
Nun waren wir also in Nordafrika angekommen. Unser Abenteuer Marokko konnte beginnen. Genauso wie in Spanien war es auch hier brütend heiß. Ein Stausee, der Lac Barrage Martil, war unser erstes Ziel.
In der flirrenden Hitze ließen wir das Hafengebiet von Tanger-Med hinter uns. Wir folgten Karten-Gockel weg vom Meer, hinein ins Landesinnere. Unser erster Eindruck von Marokko: Es ist grün und hügelig. Wobei Frank meint, dass es auch trocken aussieht.
Am Wegesrand grasen Kühe, Schafe und Esel. Ein paar Hunde und Katzen sind zu sehen. In den Dörfern säumen kleine Läden den Weg. Die Waren stehen auf den Bürgersteigen. Am Straßenrand werden Obst, Gemüse und andere Dinge aus Autos heraus verkauft. Oder es sind kleine Stände aufgebaut.
Wir wurden freundlich angehupt, immer wieder gibt es ein Daumen hoch (egal ob aus einem Fahrzeug mit Vierrädern oder zwei Rädern oder von Fußgängern). Leute winkten und lachten. Marokko macht uns den Einstieg leicht. Das können wir gut gebrauchen.
Wir tankten unterwegs für umgerechnet 1 Euro den Liter Diesel. Zuvor hatte ich mit dem Tankwart geklärt, ob eine Kartenzahlung möglich ist. War es. Doch dann wollten unsere Karten nicht so mitspielen. Mit der dritten Karte klappte es dann. Glück gehabt.
Wir passierten drei Kontrollen der Gendamerie und wurden sofort durchgewunken.
An der Zufahrtsstraße zum Lac Barrage Martil pflückten Frauen Oliven und freuten sich über uns bzw. Allmo. Ein Stück weiter saßen Frauen und Kinder im Schatten neben Bäumen und blickten auf den Stausee. Auch sie winkten.
Wir schlagen unser Nachtlager neben dem See auf. Baden ist leider verboten. Bei 30 Grad wäre das eigentlich eine schöne Abkühlung gewesen. Aber dann nicht. Wir setzen uns in Allmos Schatten und bekommen von den wenigen Fahrzeugen, die vorbeifahren, wieder positive Reaktionen.
Ein etwas lauterer Knall ließ uns zusammenzucken. Doch es war nur eine Sprengung im Tagebau. Zumindest ließ die dicke Staubwolke, die sich bildete, darauf schließen.
Frank bereitete uns ein leckeres Abendessen zu, während ich fleißig den Tagesbericht tippte. Es gab Schweinefilet mit gebratenen Zwiebeln und Rucola-Tomaten-Salat. Kaum hatten wir aufgegessen, bekamen wir Besuch von einer dreifarbigen Glückskatze. Natürlich bekam sie Futter von uns. Nicht das gute Nierenfutter. Wir haben aber noch Futter von unserer Kanaren-Reise, was Emma irgendwann nicht mehr Fressen wollte und dann wegen der Niereninsuffizienz nicht mehr fressen durfte. Die kleine Katze freute sich und natürlich wurde noch eine zweite Katze auf uns aufmerksam. Die bekam auch ein Döschen. Allerdings waren die beiden sich nicht ganz grün und irgendwann flüchtete die kleine dreifarbige Katze vor der anderen auf einen Baum. Wir sahen uns schon zur Rettung schreiten. Doch die kleine Katze schaffte es von allein wieder hinunter. In der Zwischenzeit hatte auch die Dorfgang (vier Hunde) den Weg zu uns gefunden. Auch wenn die etwas dröppelig drein schauten, gab es nichts. Zum einen sind wir Team Katze und zum anderen markierte der eine Rüde an Emmas Höckcherchen, was wir gar nicht lustig fanden. Damit war die Sache endgültig gelaufen.
Die Hunde waren weg, die dreifarbige Glückskatze vom Baum runter, die andere Katze nicht zu sehen. Die Kleine kam dann Vollgas auf uns zugelaufen. Zunächst hüpfte sie auf Franks Stuhl, war auf seinem Schoß aber unruhig. Dann kam sie zu mir, trampelte auf meinem Laptop rum und machte es sich auf meinem Schoß gemütlich. Genau wie Emma es immer gemacht hat. War das nur ein Zufall oder hat Emma uns die kleine Katze geschickt? Nach 12 Tagen lag wieder jemand auf meinem Schoß und war nicht wegzubewegen. Nach einiger Zeit holte Frank ein weiteres Futterdöschen und nachdem der Inhalt verputzt war, gingen wir in Allmo. Beinah wäre die kleine Katze schneller innen gewesen, als wir gucken konnten. Doch das geht zu weit.
Samstag, 25. Oktober 2025
In der Nacht war es, bis auf das Plätschern des Wassers im Stausee ruhig. Zu Anfang hatte ich noch Sorge, ob das Wasser im Stausee steigt. Aber es war nur der Wind, der kleine Wellen verursachte, die dann ans Ufer schlugen.
Natürlich hatte die Glückskatze die Nacht irgendwo unter Allmo verbracht. Am Morgen fütterten wir sie und sie konnte es sich nicht nehmen lassen, während unseres Frühstücks auf unserem Schoß herumzutreteln. Auch versuchte sie wieder in die Doka zu springen. Wir dankten ihr, dass sie uns besucht und uns ein paar schöne Stunden beschert hat, aber mitnehmen konnten und wollten wir sie nicht. Beleidigt ignorierte sie uns, als wir uns auf den Weg machten.
Tbc














































































































































































































































































































































































































