Von unserem Übernachtungsplatz waren es nur 12 Kilometer bis zum Dutzendteich bei Nürnberg. In dem kleinen Naherholungsgebiet angrenzend an der Messe und dem Fußballstadion, gibt es eine begrenzte Anzahl an kostenfreien WoMo-Stellplätzen. Wir hofften einen dieser Plätze ergattern zu können.

Ein paar wenige freie Parkplätze (im vorderen Bereich, nicht für Camper ausgewiesen), gab es. Wir parkten neben einem leeren Hänger und einem rumänischen Van. Wie sich herausstellen sollte, scheinen auf dem Platz Tagelöhner aus Osteuropa zu übernachten. Zumindest kam wenig später ein Pkw angefahren und unsere Nachbarin und weitere Personen verschwanden damit. Bis das Auto davon fuhr waren wir schon reichlich genervt, weil tausendmal die Türen zugeschlagen wurden.

In den Gewässern am Dutzendteich ist baden streng verboten, weil das Wasser nicht gesund ist. Ob die Gänse und Enten das auch wissen?



Ein Blick auf die Wetter-App zeigte für morgen dann doch wieder schlechteres Wetter, so dass wir entschieden, heute keinen Ruhetag für meine Füße, Knie, etc. einzulegen, sondern mit der U-Bahn nach Nürnberg reinzufahren.

Die Haltestelle Bauernfeindstraße der U1 befand sich nur wenige hundert Meter entfernt. Die Touch-Bedienung an dem Ticketautomaten funktionierte nur widerwillig. Irgendwann hatten wir ein 4-Fahrten-Ticket erfolgreich gezogen.



Wir fuhren bis zur Lorenzkirche und starteten von dort zu unserer Besichtigungstour. Obwohl es gerade mal 10 Uhr war, hatten schon einige Reisegruppen und auch Schulklassen ihren Weg in die Stadt gefunden.



Ein paar Sehenswürdigkeiten, historische Gebäude, Brücken, die Burg und die massiven Burgmauern hatte ich zuvor markiert und so schlenderten wir gemütlich durch die Stadt. Der Fluss Pegnitz fließt durch Nürnberg und gab ein hübsches Bild ab.



Einen ersten kleinen Vorgeschmack bekam ich auf das, was mich am Samstag beim Mammutmarsch erwarten wird. Oh weh!!!

Auf dem Hinweg hatte das Frittenwerk unser Interesse geweckt und so kamen wir nicht umhin, dort auf dem Rückweg anzuhalten. Die Pommes schmeckten sehr gut.



Anstatt an der Lorenzkirche wieder in die U1 einzusteigen, gingen wir weiter in Richtung Hauptbahnhof. Somit kamen wir noch am urigen Handwerkshof vorbei. Mit der U-Bahn waren wir schnell wieder zurück bei Allmo.



Im Bereich für Womos war inzwischen ein Platz freigeworden und Allmo hüpfte in die Lücke. Jetzt kann auch keiner meckern, wenn wir drei Tage stehen bleiben, denn dies ist der geduldete Zeitraum.

Am Morgen hatte ich meine Startzeit für den Mammutmarsch von 7:40 Uhr auf 6:40 Uhr vorverlegt. Früh wach werde ich eh sein und dann kann ich auch früh starten. So der Plan. Je eher ich fertig bin, desto eher können wir die Stadt hinter uns lassen. Interessanterweise führt die Marschroute an der Ecke vom Parkplatz vorbei. Mal sehen, ob der erste Platz vorne noch frei wird, dann könnte sich Allmo dort platzieren und der Herde zujubeln und sie anfeuern.

Aus der Idee, es sich in der Sonne auf der Wiese hinter uns gemütlich zu machen, wurde nicht viel. Zunächst stellte Frank fest, dass sein Sitzkissen nicht da ist. Wobei mir dann sofort einfiel, dass er es vorgestern auf der Sitzbank hat liegenlassen … Und dann zogen Wolken auf und das war’s mit der Sonne. Nach einer Weile begann es dann zu tröpfeln. Früher als vorhergesagt, aber immerhin waren wir nicht mehr bei unserer Stadtbesichtigung.

Auch die Nürnberger Familie mit serbischen Wurzeln verließ ihren Pavillon, in dem sie zuvor einen religiösen Feiertag ihrer Heimat gefeiert hatten.

Tbc

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