
Wir fuhren die 4 – 5 Kilometer zurück über die leicht buckelige Piste. Die Sonne stand ganz schön tief. Dann bogen wir links auf die P1019 ab. Von rechts waren wir vorgestern gekommen. Die Straße war weiterhin einspurig, mit breitem Rand zum Ausweichen.
Die Straße führte durch kleine Dörfer bzw. an denen vorbei. In Ifentar wollten wir rechts abbiegen. Die P1019 ging in die Richtung bis zur N1. Doch bereits der Wagen vor uns wurde von einigen Dorfherren nach links gewunken. Wir ebenso. Ich fragte vorsichtig, ob die Straße gut genug für einen Camion wäre, woraufhin ich nur ein wirsches Winken nach links bekam.
Dabei war rechts nicht wirklich zu erkennen, warum es dort nicht langging. Wir sahen etwas Dreck und ein bisschen Wasser auf ein paar Metern der Flussüberquerung (eine Brücke kann man das nicht nennen), doch das wäre kein Hinderungsgrund. Ob die Brücke fragil ist und deshalb nicht mehr befahren werden soll? Etwas anderes machte keinen Sinn.
Also bogen wir links ab und folgten dem Straßenverlauf. Karten Gockel war mit dem Weg nicht einverstanden und wollte irgendwo umdrehen. Als hätte ich es am Morgen geahnt, hatte ich mir Waze heruntergeladen und sogar zu Fahrtbeginn gestartet. Waze kannte den Umleitungsweg, wobei wir da auch nur ein PKW sind. Doch unsere Fahrzeuggröße sollte auf der Umleitungsstraße kein Problem darstellen.
Auch die weiteren „Hindernisse“ auf der Umleitungsstrecke waren für Allmo keine Stolpersteine. Die Pkws hatten es da schon nicht ganz so leicht und ein strahlend weißer (vielleicht Leih-) Wagen, gab irgendwann auf.
Die Straße war an diversen Stellen auch überflutet gewesen. Matsch und Schlamm, manchmal nicht zu knapp, mussten durchfahren werden. Löcher und Senken waren mit Wasser gefüllt. Steine und Müll hatte es auf die Straße geschwemmt.
Ein Pkw-Fahrer, der uns an so einer schlammigen Stelle entgegenkam, sagte irgendwas, was wir nicht verstanden. Im Nachhinein konnte ich es mir zusammenreiben. Aber das kommt noch.
Entlang unseres gesamten heutigen Weges sahen wir immer wieder Wasser in Senken stehen, Parkplätze und sonstige Flächen sahen aus wie kleine Seenlandschaften. Es war also einiges an Wasser heruntergekommen.
Irgendwann führte Waze uns nach Osten zur N1. Kurz vor Erreichen der N1 dann ein kleines Verkehrschaos. Wir dachten schon, dass dort Markt ist und deshalb beide Straßenränder zugeparkt sind. Doch das war nicht der Fall. Ich sah Polizisten oder von welcher Einheit sie auch immer waren. Sie regelten den Verkehr und versuchten dem Chaos / der Verstopfung beizukommen. Die N1 war in Richtung Süden gesperrt. Die Polizisten oder was auch immer, bildeten eine Barriere und winkten fleißig in Richtung Norden.
Im Süden konnte ich nur sehen, wie viele Schaulustige auf der Straße standen. Für motorisierte Fahrzeuge war die Straße gesperrt. Und da kam mir die Erleuchtung. Vielleicht hatten die Männer in Ifentar uns links herum geschickt, weil die N1 nicht befahrbar war. Und es lag gar nicht an der Brücke. Und der eine Mann, der Frank irgendwas erzählte, ich hatte „Tifnit“ oder so verstanden, hatte „Tiznit“ gesagt. Die N1 nach Tiznit ist gesperrt. Er wollte uns warnen, damit wir nicht umsonst in die Richtung fahren.
Wir wollten ja eh nach Norden abbiegen, so dass wir nicht vor einem Problem standen. Zu beiden Seiten der N1 nach Norden parkten auf den nächsten hunderten von Metern LKWs, Busse, aber auch Camper. Wer in Richtung Süden wollte, dem blieb nur die Umleitung (das geht mit den LKWs und Bussen natürlich nicht) oder Aussitzen.
Und so setzten wir unsere Fahrt über die N1 fort.
Tbc














































































































































































































































































































































































































