
Von der N1 bogen wir auf die R211 ab. Diese führte uns zunächst auf über 300 Metern hinauf und dann auch wieder hinunter. Wir fuhren geradewegs auf Imsouane zu und wurden mit Camping-verboten-Schildern begrüßt. Links die Straße rein stand kein Schild. Dort befand sich der ins Auge gefasst Platz. Etwas abseits vom Dorf oberhalb eines Strandes. Zumindest in der Theorie. In der Praxis gab es die Zufahrt zu dem Strand nicht mehr. Stattdessen befand sich dort auch ein Camping-verboten-Schild. Wir drehten um und kehrten Imsouane den Rücken.
Spontan musste etwas anderes her. Und so folgten wir der R211/P1000 für ein paar Kilometer und parkten auf einer kleinen Passhöhe (auf rund 150 Metern) neben der Straße. Windig war’s. Wie wohl überall. Was uns kurz überliegen ließ, ob wir weiterfahren sollen. Zum Sonnenuntergang soll der Wind nachlassen. Darauf setzten wir und blieben. Ich gab den Brotteig in den Ofen. Frank setzte sich zunächst in Allmos Windschatten, doch nachdem das Brot fertig war, kam er in die Doka.
Die Windböen brachten Allmo ganz gut zum Wackeln. Wir hatten für die Solarmodule perfekt geparkt. Standen somit allerdings mit voller Breitseite im Wind. Und weil’s so windig war, war das Dach zugeklappt und mit der Energiezufuhr sah es daher bescheiden, vom Neigungswinkel (flach), bescheiden aus.
Zum Abendessen gab es die Reste der vergangenen Tage (die überbackenen Hack-Brötchen und die Hackfleisch-Käse-Röllchen mit Kartoffelecken). Das war schnell erwärmt und Frank musste sich nicht so lange mit dem Wind herum ärgern. Zwei scheue Hunde freuten sich über Futter.
Donnerstag, 8. Januar 2026
Wie gemeldet ließ der Wind nach dem Sonnenuntergang nach und die Böen ebbten ab. Auch der Verkehr auf der Straße endete irgendwann. Wir gingen entspannt in die Nacht. Frisch startete der nächste Morgen. Es waren rund 12 Grad und die Sonne schaffte es, bis wir gegen halb 10 Uhr abfuhren noch nicht über den Berg.
Gockel und Waze waren sich nicht einig, was gesperrte Straßen betraf. Das half uns wenig weiter. Beide wollten uns schnellstmöglich auf die N1 leiten und dann später wieder nach Westen in Richtung Meer.
Wir entschieden uns auf beide Navis nicht zu hören und der R211 so gut es geht komplett bis ans Ziel zu folgen. Wir waren gespannt, ob uns das gelingen würde. Umdrehen könnten wir zur Not immer noch.
Die R211 war zunächst eine zweispurige Straße, die recht bald zu einer einspurigen Straße mit befestigtem Randstreifen wurde. Ausweichen bei Gegenverkehr also kein Problem. Aus dieser wurde dann eine sehr breite abgezogene Piste, die uns mal mit mehr und mal mit weniger gutem Blick auf die Küste weiter in den Norden brachte.
Straßenbauarbeiten fanden an mehreren Stellen statt. Diese hatten wohl weniger mit den Unwettern, sondern eher mit den Vorbereitungen für eine Asphaltierung zu tun. An ein paar Stellen war der Boden matschig, ein Straßenhobel (Grader) schob lose Erde von der Piste. Bagger und sonstige Maschinen warteten auf ihren Einsatz. Allmo freute sich über den Matsch und noch mehr, als es zu einer Wasserdurchfahrt kam. Diese befand sich auf der eigentlich laut Gockel gesperrten Straße (wobei es auf dem Weg, den G. vorschlug, keine Abbiegemöglichkeit gab, weil dort Baumaterial lag). G. weiß halt auch nicht alles.
Nach ein wenig Asphalt wurde die R211 zu einer breiten abgezogenen und zusätzlich geschotterten Piste. Die Landschaft um uns herum war schön grün. Voller Spannung bogen wir auf das letzte Teilstück ab. Die bei G. angezeigte Sperrung war nicht vorhanden. Unser Glück. Somit sparten wir uns um die 30 Kilometer Umweg.
Eine Ziegenherde mit Hirte passierte die Piste vor uns und sekundenspäter sahen wir einen Fuchs, der den Ziegen folgte und auch die Straßenseite wechselte.
Das Zielgebiet vor Augen, sahen wir die ersten Camper, durch die Büsche und Sträucher. Von der R211 bogen wir für den letzten Kilometer auf die Piste in Richtung Meer ab.
Die R211 war eine sehr gute Alternative zu der üblichen Route über die N1. Der Weg führte durch eine schöne Landschaft, teilweise mit Ausblick auf die Küste. Es war so gut wie kein Verkehr, was die Fahrt sehr angenehm machte.
Tbc














































































































































































































































































































































































































