet, war schon vom Wasser umspült. Ich war also etwas zu spät. Egal. Der Felsen, der ein wenig wie ein Elefant aussieht, sah auch so toll aus. Nur in die Höhlen vorne wäre ich gerne gegangen, aber nicht bei dem Wasserstand.



Mit Schrecken stellte ich fest, dass mein Handyakku nur noch 20 % hatte (ich war leider nicht mit einem vollen Akku losgelaufen). Schnell säuberte ich meine Füße, verputzte einen Müsliriegel, trank einen Schluck und zog die Schuhe an. Mein Vorhaben auf dem Rückweg an der Playa de La Canal vorbeizulaufen, verwarf ich. Wikiloc beendete ich, weil „Trail folgen“ unnötige Energie verbraucht. Stattdessen suchte ich die kürzeste Strecke zurück zu Allmo raus. Diese führte über die Straße, was ganz gut war. Wenn ich irgendwann nach dem Weg fragen muss, dann stehen die Chancen besser jemanden zu treffen. Ich prägte mir den Weg sicherheitshalber halbwegs ein.



Zügig Schritt ich voran, machte nur noch ein paar wenige Fotos und blickte nur sporadisch auf Karten-Gockel. Irgendwann tauchte ein Schild mit Pria de Bufon auf. Ich war auf dem richtigen Weg. Und so legte ich – trotz Steigungen – die letzten 5 Kilometer in 50 Minuten zurück.

Nach insgesamt 13,3 km bzw. 3:15 Stunden war ich wieder zurück. Allmo stand inzwischen im Schatten, weil die hohen Eukalyptusbäume die Sonnenstrahlen nicht durchließen.

Wir setzten uns dennoch raus, bis uns der Schatten nervte. Zum Abendessen gab es leckere Burger.

Montag, 9. März 2026

Mit Hundegebell schlief ich ein. Mit Hundegebell wachte ich auf. Frank hatte nachts mehrfach den Hundechor gehört. Das hatte ich wohl verschlafen. Ebenso den leichten Regen gegen 4 Uhr.

Noch vor dem Frühstück mussten wir das Zelt abbauen. Es begann erneut zu regnen und der Stoff sollte nicht unnötig nass werden. Nach dem Frühstück fuhren wir weiter. Unser Ziel lag nur 21 km entfernt.

tbc

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