Aus Richtung Spanien bzw. Bordeaux ist der Weg nach Hause dann doch irgendwann der gleiche. Und weil es von den Fahretappen passte, steuerten wir den Etang Duris an. Dort hatten wir vor zwei Jahren auf dem Rückweg auch übernachtet.

Über die Nationalstraßen N10 und N141 kamen wir zügig voran. Einen Zwischenstopp legten wir bei LIDL ein und kauften unter anderem den leckeren Wurstaufstrich, den wir auf dem Hinweg dort entdeckt hatten. Damit wir uns Zwischendurch die Beine vertreten konnten, stoppten wir in Rancon, einem kleinen Dorf, das mit nur 7 Kilometer Umweg von der Hauptroute zu erreichen war.



Wir parkten Allmo am Ortsrand und gingen zu Fuß auf Erkundungstour. Der Ortskern besteht aus einer Kirche und vielen älteren Häusern. Interessant ist die Laterne des Morts, die Totenleuchte. Leider stehen, wie so oft, einige Ladenlokale leer. Abgesehen davon gibt es ein paar Kunst-Ateliers. Der Bäcker verkauft seine Brötchen aus einem LKW-Auflieger, der am Ortsrand parkte.



Eine alte Steinbrücke überspannt den Fluss Gartempe. Für Fahrzeuge ist sie gesperrt. Neben der Hauptstraße stand ein ehemaliges Postauto geparkt. Ganz klar ein Hingucker.



Von Rancon ging’s in Richtung A20, die uns weiter in den Norden, zum Etang Duris brachte. Der Himmel wurde ein wenig freundlicher und kurzzeitig schaute die Sonne aus den Wolken hervor. Wir parkten Allmo auf dem bekannten Platz. Nur wenige hundert Meter weiter befindet sich ein kostenfreier Womo-Stellplatz. Dieser befindet sich gefühlt auf dem Hof von einem Restaurant und hat uns bereits damals nicht zugesagt.

Die Wildgänse, diesmal drei, waren auch wieder da. Nach einer kleinen Stärkung machte ich mich auf einen Spaziergang. Der auf der Infotafel angezeigte blaue Wanderweg (7 km), verlief nicht so wie angeschlagen. Und daher lief ich, den blauen Markierungen folgend, anders als ich eigentlich laufen wollte.



Später ignorierte ich die Markierungen und folgte dem Track von Wikiloc. Damit ich den Etang Duris vollständig umrunden konnte, musste ich einen Weg doppelt laufen. Und so beendete ich meinen Auslauf nach 9,3 km bzw. 1:42 Stunden.



Der ursprüngliche blaumarkierte Wanderweg war nicht sehr spannend und durch das Teilstück entlang der Hauptstraße wenig reizvoll. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die neue Route nur um den See Etang Duris herum verläuft. Ein paar Picknickbänke stehen entlang des Sees. Im Sommer ist der Ort bestimmt gut besucht.

Zum Abendessen gab es panierte Hähnchenbrust, dazu Krautsalat und Süßkartoffeln mit Käse überbacken.

Dienstag, 17. März 2026


Die Nacht sollte leider unruhig werden. Zunächst ließen mich meine kalten Füße nicht in den Schlaf finden und als ich dann endlich schlief, wurde ich durch das Klatschen einer Autotür geweckt. Den Motor hatte ich vorher nicht gehört. Wenn es bei dem einen Zuschlagen der Tür geblieben wäre, wäre vermutlich alles gut gewesen. Doch innerhalb kürzester Zeit gingen noch drei-/viermal die Türen auf und zu. Es waren draußen Stimmen zu hören und dann war erstmal Ruhe. Bis wieder eine Tür laut zugeschlagen wurde.

Langsam schwoll mir der Kamm. Eine Schiebetür ging auf und zu. Also war ein anderer Camper angekommen und das mitten in der Nacht. Weil meine Uhr kaputt ist, wusste ich nicht wie spät. Aber definitv nach 23 Uhr und weit vor 3 Uhr. Wieder trat Ruhe ein. Dann waren erneut Stimmen zu hören. Wieder mehrfaches Türen klatschen. Dann ging die Schiebetür noch dreimal auf und zu. Jedes Mal mit einem lauten Rums. Und dann war es tatsächlich ruhig und ich hellwach. Frank hatte von alldem nichts mitbekommen. Der Glückliche!

Auch wenn man Gleiches nicht mit Gleichem vergelten soll, konnte ich es mir am Morgen nicht nehmen Rache auszuüben. Sonst holt Frank immer die Frühstücksutensilien und ist, wenn wir Nachbarn haben, leise. Heute hüpfte ich aus Allmo, klatschte die Tür hinter mir laut zu. Ist ja schließlich eine schwere Tür. Ich riss die Jalousie hoch, öffnete erneut die Dokatür, riss die Jalousie runter und klatschte die Tür wieder hinter mir zu. Das tat gut. Am liebsten hätte ich denen noch eine Nachricht aufs Fahrzeug gepinselt, als Warnung für andere „Beware oft he noisy camper“ (Achtung vor dem lauten Camper). Aber das wäre wohl übertrieben gewesen und außerdem Sachbeschädigung.

Nach dem Frühstück fuhren wir bei bestem Wetter (Sonnenschein und blauer Himmel) weiter.

tbc

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