
Den letzten schönen Tag, bevor Wind, Wolken und Regen die Sonne vertreiben, wollten wir am Meer verbringen. Idealerweise an einem Platz, an dem wir übernachten können. Ob wir am Plage Aftas bei Mirleft Glück haben werden?
Die beiden Camper die dort standen, gaben uns Hoffnung. Doch später ergab sich in einem Gespräch, dass sie abends wegfahren und morgens wiederkommen. Eine Woche hätten sie ohne Probleme dort gestanden. Dann wurden sie für die Nacht weggeschickt. Bis um 19 Uhr dürfte man dort stehen. Unsere Illusion war dahin.
Unser Parkplatz befand sich am südlichen Rand der Bucht. Am nördlichen Rand hatten sich Gastronomie und Herbergen angesiedelt. Angst war Wellen scheinen die nicht zu haben. Noch war nichts los, doch das sollte sich im Laufe des Tages noch ändern. Richtig viel Trubel herrschte später. Wir machten es uns im weniger trubeligen Süden der Bucht auf unserer Picknickdecke gemütlich.
Frank tauchte zum Neujahrsschwimmen in die Fluten ein. Ich ging nur mit den Füßen ins Wasser. Der Wind hatte bereits etwas zugenommen und entsprechend sandig war ich. Für morgen ist noch mehr Wind gemeldet.
Ein paar Hunde freuten sich über Nassfutter. Das Trockenfutter verschmähten sie. Wer so wählerisch ist, kann nicht am Hungertuch nagen.
Am Nachmittag fuhren wir weiter. Wir wollten uns in Mirleft noch zwei Sachen ansehen, bevor wir uns einen Schlafplatz suchen.
Zunächst fuhren wir zum historischen Fort bzw. der ehemaligen Kaserne. Die Reste davon befinden sich afu einem Hügel oberhalb der Stadt. Der Weg hinauf war breit genug für uns. Wir parkten bei dem Hotel mit den drei Kamelen, und gingen das letzte Stück zu Fuß hinauf.
Interessant war, dass sich in dem Fort „Einzelzellen“ mit Futtertrögen für Dromedare, Pferde oder Esel befanden. Von oben blickten wir auf Mirleft. Die Stadt ist verhältnismäßig groß.
Anschließend fuhren wir noch zu einer ehemaligen Wasserpumpenstation Charij, die das Fort mit Frischwasser versorgt hat. Erst ließ ich mich von Karten Gockel in die Irre führen, dachte ich zumindest. Da ich der Meinung war, dass wir von der Hauptstraße rechts auf eine Piste abbiegen können, die uns dahin führt. Gockel wollte von oben dahin. Wobei das irgendwann kein Fahrweg mehr ist.
Also verließen wir den von Gockel vorgeschlagenen Weg, fuhren zur Hauptstraße und stellten dann fest, dass die vermeintliche Piste ein Flussbett ist und eine Leitplanke den Zutritt verhindert.
Wir fuhren etwas weiter und parkten an der nächsten sich bietenden Gelegenheit. Zu Fuß gingen wir, mit unseren Badesachen, bis zu der Stelle an der Leitplanke und bogen in das trockene Flussbett ab. Zu Fuß kein Problem. Vorbei an einer kleinen Schafherde, folgten wir dem steinigen Flussbett.
Frank sah, dass die drei Typen, von denen uns einer im Fort angequatscht hatte, auch schon auf dem Weg zu der Wasserpumpenstation waren. Was für ein Zufall! Natürlich kannten die sich besser aus und waren von oben hinunter gelaufen. Beide Wege führen somit zum Ziel.
Wir hatten die Hoffnung, dass die Typen wieder verschwinden, wenn sie merken, dass wir weiterlaufen. Und somit gingen wir etwas weiter durch den kleinen Canyon, um die nächste Kurve. Ein Wasserkanalsystem, welches jedoch abgedeckt ist, versorgt das Becken der Pumpenstation immer noch mit Wasser.
Leider hatten sich die Typen nicht verzogen und von oben waren jetzt auch noch zwei Jungs uns am Begaffen. Gerne wäre ich ins Wasser gehüpft, um mich zu erfrischen, doch die Zuschauer störten ich und zudem lag das Becken im Schatten. Dabei hätte ich mich gerne vom Sand befreit, der überall an mir hing. Tja, es ist wie es ist. Etwas genervt zogen wir ab und kehrten zu Allmo zurück.
Wir konnten es einfach nicht sein lassen und suchten uns einen Übenachtungsplatz außerhalb von Mirleft am Meer.
tbc














































































































































































































































































































































































































