Kapelle Ermita de Sante Lucia in Fustinana



Zum Übernachten ging es noch 14 km weiter bis nach Fustinana. Dort wollten wir neben einer kleinen Kapelle Ermita de Sante Lucia übernachten. Der Wind fegte auf dieser Anhöhe ganz gut und der Geruch der Schweinemastbetriebe wehte von unten zu uns hinauf. Dennoch entschieden wir hier zu bleiben und parkten neben der Kapelle ein. Franks Worte beim Motor ausschalten, das er hoffe morgen noch kuppeln zu können, ließen mich leicht verzweifeln. Bisher hatten wir es versäumt Bremsflüssigkeit nachzukaufen und es war ja auch nicht so, dass wir gerade aus einer größeren Stadt vom Einkaufen kamen. Hoffentlich würde morgen alles gut werden. Ich wusste jedoch, dass mir deswegen eine unruhige Nacht bevorstehen würde.

Frank kümmerte sich ums Abendessen. Es gab Pommes aus dem Dutchofen, Bratwurst aus der Pfanne und etwas Weißkohl. Die Pommes schmeckten erstaunlicherweise richtig gut und die Bratwurst definitiv besser als in Frankreich.

Die letzten Sonnenstrahlen ließen die Kapelle leuchten. Als es dunkel war erleuchteten die Sterne den Himmel. Es kann schon richtig schön sein.

Abgesehen von der Sorge wegen der Kupplung endlich mal ein Tag so richtig nach unserem Geschmack.

 

Mittwoch, 01. Dezember 2021

Die Sorge um die Kupplung ließen mich von halb drei Uhr nicht mehr richtig schlafen. Lange wälzte ich mich hin und her. Fiel irgendwann in einen leichten Dämmerschlaf.

Frank hatte recherchiert, dass es im Dorf Fustinana eine Autowerkstatt gab. Nach dem Frühstück machte er sich mit dem Rad auf den Weg dorthin. Ich sortierte in der Zwischenzeit das Küchenfach neu und die Fächer in der Doka. Schneller als gedacht kam Frank erfolgreich zurück. Wie gut, dass ich ihm vorher einen Screenshot geschickt hatte, was Bremsflüssigkeit auf Spanisch heißt, so kam er gut klar.





Vor die Sonne, die zauberhaft über den Bergen aufgegangen war, hatten sich zwischenzeitlich Wolken geschoben. So wird das nichts mit dem aufladen unserer Batterien.

Frank füllte die Bremsflüssigkeit in dem Kupplungsflüssigkeitsbehälter nach und danach konnte es auch schon weitergehen. Allmo lief wie geschmiert. Vorsichtig fuhren wir von unserer hohen Position von dem kleinen Hügel hinunter.

In der Stadt Fustinana hatte Frank eine günstige Tankstelle (bei sowas wie einem Landhandel) gesehen, die steuerten wir an. Nachdem wir ersteinmal das Internet zu Rate ziehen mussten was die Bezeichnung von Diesel betraf (in Spanien ist es  Gasoleo A), konnte der Tankvorgang beginnen.

Danach ging es über die Hauptstraße zurück in die Richtung aus der wir kamen. Und tatsächlich befand sich unten ein Wegweiser dass es links nach Bardenas Reales geht. Hatte ich mir das doch richtig gedacht. Wir ließen unsere Übernachtungsstätte rechts liegen und fuhren durch die Hügellandschaft.

tbc

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