Als Übernachtungsplatz hatte ich den Plage Tamraght, nördlich von Agadir ins Auge gefasst. Doch zuvor wollten wir noch ein wenig bei Marjane, an der N1 bei Agadir, einkaufen.

Wir sind es gar nicht mehr so viel Verkehr gewöhnt, wie wir ihn heute auf den Straßen vorfanden. Im Grunde begann es schon, als wir von unserer Umleitung auf die N1 abgebogen waren. In Agadir nahm der Verkehr noch weiter zu. Ich fand es als Beifahrer anstrengend, zumal man jederzeit mit irgendwelchen kreativen Fahrweisen (verkehrswidrigen Verhalten) der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen musste. So viele Fahrzeuge wie heute, haben wir in der ganzen Zeit in Marokko insgesamt nicht gesehen.

Endlich war der Marjane erreicht. Es ist wieder ein komplett neuer Markt, der sich in einem Einkaufskomplex mit vielen kleinen Läden befindet. Bereits der Parkplatz ließ erahnen, dass es in dem Supermarkt voll sein wird und so war es auch.

Aber zu unserer Freude, sprachen die Mitarbeiter (an der Fleischtheke, beim Gemüse abwiegen) ein perfektes Englisch. Ich vermute mal, dass das wegen der Massen an Touristen, die sich in diese Gegend verirren, fast Einstellungsvoraussetzung ist.

Das war womöglich unser letzter Supermarktbesuch in Marokko. Nachdem die Einkäufe verstaut waren, fuhren wir noch 20 Kilometer weiter. Wieder durch dichten Verkehr. Vorbei an einem Public Viewing Platz. Ob dort nur die marokkanischen Spiele des Africa Cup auf Leinwand gezeigt werden? Gestern hatte Marokko das Achtelfinale gegen Tansania 1:0 gewonnen. Heute fand eins der anderen Achtelfinale in Agadir statt.



Ob die Straßen in Agadir immer mit der königlichen Krone und dem Stern der Flagge als Lichterelemente geschmückt sind? Oder ob dies am Africa Cup liegt? Oder ist das noch vom Jahreswechsel? Oder wegen der bald anstehenden Nationalfeiertage? So viele Möglichkeiten …

Als wir Agadir hinter uns gelassen hatten, wurde es etwas entspannter. Der Plage Tamraght war unser Ziel. Das Schild an der Zufahrt zum Meer mit dem durchgestrichenen Camper ignorierten wir und fanden uns unten in einem Meer aus Campern wieder. Das Übernachten wird demnach mehr als toleriert.

Auf zwei Parkplätzen standen zig Camper unterschiedlichster Art. Wir suchten uns einen Platz am Meer, wo auch weitere Camper standen. Was machen die hier alle? Wellenreiten? Denn dafür ist der Platz beliebt und entsprechend viele Menschen und Surfbretter befanden sich im Wasser.

Wir drehten eine Runde, runter an den Strand. Vorbei an frischgestrichenen blauen Fischerbooten. Neben dem Verleih von Surfbrettern gibt es auch einige Strandlokale.




Der Fußweg zum Devils Rock Lookout war durch das aufgewühlte Wasser versperrt. Also ließen wir das aus. Wir entdeckten neben Dromedaren und Pferden, die darauf warten Touristen durch die Gegen zu reiten, ebenfalls eine kleine Public Viewing Leinwand. Auch den Banana Beach sahen wir uns von oben an. Es roch das etwas muffelig und im Wasser, das eine schlammbraune Farbe hatte, trieb allerlei Schwemmholz.

So nah an der Küste war es natürlich sehr windig und kurzzeitig hatten wir überlegt noch etwas weiter zu fahren. Es war aber schon 17 Uhr durch und wir blieben dann doch. Zum einen wird es an anderen Stellen auch windig sein und zum anderen wissen wir nicht, wie voll es dort ist. Für eine Nacht wird’s schon gehen.



Der Wind wehte ganz gut und wir verputzten die Reste der gestrigen Pizza in Allmo. Frank trotzte später zum Kochen dem Wind. Wir hatten frisches Hack gekauft, dieses gab’s mit Paprika angebraten auf Toast, überbacken mit Käse. Die Sonne ging leider in den Wolken, anstatt im Meer unter.

Dienstag, 6. Januar 2026

Die sechste Nacht in Folge schliefen wir vorne in der Doka, anstatt im Dachzelt oder im Hubdach. Silvester war es aus Sorge, wieder weggeschickt zu werden. So konnten wir ohne viel Aufwand flüchten. In den nächsten Nächten war es der Wind. Tatsächlich schliefen wir vorne ganz gut. Auch am Plage Tamraght.

Anfänglich bellten die Hunde und übertönten damit sogar das Meeresrauschen. Doch irgendwann schlummerten wir ein und wurden durch nichts in unserer Nachtruhe gestört.

Es versprach wieder ein guter Tag zu werden. Die Sonne strahlte, der Himmel war blau. Jetzt müsste nur noch der Wind etwas runtergedreht werden.



Wir sahen, dass am Devils Rock Ebbe herrschte. Also gingen wir nach dem Frühstück über den Strand dorthin. Ein angelegter Stufenweg führt auf das Plateau. Mauerreste befanden sich an zwei Seiten. Wir sahen auf die ersten „Robben“, die ihr Glück beim Wellenreiten probierten. Erste Pkws mit Sufern trudelten ein.

Ein wenig später fuhren wir los. Weit wollten wir nicht, wenn uns der ausgesuchte Platz gefiel.

Tbc

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