
Einiges ist schon im Vorbericht erwähnt worden. Wir fuhren durch Cuenca in Richtung der Cueva de la Zarza, weil wir uns dort einen ruhigen Übernachtungsplatz erhofften. Was wir jetzt nicht gebrauchen konnten, waren Nachbarn (egal ob friedlich oder nicht).
Durch die Stadt kamen wir gut. War unser erster Blick auf Cuenca heute Morgen eher erschreckend gewesen (sehr viele rötliche Hochhäuser), so kamen wir jetzt an dem historischen Viertel vorbei, welches sich links von uns auf einem Felsen befand. Wir fuhren rechts dran vorbei und schlängelten uns immer wieder an eine felsige Landschaft vorbei, die uns allerdings in unserer Stimmung wenig interessierten.
Über eine schmalere Straße fuhren wir nun bergauf. Immer wieder hingen Äste von Bäumen etwas tief, schienen Allmos Dach bzw. den PV-Modulen nichts anzuhaben. Auch an dem Felsen, der in Richtung der Fahrspur geneigt war, kamen wir vorbei. Unter normalen Umständen wäre ich bestimmt zum Filmen und Fotografieren rausgegangen. Doch heute nicht. Vielleicht am Mittwoch auf dem Rückweg. Vielleicht auch nicht.
Die Dämmerung setzte ein, als wir abseits der anderen Camper, die am Mirador Rincon Seco standen, auf einer geschotterten Fläche neben der Straße einparkten. Kaum stand Allmo auf den Holzblöcken, begann es schon wieder zu regnen. Wie passend zu unserer Stimmung. Abendessen fiel aus. Nicht nur wegen des Regens, auch weil wir keinen Hunger verspürten.
Dienstag, 14. Oktober 2025
Der Abend, die Nacht und der Morgen waren besch…, wie ihr dem anderen Bericht entnehmen könnt. Erst sehr spät standen wir auf und frühstückten etwas. Mein Magen grummelte zwar, aber wirklich Hunger hatte ich nicht. Ich aß nur was, weil wir als erstes Wandern gehen wollten, anstatt Emmas Sachen wegzuräumen.
Vom Mirador Rincon Seco führt ein Wanderweg hinunter zur Cueva de la Zarza. Wie wir feststellten, handelte es sich bei den anderen Campern ausschließlich um Kletterer. Das gesamte Gebiet in der Schlucht scheint zum Klettern genutzt zu werden. Immer wieder sahen wir Kletterhaken an den Felsen.
Mein Blick war heute sehr getrübt. Die Felsen sahen zwar beeindruckend aus (sowohl auf unserer als auch auf der anderen Schluchtseite), doch meine Gedanken kreisten immer wieder um Emma. Schöne Landschaft hin oder her. Der Schmerz über den Verlust ist einfach zu groß.
Wir fanden die Höhle, in der Mal ein Gebäude stand, was an den Mauerresten zu erkennen ist. Zurück auf dem Wanderweg liefen wir bis nach Cuenca. Das hatten wir zwar ursprünglich nicht geplant, aber es war kein weiter Umweg. Über die Brücke spazierten wir ins historische Viertel. Dort sahen wir uns aber nur kurz die Kirche an und verschwanden wieder. Nach vielen Menschen und Trubel stand uns nicht der Sinn.
Zur Info: An dem Mirador Rincon Seco war der Wanderweg zum Plaza Mayor im historischen Viertel von Cuenca, mit 2,5 km ausgeschildert.
Zurück gingen wir nicht auf dem gleichen Weg (was bestimmt kürzer und schneller gewesen wäre), sondern machten einen Umweg über den Mirador del Cerro del Socorro. Dort prangt eine Jesusstatue auf einem Sockel. Den weiteren Rückweg liefen wir an der Straße entlang, was sich sehr in die Länge zog. Nach dem wir den Mirador Rincon Seco passiert hatten, wurde mein Gang immer schwerer, die Laune trübte sich, Weinkrämpfe traten auf.
Nach 9,3 km und fast 3 Stunden waren wir zurück bei Allmo. Sonst habe ich das auch immer so geschrieben, wobei Allmo und Emma gemeint waren. Jetzt ist es tatsächlich nur noch Allmo.
Nachdem wir Emmas Sachen weggeräumt hatten, duschten wir neben Allmo. Auf der anderen Seite verdeckt durch einen Baum.
Anschließend setzten wir uns in die Sonne. Frank bereitete unser Abendessen zu. Zu dem Zeitpunkt war es genau 24 Stunden her, dass wir die schlimme Nachricht erhielten. Es gab wieder Burger. Ich aß nur, um was in den Magen zu bekommen. Hunger hatte ich keinen.
Selbst auf rund 1100 Metern war es am Morgen angenehm und am Nachmittag in der Sonne richtig warm. Der Himmel war strahlend blau, was so gar nicht zu meiner Stimmung passte. Frank sah es positiv. Emma schickt uns die Sonnenstrahlen hinunter, damit wir nicht traurig sind. Seine Einstellung möchte ich haben.
tbc














































































































































































































































































































































































































