Keine 50 Kilometer trennten uns von Avila. Die kurvige Straße führte uns noch einige Höhenmeter hinauf und auch wieder hinunter. In der Ferne erblickten wir die schneebedeckten Gipfel der Sierra de Gredos.

Als der Blick auf Avila frei wurde, sahen wir eine große Stadt, voller Hochhäuser. Irgendwo müssen die Menschen wohnen. Die APARKAREA – Parking Autocaravanas Avila befindet sich am nordwestlichen Stadtrand, mit Blick auf die Stadtmauer von Avila. Letztes zumindest in der Theorie. Praktisch wurde der Blick auf die Stadtmauer durch ein riesiges Zirkuszelt versperrt. Denn das Gelände vor dem Camper Parking, wird als Festgelände genutzt.



Schön, dass gestern bei der Buchung auf der Webseite nur der Hinweis stand, dass in der nächsten Woche und im Oktober Veranstaltungen stattfinden. Nächste Woche ist also diese Woche. Wäre der Platz nicht schon bezahlt gewesen, ich glaube, wir wären wieder umgekehrt. Somit relativierte sich die Freude auf eine heiße Dusche und die Aussicht auf die umlaufende Festungsmauer war eh hin.


Wir suchten uns einen Platz am Ende des geschotterten Parkplatzes. Unsere Hausnummer war noch frei, also parkten wir dort ein. Immer zwei Parzellen sind von einem mickrigen Bäumchen abgesteckt. Die Krone so niedrig, dass unweigerlich alles, was größer als ein VW Bus ist, die Äste mitnimmt. Wir standen somit zu weit mittig und hofften, dass entweder niemand neben uns parkt oder nur jemand mit einem sehr kleinen Fahrzeug.



Bevor wir zu Fuß auf Erkundungstour durch das mittelalterliche Städtchen gingen, stärkten wir uns. Zu meinem Leidwesen, waren Fahrzeuge in den schmalen Gassen hinter den Mauern erlaubt. Wenn’s nach mir ginge, müssten die alle draußen parken.




Durch mehrere Stadttore gingen wir in das historische Vierteil hinein und wieder hinaus. Sahen uns einige Kirchen und andere alte Gebäude (Paläste) von außen an. Auch mehrere mittelalterliche Kreuze lagen auf unserem Weg. Licht verwittert, die Steinmetzarbeiten noch zu erkennen.



Die vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer (weltweit die am besten erhaltene), bestehend aus 87 Türmen, 9 Toren und 2 kleine Durchgänge, ist 2,5 km lang und kann besichtigt werden. Es gibt mehrere Aufstiegspunkte mit Kassenhäuschen. Wir sparten uns die 8 Euro pro Person und begnügten uns mit den Blicken von unten.



Zum Schluss lief ich noch zu dem Aussichtspunkt „Los Cuatro Postes“ während Frank zu Allmo zurückkehrte. Von leicht erhöhter Position hatte ich einen sehr guten Blick auf Avila und die Stadtmauer. Auch das Zirkuszelt war nicht zu übersehen. Allmo versteckte sich ein wenig und war nur zu erahnen.



Nach etwas mehr als 10.000 Schritten war ich zurück auf dem „hübschen“ Camper Parkplatz. Frank hatte sich bereits ein Beispiel an ein paar anderen Campern genommen und den Stuhl ausgepackt. Wir genossen das warme Wetter und die Sonne.


Später nutzten wir die Gelegenheit heiß zu duschen. Zum Abendessen bereitete Frank uns Mini-Pizzen mit extra-Belag zu. Lecker war’s.




Und dann begann auch schon um 18:30 Uhr die Vorstellung. In der Doka hörte sich die Musik sehr schief an. Hoffentlich sind die Darbietungen (Akrobatik, Motorrad-Stunts, Clownerie) besser. Nach rund zwei Stunden kehrte Ruhe ein.  



Zwischendurch war ich noch schnell zur Festungsmauer geflitzt, um ein paar Nachtaufnahmen einzufangen.



Freitag, 27. Februar 2026

Einen direkten Nachbarn bekamen wir zum Glück nicht. Doch um uns herum standen ausreichend Störenfriede. Gegen 22 Uhr ging mehrfach die Schiebetür von dem UK-T4 auf und wieder zu und auf und wieder zu.

Um halb 1 Uhr war dann unser direkter Nachbar aktiv und öffnete und Schloss permanent seine Klappen und keine Ahnung was er sonst noch meinte, Mitten in der Nacht draußen machen zu müssen. Ich hätte ihm am liebsten aus dem Dachzelt heraus irgendwas an den Kopf geworfen. Das war im Übrigen der Nachbar, der auf seinem Dach sein Kennzeichen stehen hat. Wenn der weiße Camper abhanden kommt, kann dieser anhand von Luftaufnahmen besser gefunden werden.

Es war immer noch Nacht, als irgendjemand den Platz verließ. Eine entspannte Nachtruhe war Fehlanzeige. Daher warfen wir nach dem Frühstück Allmos Motor an, warteten, bis der Bremsdruck aufgebaut war und hüpften auch noch auf die Entsorgung. Wobei es schon 9 Uhr war und wir wohl niemanden geweckt hatten.

Nachdem wir uns wieder durch die Stadt gekämpft und gefühlte Ewigkeiten bei LIDL und Mercadona zugebracht hatten, ging’s raus aus Avila.

Tbc

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