Irgendwie waren wir dann also doch auf die Fähre nach El Hierro gelandet und konnten es gar nicht richtig fassen. Die letzte halbe Stunde war wie in einem sehr schlechten Film abgelaufen. Aber egal. Wir näherten uns Stück für Stück der kleinen Kanaren-Insel.

Der Wellengang war mäßig. Nur auf dem Weg zu den Toiletten merkten wir, dass die Fähre doch mehr hüpfte als gedacht. Im Sitzen war dies nicht so spürbar gewesen.

Nach 2,5 Stunden erreichten wir den Hafen Puerto de la Estaca auf El Hierro. Weil wir aufgrund der Eile vorwärts einparken mussten und es auf der Fähre keine Möglichkeit zur Durchfahrt gab, mussten wir zunächst ein Stück rückwärts setzen, um dann vor der Ausfahrtrampe zu drehen. Die Einweiser gaben sehr hilfsbereit Anweisungen und dann hatten wir tatsächlich den Teer von El Hierro unter unseren Reifen.

Bis zum Übernachtungsplatz waren es keine drei Kilometer, die wir zügig hinter uns brachten. Wir waren nicht die einzigen, die von der Fähre dorthin gefahren waren.

Noch immer ganz ungläubig und fassungslos, was sich in Los Cristianos ereignet hatte, gönnten wir uns ein Bier und ein paar Nüsse. Wir saßen auf der Begrenzungsmauer, mit Blick auf das dunkle Meer. Die Luft war auch nach 22 Uhr immer noch angenehm mild.

Als wir uns in den Koffer verkrochen, wollte und konnte sich zunächst noch kein Schlaf einstellen. Immer noch musste ich das erlebte verdauen. Die Straßenlaternen brachten so viel Licht in unseren Koffer, dass wir unser eigenes nicht einschalten mussten. Es war zudem warm. Ab und an fuhren noch Fahrzeuge vorbei, wobei der Verkehr sich in Grenzen hält. Nun gut, so viel kommt auf den nächsten Kilometern weiter in den Süden auch nicht an Bebauung.

Montag, 12. Februar 2024



Noch vor dem Frühstück nutzte ich die Gelegenheit und schwang mich unter die Stranddusche. Das die Nutzung von Seifen verboten ist, ignorieret ich. Schließlich ist meine Dusch-Shampoo-Seife aus natürlichen Produkten. Da muss ich kein schlechtes Gewissen haben. Frank tat es mir später gleich.



Noch hatte die Sonne zu kämpfen, um durch die Wolken hindurchzukommen. Doch das änderte sich recht bald. Unser Frühstück nahmen wir auf der Mauer ein. Wir hätten uns auch in dem Picknick-/Grillbereich hinsetzen können. Aber die Mauer tat’s auch.

Anschließend gingen wir hinunter zum Strand und danach zurück zu Allmo. In der Sonne war es einfach unsagbar heiß. Um die 25 Grad waren gemeldet. Und ab Morgen ist Calima wieder im Anmarsch. Zunächst aber nur auf den östlichen Inseln.

Nach dem Mittagssnack fuhren wir ein paar Kilometer weiter, um uns den Strand Las Playas anzusehen. Außerdem hatten wir die Hoffnung, dass dort nicht so viele Straßenlaternen die Nacht durch brannten.

Tbc

Timijiraque

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tbc

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