Maut ist in Ungarn teuer, also vermieden wir Autobahnen und schlängelten uns durch die Dörfer. Das ist eh viel interessanter. Mautfrei ist das natürlich auch nicht, aber der Betrag pro Kilometer ist geringer.

Die Straßen waren meist besser als wir es auf unseren ersten Kilometern am Samstag kennengelernt hatten. Anfänglich war sogar eine ganz frische Teerdecke dabei. Als diese aufhörte, wurde es wieder rumpliger. Genervt haben dann nur die letzten 20 Kilometer bis zu unserem Übernachtungsplatz.

In ein paar Dörfern sahen wir schöne herbstliche Dekorationen (Erntedankfest?). In Boldva hielten wir extra dafür an.





Interessant waren die Regenfallrohre, die auf dem Bürgersteig enden. Eine Kanalisation scheints oftmals nicht zu geben. Ein Foto gibt’s dazu leider nicht.

Vorbei an riesigen landwirtschaftlichen Flächen und (fast) endlosen Weiten führten unsere letzten Kilometer. Am Rande streiften wir den Hortobágyi-Nationalpark / Hortobágyi Nemzeti Park, der sich in der ungarischen Puszta befindet. Eine steppenartige Landschaft.

Am Fluss Theiß (ein Zufluss der Donau), schlugen wir unser Nachtlager auf. Die kleine Fähre, die bei Bedarf zwischen Egyek und Tiszadorogma pendelt, befand sich in unmittelbarer Nähe.

Pro Achse ist ein Gewicht von 9,86 Tonnen auf der Fähre erlaubt. Tickets können nur bar bezahlt werden. Die Zufahrtsstraße zeigte ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 10 Tonnen.

Jede Menge Wanzen interessierten sich für uns und Allmo. Wer weiß, wie viele Wochen wir noch blinde Passagiere an Bord haben werden.

Wir genossen das schöne Wetter. Zum Abendessen gab’s Schweinefilet mit Süßkartoffel-Pommes.




Dienstag, 6. Oktober 2026

Herrlich ruhig war es in der Nacht. Am Morgen nahm die Fähre gegen 6:45 Uhr ihren Betrieb auf.

Nach dem Frühstück fuhren wir weiter. Die Sonne war bis zur Abfahrt noch nicht über die hohen Bäume hinaus zu uns gelangt.

Der Weg führte uns quer durch die Steppenlandschaft des Hortobágy Nationalparks. Während der Fahrt sahen wir zwei große Herden mit der ungarischen Steppenrinder.

In Hortobágy stoppten wir, und sahen uns die Nine-Hole Bridge an. Pferdefuhrwerke überquerten die Brücke.

Bei diesen riesigen Feldern und der endlosen Weite fühlte Frank sich wie in Texas. Okay, wir waren noch nicht dort, aber er stellt es sich so vor.





Tbc

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