Bis zu unserem auserkorenen Ziel bei Archea Pydna, waren es ungefähr 200 Kilometer. Wir sind es gar nicht mehr gewohnt so lange Strecken zu fahren, werden uns in den nächsten Tagen aber Wohl oder Übel dran gewöhnen müssen.

Unterwegs stoppten wir ein letztes Mal auf dieser Reise bei einem griechischen LIDL. Ein paar Vorräte für Daheim wanderten in den Einkaufswagen. Die Mammutstrecke lag noch vor uns.

Wir fuhren durch ein breites, langes Tal, in welchem sehr viel Ackerbau und ein wenig Obstanabau betrieben wurde. Eingerahmt wurde das Tal von höheren Bergen mit und ohne Schnee.

Das Navi führte uns durch ein paar kleinere und größere Dörfer. Irgendwann spitzte sich das Tal zu und wir landeten im Tempe Valley mit höheren Felsen zu beiden Seiten der Straße. Ein kleiner Fluss befand sich zu unserer linken. Es gab viele Haltebuchten, weil das Tal wohl ein beliebtes Ausflugsziel ist. Doch wir fuhren weiter.

Auch passierten wir einige verlassene Gebäude (Firmen, Diskotheken, …) ohne anzuhalten. Kaum zu glauben, wo wir doch gefühlt ständig durch Lost Places stromern.

An einem Firmengelände tauchte plötzlich der Schriftzug „Biolanta“ auf. Momentmal, dass sind doch die Kekse, die wir schonmal gekauft haben. Und im Nachbargebäude fand ein Fabrikverkauf statt. Wir benötigten dann erstmal zwei Kilometer oder so, um zu entscheiden, umzudrehen.

Bereits auf dem Parkplatz roch es unverkennbar nach Keksen. Hm… Lecker! In dem Fabrikverkauf gab es viele Kekse die wir kannten, aber auch ein paar uns unbekannte Produkte. Neben den üblichen Kartonverpackungen gab es auch mehrere „Buffets“ mit den verschiedensten Biolanta Keksen. Für 7,90 Euro pro Kilo kann man sich seine individuelle Cookie-Box zusammenstellen, was wir natürlich taten. Vollbepackt verließen wir das Geschäft. Wieder wehte uns der Keksduft um die Nase, aber leider auch kalter Wind und das trotz blauem Himmel und Sonnenschein.



Wir setzten unsere Fahrt fort. Nach 85 Kilometer bis zum Ziel. Das monumentale Platamon Castle thronte hoch oben auf einem Felsen. Wir ließen es rechts liegen und sparten uns somit den Eintritt von 3 Euro pro Person.

Schließlich erreichten wir den ausgesuchten Strand südlich von Archea Pydna. Wir parkten am Strand und wurden direkt von zwei Hunden begrüßt. Grundsätzlich stellen wir auf dem griechischen Festland fest, dass es wieder viel mehr Straßen-/Strandhunde gibt. Auf Kreta sahen wir immer nur Katzen. Auf Euböa am Hafen von Agiokampos waren Katzen und Hunde und nun sind es die Hunde, die dominieren.

Nachdem ich den Kekseinkauf ordentlich verstaut hatte, unternahm ich einen Spaziergang. Zunächst am Strand und der Felsküste entlang. Der Strand lag voller Muscheln. In den unterschiedlichsten Formen und Größen waren diese zu finden.



Am Nachbarstrand befanden sich neben Muschelbergen auch einige blaue Fässer, die dort wohl angeschwemmt oder ausgesetzt wurden.

Über die Straße ging ich noch bis zur Ausgrabungsstätte, die – wie im Internet angegeben – geschlossen hatte. Ob diese tatsächlich bis 14:30 Uhr geöffnet gewesen wäre (ich war um kurz vor 15 Uhr dort), wie es auch außen angeschlagen war?

Der Rückweg über die Straße zog sich dann etwas in die Länge und war wenig spannend. Zurück bei Allmo schnappte ich mir Emma. Wie immer war sie wenig begeistert zu einem Spaziergang gezwungen zu werden. Dabei läuft sie so schön.



Ein wenig saßen wir in Allmos Windschatten auf der dem Meer abgewandten Seite. Ohne Wind wäre es richtig schön. Aber so waren es gerade mal 10 Grad.

Zum Abendessen gab es Pita-Brot-Pizza. Wirklich eine geniale Erfindung von uns, halbierte Pita-Taschen als Boden zu verwenden. Wir aßen innen, weil es eh frisch war und die Sonne zu der Zeit auch schon fast hinter dem Hügel verschwunden war.

Donnerstag, 20. März 2025

Das mehrstimmige Gebell eines Hunde-Chors wiegte uns in den Schlaf. Emma war in der Nacht im kompletten Kuschelmodus. Entweder war sie müde vom Strandspaziergang oder sie fand es im Koffer zu kalt und blieb daher brav unter der Decke liegen.

Am Morgen zeigte das Thermometer hinten 6 Grad. Vorne nur 3 Grad. Ja, es war sehr frisch. Aber immerhin schien die Sonne und brachte zumindest in der Doka ein wenig Wärme. Draußen war es noch frisch.

Am Vormittag verließen wir den Strand bei Archea Pydna, kehrten dem Meer den Rücken zu. Bis wir wieder am Meer stehen, wird eine ganz schön lange Zeit vergehen. Aber Seen sind ja auch etwas Feines.

Tbc

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