
Seit wir im Fliegen- und Marienkäfer-Wald waren, also seit 6 Tagen bzw. 230 km, machte irgendwas unter Allmo 🚒 Geräusche, wenn wir enge Kurven fuhren. Klock klock klock.
Wir nutzten die freie Fläche neben dem Campingplatz, auf der nun niemand stand, und ich drehte mit Allmo enge und weite Kurven. Frank hing von außen an der Beifahrertür. Denn irgendwo unter dem Vorderrad auf der Beifahrerseite entstand dieses Geräusch.
Während Frank mit Hilfe der Iveco-Gruppe versuchte das Problem zu identifizieren, nutzte ich die Gelegenheit für etwas Sport.
Der Entschluss das Vorderrad zu demontieren, um dann weiterzusehen endete schnell. Die Halte-Schrauben der Antriebswelle fester angezogen, Problem gelöst.
Oder doch nicht. Klock klock klock. War wohl Wunschdenken. Also wieder eingeparkt. Eine Mäusefamilie war irritiert, was vor ihrem Mäuseloch geschah. So ein großes rotes Ding war schon ein Hingucker. Die Mäuschen waren richtig aufgeregt.
Frank bockte Allmo auf. Hebekissen und Luftdruck erleichterten die Arbeit. Wo lag das Problem? Am Rad gedreht, vorwärts, rückwärts. Lenkung eingeschlagen. Weitergedreht. Und siehe da: ein Seegering am Kreuzgelenk fehlte. Dieses hatten wir im Sommer erneuert und obwohl so Ringe nur mit Spezialwerkzeug montiert werden können, war er abhandengekommen.
Was tun? Eine Lkw-Werkstatt musste her oder ein Landmaschinen-Mechaniker. Laut G. Maps befindet sich die nächste Iveco-Werkstatt in Warna, also 100 km entfernt. Die Suchergebnisse waren aber auch nur sehr spärlich.
Der Tipp aus der Iveco-Gruppe mit Schweißdraht was zusammenzubiegen und reinzustopfen, mangels Draht nicht umsetzbar. MacGyver war gefragt. Kabelbinder, die oft helfen nützten an dieser Stelle nichts. Aber mit Unterlegscheiben und Panzertape war erstmal eine provisorische Lösung gefunden. Und so konnten wir ohne Klock klock klock weiterfahren.
Klar war, dass wir heute nicht nach Warna fahren würden. Außerdem würden wir unterwegs die Augen offen halten. Und so kam es, dass wir rund 25 km später bei einem Landmaschinen-Mechaniker anhielten. Allerdings war Mittagspause, so dass wir erstmal zum Leuchtturm weiterfuhren.
Auch nach der Mittagspause sah es nicht viel anders aus. Zu tun hatten die beiden älteren Herren nichts. Es tauchten noch zwei jüngere Männer auf, wovon der eine Englisch und der andere Deutsch sprach.
Im Lager wurden sie schnell fündig. Frank bekam gleich zwei Seegeringe in 40 mm.
Haben wollten die nichts dafür. Daher schenkten wir ihnen eine kleine Flasche unseres selbstgemachten Pflaumenschnapses. Ob das gut ankam, sind wir uns nicht sicher. Bier wäre vielleicht besser gewesen. Aber das hatten wir nicht.
Und somit war unser vermeintliches klock klock klock Problem schneller gelöst als gedacht.
Tbc














































































































































































































































































































































































































