
Wir fuhren wieder ein Stück zurück und dann auf die Autobahn. Auf Gezockel über Landstraßen hatten wir so gar keinen Nerv. Bevor wir uns Reste von alten Minen ansahen, stoppten wir in Ciudad Real, um für günstige 1,215 Euro den Liter Diesel zu tanken.
Im gleichen Gewerbegebiet gab es LIDL und Decathlon. Eigentlich wollten wir erst in Puertollano zu Mercadona und LIDL. Aber weil’s hier so einfach war, genügte uns der LIDL auch. Emotional hing ich heute total in den Seilen und brach dann auch im Supermarkt in Tränen aus, als wir an den Nahrungsmitteln für Tiere vorbei gingen. Vor der Überfahrt nach Marokko hätten wir noch Katzenstreu bunkern wollen. Das hatte sich nun ja erledigt und ließ mich in Tränen ausbrechen. Dabei war ich schon extra weit rechts im Gang gegangen, vorbei an Cola und Fanta. Doch das half nichts.
Bei Decathlon kaufte ich eine Trinkflasche für Frank. Seit er auch zum halben Wassertrinken geworden ist, macht es Sinn eine zweite Trinkflasche im Gepäck zu haben. Bei Media Markt schaute Frank vergeblich nach Ersatzakkus für seine GoPro.
Anschließend fuhren wir noch quer durch Ciudad Real, um Wasser zu tanken. Dabei wären wir fast mit einem bekloppten Autofahrer kollidiert, der meinte an einer grünen Ampel für Fußgänger zu stoppen. Dabei hatten diese rot. Durch wildes Hupen unsererseits wurde der Mensch dann wach und fuhr über die Ampel, die gerade orange wurde. Und wir mussten stoppen. Idiot!!! Grauwasser entsorgen klappte gut. Wassertanken war etwas abenteuerlich. Aber der Tank war nachher voll.
Weiter ging’s über die Autobahn. Den Mercadona-Einkauf in Puertollano ließen wir sein. Stattdessen fuhren wir zu der Minenstruktur, die bei Karten-Gockel „La Habichuela“ heißt. Es soll sich laut Gockel um eine ehemalige Kohlenwäsche handeln. Die Umgebung war eine Mischung aus Kraterlandschaft und Müllhalde. Das Gebäude kann man sich anschauen, es aber auch ebenso gut sein lassen. Da haben wir schon interessantere Dinge gesehen. Ein wenig Gebäudereste gab es auch noch. Doch vieles ist halbwegs abgerissen oder unter dieser Kraterlandschaft verschwunden. Dieser Lost Place der ehemaligen Mine konnte mich also wenig begeistern. Meine Gemütsverfassung wird daran auch etwas schuld sein. Das einzig schöne, war die mit Wasser gefüllte Abbaugrube.
Wenige Kilometer weiter gab es noch eine Ermita, die in dem Minenviertel (Barrio Minero Asdrubal) steht. Entlang des Weges befanden sich größere Abbaugruben. Die jedoch seit ewigen Zeiten nicht mehr aktiv waren. Die Kirche war verschlossen. Viel Unrat lag auch hier herum. Vor der Kirchentür hatte jemand Tüten mit Kleidung abgestellt. Rechts neben der Kirche befand sich die öffentliche Freiluft-Toilette und an der Kirchenseite stand ein (zum Glück) leerer Vogelkäfig. Wie können diese Orte nur so beschmutzt werden?
Wir verließen Puertollano in Richtung Cordoba, wobei wir an interessanten ehemaligen Industriegebäuden vorbeikamen, die sich jedoch hinter hohen Zäunen versteckten. Der Zutritt war verboten.
Tbc














































































































































































































































































































































































































