Blick von unserem Übernachtungsplatz



In Monachil fanden wir für unseren Allmo leider keinen Parkplatz, denn auf die Idee der Wanderung „Los Cahorros“ waren wohl noch viele andere Leute gekommen. Zudem war noch eine Beerdigung im Dorf, und entsprechend mussten die Trauergäste ja auch irgendwo parken. Der Fluch des Sonntags. Dabei sah die Wanderung durch die Schlucht mit fünf Hängebrücken sehr vielversprechend aus.

Wie verließen das Dorf (es half ja nichts) und fuhren etwas weiter in den Süden. Von Durcal aus wollten wir mit Allmo in die Nähe des Wasserfalls Salto de Agua Arroyo del Alcazar fahren. Aufgrund der kleinen engen Gassen stellten wir diesen Versuch ein, parkten Allmo auf einer großen freien Fläche und wanderten stattdessen dorthin. Es sollten auch nur 1,7 km pro Strecke sein. Ein Klacks also.

Die Aussicht mit den Bergen war auf jeden Fall lohnenswert. Der Weg bergrunter in die Schlucht hinein war für meine Knie eine Belastungsprobe, die gut ging. Aber mit Schrecken dachten wir schon an den Rückweg. Soviel dazu, dass die Strecke ja eigentlich nicht so lang war.




Unten an dem kleinen 24 Grad warmen Becken (Banos de Urquizar) entdeckten wir ein wildes Tier (nee, es war nur ein Hund). Zum Baden war uns das Wasser leider nicht warm genug, aber wir hatten ja auch erst gestern geduscht.

Ein paar hundert Meter weiter befand sich noch ein etwas größeres Planschbecken (Banos de Vacamia). Von dort gingen wir ein Stück durch die Schlucht, mit etwas Abstand zum Rio Durcal, zum kleinen Becken zurück (anstatt auf dem Fahrweg). Wobei der vertrocknete Bambus an einigen Stellen sehr windschief im/über dem Weg hing und wir teilweise kriechen mussten.

Der Weg zum Wasserfall Salto de Agua Arroyo del Alcazar war nur über einen Baumstumpf balancierend oder durchs Wasser watend passierbar. Ich verzichtete auf dieses Abenteuer und schickte Frank alleine los.




Anstrengender Aufstieg nach Durcal



Danach ging es an den Aufstieg. Mit einigen Verschnaufpausen meisterten wir auch das und waren 45 Minuten später zurück in Durcal. Mit Allmo fuhren wir auf die andere Seite der Schlucht wo wir mit Blick auf die Berge, in der Nähe von Conchar, in Ruhe übernachten wollten.

Vermutlich wären wir auch von dieser Stelle bis zu den Becken und dem Wasserfall gekommen.

Hungrig wie wir waren wärmten wir unsere Fleischreste von vorgestern auf und unser neuer Heißluftbackofen kam zum zweiten Mal zum Einsatz.

Wir genossen die Ruhe und den Blick auf die Berge. Unsere Nachbarn sagten wir nur „Hallo“. Es kann auch von Vorteil sein, wenn man die Sprache nicht spricht und daher „in Ruhe gelassen“ wird.


Montag, 31. Januar 2022


Ein frischer Wind wehte uns am Montagmorgen um die Nase und in der Nacht war ein klein  wenig die Autobahn zu hören. Daher verließen wir unseren eigentlich schönen Übernachtungsplatz, entschieden uns gegen einen Abstecher in die Berge und steuerten Motril an.

Einen letzten Blick warfen wir auf den gegenüberliegenden Berg und die Schlucht, wo wir gestern noch gewandert waren. Das war doch schon eine ganz schöne Strecke, die wir dort gelaufen waren (besonders von den Höhenmetern).



Wir stoppten noch am Mirador de Conchar und dem alten Aquädukt.

Leider verpassten wir es rechtzeitig von der Autobahn auf die Nationalstraße zu fahren und sahen somit die beiden Stauseen nur von oben. Am Stausee Presa de Rules legten wir noch einen kurzen Stopp ein und gingen zu Fuß bis zur Hälfte über die Staumauer.

tbc

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