Am Edelweiss Supermarkt in Balgarevo bogen wir Richtung Küste ab. Die Bolata Bucht (Reserve Kaliakra) war unser Ziel. Im Dorf stand an mehreren Stellen Wasser auf der Straße. Eine Kanalisation scheint es nicht zu geben.

Bolata ist eine schöne, geschützte Bucht (wie die Ochsenbauchbucht in Griechenland), umrahmt von rotbraunen Felsen.

Die letzten zwei Kilometer verliefen auf einer geteerten Straße, die wegen der Sträucher stellenweise gerade Mal breit genug für uns war. Ausreichend Buchten zum Ausweichen waren vorhanden, aber nicht nötig.

Anstatt zu Fuß auszuspähen, auf welcher Seite der Bucht wir schöner stehen, entschied Frank sich für den vermutlich schwierigeren Weg (wegen Sträucher und Bäumen). Allmo sammelte auf den paar Metern fleißig Laub.

Verfolgt wurden wir plötzlich von einem Auto mit Hänger. Da wollte wohl jemand sein Boot für den Winter abholen. Kaum war das Boot erfolgreich verladen und abtransportiert, kam wenig später der Nächste, um sein Boot abzuholen. Der nasse Sand erleichtert das Fahren auf Sand ungemein.

Wir blieben in Allmo, denn es regnete immer noch und wir wollten nicht noch nasser werden. Heizung an und Trocknen.

Wassereinbruch 2.0



Da passt man Mal ein paar Stunden nicht auf und was ist? Wasser im Koffer! Die an den Schlammvulkanen vorgenommenen Abdicht-Arbeiten waren leider erfolglos geblieben. Wäre auch zu schön gewesen.

Der Aufnehmer kam zum Einsatz. Glücklicherweise tropft es genau hinter die Matratze und nicht darauf. Wobei es auch für die Dämmung bestimmt nicht gut ist durchtränkt zu werden.

Lappen und Spülschüssel fingen die Wassertropfen auf. Als es später etwas weniger regnete, versuchte Frank erneut dem Problem beizukommen. Ich erkundete in der Zwischenzeit ein wenig die Bucht.

Klock klock klock Geräusch und rutschige Böden sind leichter zu händeln als Wasser an Stellen, wo man es nicht haben möchte.

Der Regen stoppte früher als gemeldet, so dass wir noch nicht wissen, ob Franks Arbeiten erfolgreich waren. Der nächste Regen wird es zeigen.






Die einen holten ihre Boote ab, andere kamen und stachen in See. Ein Herr kam sogar zum Baden. Brrr…

Unser Abendessen bestand aus Fleischsalat mit Toast (Frank) und der restlichen Pizza für mich. Kann man super auf dem Toaster erwärmen.

Abends beim Fernsehen plötzlich ungewohnte Geräusche. Als wenn irgendwas raschelte bzw. an Allmo zwischen Doka und Koffer hochlief. Mäuse??? Das hätte uns auch noch gefehlt. Wir dachten, die ziehen nur in Fahrzeuge ein, die sich längere Zeit an einem Ort stehen. Vielleicht wollte ein Mäuschen auch nur mal schauen, was da so am Strand rumstand.

Zweimal kamen wir in den Genuss Schakale zu hören. Wiedermal magische Momente. Bei den Pfotenabdrücken am Strand hatte ich mich schon gefragt, in die von Schakalen stammen könnten.



Mittwoch, 28. Oktober 2026

Die ersten Fischer waren schon früh auf, so wie wir. Mittels Übersetzer unterhielten wir uns mit einem Mann. Er berichtete, dass vor ein paar Jahren eine Familie mit einer Feuerwehr hier gewesen wäre, mit drei Kindern. Ob das Nancy mit ihrer Familie war?

Wir verabschiedeten uns, damit der Herr mit deiner Frau losschippern konnte und erkundeten die schöne Ochsenbauchbucht.





Erst für mittags war etwas Sonne gemeldet und noch sah nichts danach aus, dass es tatsächlich geschehen könnte. Unsere Batterien benötigten etwas Energie. Daher verließen wir nach nur einer Nacht schweren Herzens diese wunderschöne Bucht. Wirklich schade.

Zurück im Dorf war es sogar etwas nebelig. Davon hatten wir unten am Strand (100 Höhenmeter Unterschied) nichts mitbekommen.

Tbc

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