Bis Tarfaya waren es von unserem Übernachtungsplatz an den Dünen ungefähr 85 Kilometer. Wir folgten weiterhin der N1.

Bereits ab der Umgebung von Akhfenir waren die Tankstellenpreise deutlich niedriger als zuvor. Dabei dachte ich, dass erst in der Westsahara der Kraftstoff, wegen Steuervergünstigungen, billiger wäre.



Tatsächlich wurde der Liter Diesel auf dem Weg in den Süden dann nochmal 0,10 Dirham billiger (das ist weniger als ein Cent). Ums in Dirham auszudrücken: 8,63 Dirham anstatt 8,73. Unsere letzte Tankfüllung war vor 11,35 Dirham. Noch mussten wir nicht tanken und fuhren an allen günstigen Tankstellen vorbei.

In Tarfaya parkten wir in der Sackgasse vor dem ehemaligen Militärgelände. Bei Gockel hatte ich gesehen, dass die Gebäude vom Sand teilweise zugeweht sind. Dennoch wurde daneben ein kleines neues Gebäude errichtet und ein Militärangestellte schiebt Dienst. Das Betreten des vermeintlichen Lost Place ist verboten. Auch Fotos machen durfte ich nicht. Was für ein Unsinn.


An das Gelände grenzt eine ehemalige spanische Bastion an. Die auch nicht betreten werden darf. Aber sie darf fotografiert werden.



Wir gingen noch an den Strand in Richtung des Casa del Mar (welches Ende des 19. Jahrhunderts von einem Schotten errichtet wurde). Die Dorfjugend spielte an der Kaimauer Fußball. Heute Abend ist das Eröffnungsspiel des Africa Cup 2025. Marokko als Gastgeber spielt gegen die Komoren.



Wir schlenderten noch ein wenig durchs Dorf und drehten dann wieder zu Allmo. Das Museum Antoine de Saint-Excupéry sahen wir uns nicht an. Ein kleines Denkmal steht an der Promenade.


Der große Hafen in Tarfaya sollte eigentlich mal die Fähren von Fuerteventura empfangen. Doch die Fähre von Armas lief bei der ersten Fahrt kurz vor der marokkanischen Grenze auf Grund. Dies war im Jahr 2008. Erst vor einigen Monaten wurde die Fähre abtransportiert und wir konnten uns somit den vor sich hin rostenten Stahlriesen nicht mehr anschauen. Bis zu den Kanaren ist es nur ein Katzensprung von 100 Kilometern. Auf der Hafenmauer befanden sich schöne Wandbilder.



Glücklich waren wir mit dem Platz so nah am Dorf nicht. Zumal wir auch direkt wieder angequatscht wurden, als wir aus Allmo herauskamen. Wir können einfach nicht offen und unvoreingenommen sein und wollen nur unsere Ruhe haben.

Also fuhren wir weiter. Dabei war eigentlich nicht klar, ob wir die letzten 100 Kilometer bis nach Laayoune, der Hauptstadt der Westsahara, noch fahren sollen oder wieder zurück in den Norden düsen. Frank fand einen Platz bei iOverlander, der sich rund 50 Kilometer in südliche Richtung befand. Und somit war die Entscheidung gefallen.

tbc

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