Bei freundlichem Himmel verließen wir Torneros del Bernesga und schlugen den Weg in den Norden von Spanien ein. Wir umfuhren Leon und bogen auf die N-630 ab, diese ist mautfrei. Als Alternative verläuft weiter westliche die mautpflichtige AP-66.

Die schneebedeckten Bergrücken, die wir vorgestern auf der Fahrt schon hinter Leon gesehen hatten, rückten immer näher. Sie gehören zu dem Reserva de la Biosfera-el Alto Bernesga und dem Reserva de la Biosfera de Los Argüellos.

Wir fuhren über einen ersten Pass El Rabizo, der bei 1160 Metern lag. Ein wenig später erblickte ich ein Schild, wonach irgendein Pass für LKWs gesperrt ist, für Pkws jedoch offen. Schnell nachgesehen … das betraf unseren Weg. Was auch sonst?!

In Villamanin de la Tercia stand erneut ein Schild „Pajares“ / LKW – Cerrado / PKW – Abierto. Ist Allmo eine LKW, der unter „geschlossen“ fällt? Oder können wir den Pajares-Pass passieren? Wir fuhren weiter und wollten uns die Lage vor Ort ansehen.

Wenige Kilometer später begann es erst zu regnen und schnell wurden aus Regentropfen Schneeflocken. Die Berge mit den weißen Gipfeln rückten näher und Schnee lag nicht nur auf den Gipfeln.



Die Flocken wurden immer dichter und 10 Minuten später stand ein LKW etwas unglücklich am Straßenrand. Der LKW versuchte wohl auf den Parkplatz zu kommen, der unter dem vielen Schnee lag. Eine Weiterfahrt war für den 40 Tonner derzeit nicht möglich.

Räumfahrzeuge der Straßenmeisterei waren bei der Arbeit (zuvor hatten wir nur zwei Schneeschieber im Grünen gesehen) und die Guardia Civil war auch vor Ort. Nach einem Daumenhoch, war der Polizist sich dann doch nicht sicher und meinte wir sollten parken „aparcar“.

Ich bin dann schnell rausgehüpft und hab die Guardia Civil gefragt, ob es mit unserem 4×4 vielleicht doch möglich wäre weiterzufahren. Wenn wir ganz, ganz langsam fahren und mit Geländeuntersetzung, dann wäre es okay. Also fuhren wir weiter.

Wir passierten den Pass Puerto de Pajares auf 1378 Metern. Danach ging es nur noch bergab. Das Gefälle liegt im Schnitt bei 10 %.



Plötzlich ein Schild am Straßenrand „17 %“-Gefälle. Ach du Schreck! Ich überließ Frank die Entscheidung, ob wir weiterfahren oder umkehren. Uns kamen Autos entgegen. „Die fahren ja auch“. Aber die sind leichter und fahren berghoch … Und dann holten uns zwei Schneeschieber in einem flotten Tempo. Okay, wir fahren weiter. Es scheint doch nicht glatt zu sein. Und so schlichen wir durch die Kurven, Meter für Meter nach unten. Gegenverkehr gab es kaum und auch ganz selten wurden wir von einem Pkw überholt. 

Hinter Payares wurde aus Schnee wieder Regen und die restlichen Höhenmeter schraubte Allmo sich entspannt hinunter.

Dieses Stück der N-630 ist landschaftlich bestimmt sehr reizvoll. Bei Schnee und Regen konnten wir heute leider nicht so viel von davon sehen.

In Campomanes trifft die N-630 auf die AP-66 und wird zur mautfreien A-66. Diese brachte uns weiter in den Norden. Bei Mieres wechselten wir auf die AS-I bis nach Gijon.

Tbc

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