
Bereits um kurz vor halb 6 hüpfte ich in die Tram 20. Diese fährt nur bei Großveranstaltungen, wenn sie angefordert wird. Wie der Zufall es wollte, stoppte sie vor meiner Haustür. Somit war ich um 6 Uhr bereits am Start.
Es war viel los. Kein Wunder, war der Mammutmarsch bereits seit Wochen ausgebucht. Ich kam mit Svetlana ins Gespräch, die allerdings erst um 7:15 Uhr startete.
Um 6:30 Uhr war es soweit. Der Countdown lief und los ging’s. Die Kilometer liefen sich zügig. Kein Wunder, ging es flach bis zum 1. VP. Nach einem kurzen Verpflegungs-Stopp bei Kroko Fit rückte die Treppe des Schreckens immer näher.
Zuvor schon ein moderater Anstieg bis zum Treppenabsatz. Und dann lag sie vor uns, die Spitzhaustreppe. 397 Stufen mussten bezwungen werden. Vorbei an Weinbergen, denen ich wenig Beachtung schenkte. Der Schweiß lief, dabei lag die Treppe noch überwiegend im Schatten. Das ein oder andere Mammut fluchte. Und schon war der Aufstieg geschafft. War doch gar nicht so schlimm. Natürlich fing ein Sportograf die erschöpften Gesichter kurz vor Erreichen des Gipfels ein.
Auch der Abstieg über die Serpentinen und ungleichmäßigen Stufen war okay und gut machbar. Als das geschafft war, liefen die letzten rund 18 km fast wie von selbst. Nur das sich trotz prophylaktischem Blasenpflaster doch noch eine Blase an der Ferse bilden musste. Und was für eine!
Nach dem 2. VP, der sich an einem Sportplatz befand, ging’s an der Elbe auf die Skyline von Dresden zu. Sehr cool! Ein kleines Stück ging’s durch die Stadt. Vorbei an der Fürstengalerie, der Frauenkirche und dem Zwinger. Vom Umzug des CSD bekam ich nichts mit, weil ich zu früh am Terrassenufer entlang kam.
Ein Security Mann stoppte an der letzten Straßenüberquerung, ca 1 km vorm Ziel, den Verkehr. Und ich konnte durchlaufen. Was habe ich den Mann dafür gefeiert. Im Zieleinlauf dann nur 2 Jubel-Volos. Die anderen befanden sich noch auf der Strecke. Das war etwas enttäuschend. Auch war es schade, dass der Sportograf im Ziel plötzlich von Essen abgelenkt wurde und vergaß mich zu fotografieren (Okay, es sollte sich später zeigen, dass es ein gezoomtes Foto von mir gibt).
Egal, ich war stolz die 29,85 km in 5:25 Stunden (darin enthaltenen 26 Minuten Pause) zurückgelegt zu haben. Mit der Zeit war ich 10 Minuten schneller als in Nürnberg. Das lag jedoch daran, dass ich 10 Minuten weniger Pausenzeit eingelegt hatte. Das Schneckentempo auf der Spitzhaustreppe und den Serpentinen (mit Abstand mein langsamster Kilometer) kompensierte ich auf der restlichen Strecke.
Der Mammutmarsch in Dresden war grandios!
Zwischen Kilometer 7,5 und dem 1. VP, sowie km 14 bis zum 2. VP hatte ich nette Mammutgespräche mit einer Mutter aus Berlin bzw. Vater und Sohn aus Recklinghausen. Und zwischendrin auch noch das ein oder andere nette Wort mit Volos oder Mit-Mammuts.
Am Ende setzte ich mich zunächst zu Vater und Sohn aus Recklinghausen, die am 2. VP schneller weg waren und ich sie auf der Strecke nicht mehr einholen konnte. Auf die vollbrachte Leistung stießen wir mit unseren Finisher-Getränken an.
Eine dunkle Wolke schob sich sehr langsam näher und ein kurzer Regenschauer durfte nicht fehlen. Danach gab’s wieder Sonne satt.
Ich quatschte noch eine ganze Weile mit Svetlana, die auch gut und flott durchgekommen war. Am späten Nachmittag kehrte ich dann zu meiner Pension zurück. Bei Kaufland holte ich mir wieder etwas zu Essen. Wobei es auch genügend Gastronomie in meiner Nachbarschaft gegeben hätte.
Sonntag, 07. Juni 2026
Auch der Sonntag startete früh. Bereits um kurz vor 7 Uhr stieg ich in die Tram. Ich fuhr auf dem gleichen Weg heim. Aber diesmal nur mit 5x umsteigen. Alles klappte reibungslos. Nur der Zug von Braunschweig nach Bielefeld schaffte es aus der eigentlichen Umstiegszeit von 32 Minuten, 1 Minute werden zu lassen. Danke der Verspätung stand auch noch ein Gleiswechsel an. Schnell runter und wieder rauf gesprintet und schon kam die Bahn. Glück gehabt.
Und so trudelte ich mit nur 5 Minuten Verspätung in Duisburg ein. Frank wartete schon auf mich und ruckzuck war ich wieder zu Hause.
Es war ein sehr schönes Wochenende in Dresden.
Danke Dresden, danke Mammutmarsch, für diesen schönen Tag!
tbc














































































































































































































































































































































































































