Wir fuhren von der sächsischen in die böhmische Schweiz. Die ersten Kilometer in Tschechien führten uns vorbei an Felsen und leider durch Wald mit vielen abgestorbenen Bäumen. Vor vier Jahren gab es einen starken Waldbrand. Die Natur erholt sich nur langsam. Die schmale Straße führte uns nach Vysoka Lipa – Hohenleipa. Wir buchten uns für zwei Nächte auf einem privaten Grundstück am Ortsrand ein.




Unsere Nachbarn sind neben zwei weiteren Campern, ein paar Pferde. Es verspricht eine ruhige Nacht zu werden. Unser nächstes Wanderziel, den Šaunštejn, hatten wir bereits vor Augen.

Zum Abendessen gab es selbstgemachtes Gyros, mit Feta, Salat und Fladenbrot.


Mittwoch, 23. September 2026

Nach einer sehr frischen Nacht schien am Morgen die Sonne.

Šaunštejn – Schauenstein



Wir nutzen die frühe Zeit und die kurze Entfernung, um den Šaunštejn – Schauenstein zu erklimmen.

Auf dem Felsen befand sich damals eine mittelalterliche Burg. Erstmals erwähnt wurde sie 1431. Mitte des 15. Jahrhunderts diente die als Rückzugsort für Räuber. Diese planten und unternahmen von dort Raubzüge in die Oberlausitz und ins Binnenland.



Über teilweise sehr schräge und schmale Leitern gingen wir hinauf aufs Plateau. Wir blickten auf die Hügel der böhmischen und sächsischen Schweiz.

Ein kleines Stückchen hinter dem Šaunštejn befindet sich das kleine Prebitschtor – Pravčická Brána. Dieses sahen wir uns auch noch an.



Während wir am Stein allein waren, hatte das Tor bereits etwas mehr Zulauf.

Auf dem gleichen Weg kehrten wir zu Allmo 🚒 zurück.  Für die rund 4,5 km benötigten wir fast 2 Stunden.





Nach etwas Entspannung und einem Plausch mit unserem Nachbarn aus NOR, starteten wir zu einer weiteren Wanderung.


Grundmühle – Dolský mlýn




Der Weg führte uns entlang der Straße nach Hohenleipa. Das besondere an Hohenleipa ist die besondere Architektur: die Umgebindehäuser (eine volkstümliche Architektur der böhmischen Schweiz). Das Dorf wurde 1995 unter Denkmalschutz gestellt.

Durch den Wald führte ein sehr, sehr steiler (!) Pfad hinunter ins Tal zur Grundmühle. Der Weg den Canyon hinunter bot ein Bild der Zerstörung. Zig Bäume hatte es dahingerafft. Wasser- und Schlammmassen waren den Weg hinunter gerutscht.




Am Boden des Canyons befinden sich Gebäudereste einer alten Mühle, die 1727 errichtet wurde. Erste Gebäude stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Getreide wurde dort bis 1931 gemahlen. Danach diente das Gebäude als Gasthaus für Bootsfahrer (über den Fluss Kamenice durch die Ferdinandsklamm).




Wir sahen uns noch einen alten Bunker an. Davon gibt es viele, im Wald verteilt.

Auf dem gleichen Weg gingen wir zurück und waren nach 5,5 km bzw. 2:15 Stunden zurück bei Allmo.





Zum Abendessen gab es Schupfnudeln mit Schinken und getrockneten Tomaten.




Donnerstag, 24. September 2026

Nach einer sehr ruhigen Nacht, in der ich – dank zweier Decken – nicht halb erfroren war, setzte am frühen Morgen Regen ein. Wir warteten ab, bis der Regen etwas nachließ und machten uns auf den Weg.

tbc

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