
Es war so weit, der Mammutmarsch Bremen wartete auf mich! Im Laufe des gestrigen Tages waren immer mehr Camper auf dem Parkplatz der Messe eingetrudelt, und nun reisten gefühlt sekündlich mehr und mehr Fahrzeuge an. Auch im Start-/Zielbereich herrschte reges Treiben. Die erste Startgruppe war bereits losgelaufen, die zweite Startgruppe befand sich gerade im Startkanal.
Frank knipste noch das obligatorische Foto mit dem Mammut von mir und dann gingen wir Richtung Startkanal. Gruppe drei durfte rein und 10 Minuten später war meine Startgruppe vier bereit den Startkanal zu betreten.
Um das Feld nicht von hinten aufholen zu müssen, stand ich direkt vorne an. Nach der üblichen Motivationsrede und ein bisschen „Aufwärmen“, war es so weit. Ein dreifaches „MAMMUT MARSCH“ und los gings.
Nach wenigen hundert Metern die erste Ampel. Natürlich rot. Das fing ja schon gut an. Doch wie das Schicksal es so wollte, verdankte ich dieser roten Ampel eine Mitstreiterin (auch eine Sandra). Eigentlich war ich noch nicht so richtig im Kommunikationsmodus, doch dann sprach Sandra mich an und wir merkten schnell, dass wir das gleiche Tempo (sportlich schnell) hatten. Heike und Karsten kamen uns, auf dem Weg zum Start, entgegengeradelt.
Bis zum ersten VP bei Kilometer 13 liefen wir alle Kilometer mit einer Geschwindigkeit über 6 km/h, nur ein km lag knapp darunter. Wenige Kilometer vor dem ersten VP trafen wir die Mutter aus Berlin, die ich aus Dresden kannte (jetzt weiß ich, dass sie Doreen heißt). Zu dem Zeitpunkt begann es zu tröpfeln und tatsächlich musste der Regenponcho zum Einsatz kommen.
Der Aufenthalt am 1. VP dauerte erstaunlicherweise 15 Minuten, obwohl wir nur kurz etwas zum Snacken abgriffen und aufs Dixi flitzten. Als wir den VP verließen, stoppte der Regen. Immerhin etwas.
Nach dem 1. VP waren wir zunächst noch sehr flott unterwegs, wurden dann jedoch etwas langsamer. Der Gegenwind auf dem Deich entlang der Weser ließ uns noch etwas langsamer werden. Der Weg zog sich. Es ging durch erneut durch eine sehr gepflegte Schrebergarten-Siedlung und dann erreichten wir bei km 24 endlich den 2. VP. Eingedeckt mit Snacks (nein, wir wollten keine Hot Dogs) und Cola, musste Luft an meine Füße. Die Socken fühlten sich nicht feucht an, Blasen spürte ich auch keine, also blieben die Socken an. Nach 20 Minuten zogen wir weiter. Auf ging’s in den Endspurt!
Vom Countdown 5, 4, 2, 2, 1 entdeckten wir nur die 5 und 3. Die anderen Schilder konnte entweder jemand gebrauchen oder wir hatten sie nicht gesehen. Und dann musste es auf dem letzten Kilometer tatsächlich noch anfangen zu regnen. Echt jetzt??? Dabei hatten wir auf den letzten drei Kilometern nochmal richtig Gas gegeben. Leider blieben wir nicht trocken und schafften den Zieleinlauf auch nicht bis 12 Uhr. Das wäre vielleicht auch etwas optimistisch gewesen. So war es 12:10 Uhr, als wir nach 31,11 km und 5:32 Stunden (darin 35 Minuten Pause enthalten) das Ziel unter dem Jubel einiger Jubel-Volos erreichten. Laut Frank hatten die gerade erst ihren Dienst angetreten. Wie gut, dass wir nicht schneller waren.
Ein Foto-Shooting sowohl mit dem Ziel-Bogen, als auch mit dem Mammut und dem 30-km-Finisher-Schild fiel regenbedingt aus. Schnell Stempel und Urkunde abgeholt. Dann noch meine ersten beiden Patches (150 km und 5 Städte) abgeholt. Mit Sandra tauschte ich Handynummern aus. Wir wollen nächstes Jahr zusammen in Hamburg die 50 km laufen, so der Plan.
Als Finisher-Getränk gab es leider kein Radler (angeblich war das schon weg, dabei war es doch erst kurz nach 12 Uhr), also gab’s eine Mezzomix im Regen bzw. halb unter dem Getränke-Pavillon. Frank war genervt, weil er bis auf die Unterhose nass war. Ich hatte nochmal meinen Poncho übergeworfen. Immerhin schienen meine montierten Dachrinnen zwischen den Pavillons dicht zu sein. Da hatte ich am Donnerstag alles richtig gemacht.
Glücklich, ohne Blasen und nur mit leichten Gesäßschmerzen ging’s im Regen zurück zu Allmo. Wir legten uns erstmal trocken und machten uns dann auf dem Weg. Der Kassenautomat musste mit Bargeld gefüttert werden und dann war die Schranke außer Betrieb und öffnete sich von allein. Hm… Das Geld hätten wir uns also sparen können … Aber so kann uns niemand was dran flicken.
Das war er also, der erste Mammutmarsch in Bremen. Der Streckenverlauf war sehr gut. Es ging viel durch Grün, vorbei an viel Wasser (Kanäle, Seen, über und entlang der Weser und auch über eine Schleuse hinweg). Die Höhenmeter waren zu vernachlässigen. Durch die Innenstadt ging’s nicht, aber die hatten wir uns ja gestern schon angesehen. Die 5,5 Stunden vergingen mit meiner Laufbekanntschaft rasend schnell. Danke dir, Sandra.
Interesse am Mammutmarsch? Nutzt für die Anmeldung gerne meinen Link: hier klicken!
Tbc














































































































































































































































































































































































































