Mittwoch war bis zum Nachmittag noch schönstes Wetter und dann Regen, Regen, Regen. Donnerstag am späten Nachmittag war und blieb es trocken. Freitag erst mehr Wolken, dann viel Sonne.


Wir spazierten mittags zum pre Check-in am Jedermannsportplatz, der nur 1,4 km entfernt lag. Meine Startzeit hatte ich gestern von 7:40 Uhr auf 6:50 Uhr geändert. Vor Aufregung werde ich eh nicht viel schlafen. Somit bekam ich neben dem roten Startbändchen für die 30 km Strecke, ein weiteres Bändchen mit der Startgruppe 5. Die drei Strecken (30, 42 und 55 km) verlaufen teilweise sehr konträr. Also gut aufpassen und nicht der Herde hinterherlaufen.



Wir sahen uns noch das alte Zeppelinfeld an und schlenderten zu Aldi. Ich hätte Brot backen müssen, doch Frank wollte Weißbrot-Brötchen. Und da wir schonmal bei Aldi waren, kauften wir uns einen dreier Pack Stieleis.

Auf dem Rückweg stoppten wir noch mal am Jedermannsportplatz. Leider war das Mammut immer noch nicht aufgeblasen. Also verschoben wir das Fotoshooting auf Morgen.



Zum Abendessen gab es für mich Nudeln mit Avocado und Rucola, als Salat. Frank briet sich Nackensteaks mit Zwiebeln und roter Sauce. Dazu verputzte er eine Aldi-Flabatta.

Der Womo-Stellplatz am Dutzendteich und auch der nicht für Womos ausgewiesene Bereich füllten sich zusehends mit immer mehr Campern. Mammutmarsch, Trempelmarkt (der größte Innenstadt-Trödelmarkt Deutschlands) und ein Fußballspiel – heute Damen Nürnberg gegen Essen, morgen Herren-Bundesliga Nürnberg – Schalke) sorgen für reichlich Besucherströme. Zusätzlich werden die Flächen rund um die Teiche zum Grillen genutzt. Vermutlich wird die Nacht von Freitag auf Samstag nicht sehr entspannt werden. Aber wie war das noch gleich: vor Aufregung werde ich eh kaum ein Auge zu tun.

Samstag, 09. Mai 2026

Ich sollte Recht behalten. Die Nacht war mit viel Unruhe und wenig bis keinen Schlaf verbunden. Erst versuchten noch spät zwei Womos ihr Glück und fuhren bis zum Ende durch, um dann wieder zurückzusetzen. Wir lagen schon im Bett, als wieder ein Motor zu hören war. Diesmal ein Pkw. Insgesamt drei Pkws kamen in der Nacht und fuhren wieder. Gefühlt war kaum einer weg, als der nächste angefahren kam. Der letzte blieb lange und als die Menschen zurückkamen, war erst mal eine ganze Weile lautes Palaver. Der Motor lief währenddessen die ganze Zeit. Meine Uhr hatte sich endgültig verabschiedet, so dass ich nicht wusste, wie spät es war. Hätten wir nicht sowieso vorgehabt, nach dem Lauf aus Nürnberg abzureisen, wäre spätestens nach dieser Nacht klar, dass wir nicht länger bleiben würden.



Meine Startzeit hatte ich am Mittwoch von 7:40 Uhr auf 6:50 Uhr vorverlegt. Ich wollte der Mittagshitze entgehen und viel Schlaf würde ich in der Nacht eh nicht bekommen. Also machten wir uns um kurz nach 6 Uhr auf den Weg zum Start. Frank begleitete mich und würde später wieder am Ziel auf mich warten.



Zum Wochenbeginn plagten mich Knieprobleme links und ein etwas schmerzender Knöchel rechts. Ich war sehr skeptisch, wie gut ich den Mammutmarsch in Nürnberg bestreiten würde. Auf die prophylaktische Einnahme von Schmerzmitteln verzichtete ich. Und das war gut so.



Die 30 km liefen sich fast wie von selbst. Der Aufstieg zum Tiergarten war etwas steil, aber nach nur 5 km Strecke gut machbar. Schnell war der 1. VP erreicht. Zwischen den VPs führte die Strecke um die Altstadt herum und ein kurzes Stück hindurch. Die Menschenmassen waren überschaubar. Einzig die Mammuts der anderen Strecken kreuzten öfter meinen Weg und waren verwirrt, warum ein Mammut ihnen entgegen kommt. Und schon erreichte ich den 2. VP. Dort gönnte ich mir eine etwas längere Pause.



Die Sonne bruzelte und ich gab anschließend Gas. Die letzten drei Kilometer sollten meine schnellsten Kilometer werden. Wer hätte das gedacht? Ob ich so beflügelt war, weil Frank im Ziel auf mich wartete?



Knie, Knöchel, Hüfte machten sich nur kurz bemerkbar. Die Blase vom Mammutmarsch Ruhrgebiet hatte ich vorab schon verpflastert, was gut war.

Nach 5:34 Stunden hatte ich 30,21 km zurückgelegt (inkl. ca. 35 Minuten Pause). Ich war glücklich und stolz auf diese Leistung.

Mammutmarsch Nürnberg, du warst einfach nur MEGA!!!

Auf dem Rückweg zu Allmo kamen uns viele Mammuts der 30er Strecke entgegen. Manche hatten auf den letzten ein – zwei Kilometern zu kämpfen. Ich erhielt Glückwünsche und sprach motivierende Worte. Wer es so weit geschafft hatte, der schafft auch das letzte Stück bis ins Ziel. Wie lang sich die paar Kilometer ziehen können, weiß ich jedoch aus eigener Erfahrung. In Madrid ging es mir ähnlich.

Tbc


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