
Der Platz Area de Autocaravanas in Montamarta lag am Dorfrand. Zwischen Freibad, Kinderspielplatz und Tennisplatz. Unmittelbar an einem Seitenarm des Stausees Embalse del Esla angrenzend. Kein anderer Camper war da. Nur ein städtischer Mitarbeiter, der gerade den Rasen-Freischneider auspackte.
Ich drehte noch schnell eine Runde durch das Dorf. Auf dem Kirchturm waren alle drei Storchennester bewohnt. Später sahen wir einen Storch mit Nistmaterial hin und her fliegen.
Frank hatte es sich bereits draußen in der Sonne (die sich mit Wolken abwechselte) gemütlich gemacht. Die Lage am Wasser, gegenüber einer kleinen Ermita, die sich schön im Wasser spiegelte, war herrlich.
Das Abendessen war schnell zubereitet. Es gab die Reste der Tajine mit Knackwurst. Die Ermita wurde abends schön angeleuchtet. Das nahmen wir jedoch erst wahr, als wir ins Bett gingen und ich war zu faul noch mal aus Allmo herauszuhüpfen.
Dienstag, 3. März 2026
Während ich es in der Nacht angenehm fand und gewillt war noch eine Nacht zu bleiben, war Frank nicht so ganz davon überzeugt. Es war frisch, an gemütlich draußen sitzen war noch nicht zu denken. Die Entscheidung zur Weiterfahrt wurde uns abgenommen, als städtische Mitarbeiter den Bagger aktivierten, der am anderen Ende, hinter dem Tennisfeld, stand und begannen die Holz-Begrenzungspflöcke, die zwischen den Parzellen auf dem Boden genagelt waren herauszureißen.
Ich fragte mal vorsichtig, ob wir hier gut stehen und bekam zur Antwort „im Moment noch“, aber später würden wir im Weg stehen. Wir könnten uns vorne an den Rand stellen. Wobei das eher PKW-Parkplätze sind und quer über die Holzbalken wollte Frank sich nicht stellen. Daher bauten wir das Dachzelt ab und fuhren weiter.
Kurz bevor der Bagger aktiv wurde, hatten wir den Plan zu Fuß auf die gegenüberliegende Uferseite, zur Ermita de la Virgin del Castillo spazieren. Stattdessen fuhren wir nun dorthin und blieben. Hinter der Friedhofsmauer standen wir windgeschützt. In der Sonne war es warm, schon beinahe heiß (gemeldete 15 – 17 Grad). Wenn sich eine Wolke vor die Sonne schob, war es mir im T-Shirt zu frisch. Also hatte es doch etwas Gutes, dass wir den anderen Platz verlassen mussten.
Eigentlich gibt es einen Weg, der vom Dorf Montamarta, durch den Arm des Stausees, auf die Seite der Ermita führt. Ohne den „Umweg“ über die Nationalstraße. Diverse Wanderruten wurden mir mit diesem Verlauf angezeigt und auch Karten-Gockel wollte den Weg nehmen. Allerdings ist der Wasserstand derzeit so hoch, dass nur an den äußersten Uferrändern die jeweilige Zufahrt zu sehen ist. Wer den Anweisungen von Gockel blind folgt, hat hoffentlich ein Amphibien-Fahrzeug.
Neben dem Jakobsweg, verläuft in Montamarta auch die Via de la Plata. Sowohl an der Kirche in Montamarta, als auch auf dem Hügel hinter der Ermita befand sich die Säule aus Stein, die die Via de la Plata markiert.
Wir konnten die Tätigkeiten auf der anderen Uferseite von unserem neuen Platz aus beobachten und hören. Der Rasen war komplett abgetragen worden und zwischen Allmos Heck und der Entsorgungsstelle lag ein Erdhaufen.
Was gegen eine richtige Weiterfahrt sprach, war der Besuch einer Klosterruine (Monasteirio de Santa Maria de Moreruela), die für morgen geplant ist. Auch wenn es sich um eine Ruine handelt, gibt es Öffnungszeiten. Montags und dienstags ist diese leider geschlossen. Das ehemalige Kloster liegt keine 25 km entfernt und angeblich soll man auf dem angrenzenden Parkplatz nicht übernachten dürfen. Daher mussten wir unsere Fahrt, weiter in den Norden, noch etwas bremsen.
Wir beobachteten das Storchenpaar, welches den Kirchturm der Ermita bewohnte. Sobald fremde Störche über dem Kirchturm kreisten, begannen sie heftig zu klappern.
Zum Abendessen gab’s die Reste des Gyros-Geschnetzelten mit Krautsalat, Feta und Zaziki.
Mittwoch, 4. März 2026
Am Morgen war es etwas frischer und die Sonne nahm sich noch etwas zurück. Das Kloster öffnet erst am 11 Uhr, so dass wir relativ spät losfuhren. Vorher hatte ich schon ein Brot gebacken.
tbc














































































































































































































































































































































































































