Den Stellplatztipp in Castilleja de Guzman, mit Blick auf Sevilla, hatte ich von Thom und Coco – Krümel 4×4. Von Italica lag der Platz nur 8,5 Kilometer entfernt.

Die Gemeinde hat extra für Camper einen Parkstreifen angelegt (bzw. ehemals PKW-Parkplätze umgewidmet), der Platz für ca. 14 Fahrzeuge bietet. Als wir ankamen, standen fünf Camper dort. Sevilla lag zu unseren Füßen, denn wir waren zum Schluss rund 100 Höhenmeter nach oben gefahren.

Die Wetter-Apps waren sich nicht einig. Während die eine gleich Regen vorhersagte, hatte die anderen diesen erst ab den frühen Morgenstunden im Angebot. Vorsichtshalber bereiteten wir unser Abendessen zu. Dabei war es gerade mal 16 Uhr. Frank belegte sich Brötchen mit Wurst, Käse, Tomaten, Frühlingszwiebeln, während ich den Rest der Quiche verdrückte. Zum Nachtisch gab’s Eis. Dunkle Wolken zogen an uns vorbei, doch der Regen blieb aus.

Am Abend trafen sich für eine überschaubare Zeit ein paar Leute am Aussichtspunkt. Es ging ruhig zu. An einem Samstagabend könnte man schlimmeres erwarten.

Sonntag, 25. Januar 2026


Nachdem sich gestern das Wetter deutlich besser entwickelt hatte als vorhergesagt, hatte ich große Hoffnung, dass sich dies fortsetzt. Tat es natürlich nicht. Bereits am Morgen regnete es. Nicht viel. Aber Regen ist Regen. Die Sicht auf Sevilla war durch die Wolken sehr getrübt. Somit war schnell klar, dass wir heute nicht in die Stadt fahren werden. Wobei die Aussichten für den morgigen Tag auch nicht viel besser sind. 

Unsere Leih-Camper-Nachbarn waren am Morgen in Regenkleidung gehüllt losgezogen. Wir haben keine Zeitnot und was wir heute nicht sehen, sehen wir morgen oder ein anderes Mal.

Dennoch verließen wir nach dem Frühstück Allmo und spazierten in einem trockenen Moment in Richtung Dolmen de la Pastora. Einem Grab aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Dieser lag nur etwas über einen Kilometer entfernt. Natürlich begann es unterwegs wieder zu regnen, aber nur ganz leicht.

Das Gelände ist nur zu bestimmten Zeiten geöffnet, wird bewacht und kann kostenlos besichtigt werden. Der Herr, der das Gelände bewachte, sprach sofort ausgezeichnetes Englisch mit uns, als er bei Frank merkte, dass er auf sein „hola, que tal“ so gar nicht reagierte.


Das besondere an dem Dolmen ist, dass der Zugang, der zur Kammer führt, der längste bekannte auf der iberischen Halbinsel ist (45 Meter). Aber wer weiß, was unter der Erde noch alles zu schlummert und noch nicht entdeckt wurde. Die Kammer selber war relativ klein. Der Durchmesser soll 2,6 m betragen.



1860 wurde der Dolmen entdeckt. Der Betonbunker soll den alten Dolmen schützen und wurde erst im letzten Jahrhundert errichtet. In unmittelbarer Umgebung gibt es noch weitere Dolmen und zig andere Strukturen, wobei ein Dolmen derzeit nicht zugänglich ist und die anderen nicht freigelegt sind.

Über die astronomische Bedeutung des Dolmens ist man sich nicht einig. Normalerweise zeigen diese in Richtung Sonnenaufgang. Wohingegen der Dolmen de la Pastora zum Sonnenuntergang ausgerichtet ist.

Auf dem Rückweg versuchten wir noch den Dolmen de Montelrio zu finden. Doch dieser ist nicht freigelegt. Wir bummelten noch durch Castilleja de Guzman. Der Plaza de Espana ist der zentrale Platz, an dem sich die Kirche, das Rathaus und ein paar kleine Geschäfte (eine Bar darf natürlich nicht fehlen und auch eine Bäckerei) befinden.



Der Parque Municipal Almanzor wird von einer Katzenkolonie bewohnt. Auch im Dorf gibt es mehrere kleine Rückzugsorte und Futterstellen für Katzen. Der Palacio de los Guzmanes versteckt sich hinter dicken hohen Mauern.

Den restlichen Sonntag verbrachten wir gemütlich in Allmo. Nach dem Mittag kam tatsächlich etwas die Sonne durch die Wolkendecke und es war trocken. So ein Wetter wünschen wir uns für Morgen.



Irgendwann war der Torre Sevilla, der hohe Turm, unsichtbar. Ein trockenes Zeitfenster nutzte Frank, um das Schweinefilet mit Zwiebeln für unser Abendessen zu braten. Ich bereitete innen den Spinat-Mango-Avocado-Salat zu. Abends regnete es noch mal, doch in der Nacht blieb es trocken.

Montag, 26. Januar 2026

Am Morgen war es trocken. Der Himmel war zweigeteilt. Auf der einen Seite war ein leichtes himmelblau zu sehen, von der anderen Seite rückten graue Wolken an. Die beiden Wetter-Apps waren sich auch nicht einig. Wir hofften darauf, dass die eine App recht hatte, die erst für morgen früh Regen anzeigte.

Und so gingen wir gegen 9:30 Uhr zu Bushaltestelle.

Tbc

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