Nach 21 Kilometern stellten wir Allmo auf der großen freien Fläche am westlichen Ende von Llanes ab. An der eigentlichen Area Autocaravanas finden derzeit Bauarbeiten statt. Die derzeit für Camper ausgewiesene Fläche zum „Parken“ befindet sich direkt daneben. Mehrere Camper waren dort, fuhren jedoch im Laufe des Vormittags. So das, abgesehen von zwei Wohnwagen und einem Verkaufsanhänger, nur wir übrig blieben.

Das Parken wird für 48 Stunden gestattet. Wobei die Wohnwagen und der Verkaufsanhänger sich wohl eher etwas langfristiger auf dem Parkplatz eingerichtet haben. Ob die beiden Womos, die am Straßenrand parkten, dachten, dass dort die 48 Stunden nicht gelten? Muss man nicht verstehen. Zumal auf der Straße die Linienbusse vorbeifuhren und teilweise auch parkten.

Schön war der Platz nicht. Neben etwas Straßenlärm war den Tag über natürlich auch Baustellenlärm zu hören. Und Pferde Wiehern. Tatsächlich befanden sich auf mehreren Grünflächen in unserer Nähe Pferde. Sogar zwei Mütter mit noch ganz kleinen Fohlen.

Es regnete und regnete. Erst nach 16 Uhr wurde es etwas heller und dann war es plötzlich trocken. Frank wollte nicht mit zu einer Runde durch die Stadt. Sechs bis sieben Kilometer waren ihm zu viel. Also flitzte ich allein los.

Ein Wanderweg führt an der Küste entlang und endet ungefähr am Hafen von Llanes. Nach dem Regen gab es bei dem Gras direkt nasse Schuhe. Ansonsten ist der Weg nett angelegt. Mit einer Schutzmauer, Bänken und Bäumen. Ein kleines Bufon gab es auch und es spukte sogar Wasser.



Llanes Hausstrand, die Playa del Sablon, ist im Sommer bestimmt ein beliebter Ort für Anwohner und Touristen Zumal der Sandstrand relativ geschützt liegt. Ich erblickte Teile der alten Befestigungsmauer. Zwei rostige Kanonen stehen zu Beginn der künstlichen Hafenmauer.



Die bunten Steine der Hafenbefestigung „Los Cubos de la Memoria“, sah ich mir nur aus der Ferne an. Irgendwie erinnerte mich das an die bunt angemalten Felsen bei Tafraoute.

Einige kleine Kapellen befinden sich im historischen Zentrum der Stadt, ebenso natürlich auch ein paar ältere Häuser.

Über die Fußgängerbrücke Puente Nuevo wechselte ich auf die andere Seite des Kanals. Geschützt lagen hunderte von kleinen Booten vor Anker. Die bunten Häuser entlang des Wassers gaben ein hübsches Bild.



Der Faro de Llanes war mein Ziel. Interessanter war jedoch die Statue „Monumento a la Mujer del Pescador“ und der Blick auf die zerklüftete Küste.



Die alte Brücke brachte mich zurück auf die andere Seite des Kanals. Dort nahm ich Kurs auf die Basilika, die sich an der Plaza del Rey befindet. In unmittelbarer Nähe befanden sich zwei Lost Places (eine Kapelle und ein Palast). Der Zugang zu beiden war leider versperrt.



Vorbei am Torreon de Llanes, landete ich am ehemaligen Casino, dass durch seine Fassade besticht. Keine Ahnung welcher Stil das ist, und wie alt das Gebäude ist. Zurück zu Allmo musste ich nur noch der Hauptstraße folgen.



Auch Frank hatte sich in meiner Abwesenheit nach draußen gewagt und ein Blick auf die Küste und das Meer geworfen. Zum Abendessen gab es Frikadellen (diesmal küchenfertig, vorgegart), wieder als Burger.

Dienstag, 10. März 2026

Die Nacht war unruhig am Dorfrand von Llanes. Die Bauarbeiten an der eigentlichen Area Autocaravanas waren natürlich zum Erliegen gekommen. Doch die Straße schlief nicht. Und noch viel schlimmer: Das angrenzende Gelände wurde von Linienbussen und LKWs zum Parken genutzt. Ebenso die Seitenstraße an der wir standen. Auch in der Nacht kamen und fuhren Busse und ließen den Motor ewig lange laufen, bevor er aus ging oder die Fahrt aufgenommen wurde. Die Müllabfuhr war auch noch zu hören. Und on top meinte auch noch der Zug nachts tuten zu müssen. Tagsüber mag der Platz okay sein. Doch für die Nacht ist er nicht empfehlenswert.

In der Nacht war es immerhin trocken geblieben und der Tag startete ohne Regen. Anfangs hatten die Wolken noch die Überhand. 

Tbc

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